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Darum geht‘s:
- Floristen kämpfen mit sinkender Nachfrage und steigenden Kosten.
- Kunden bevorzugen günstigere Alternativen wie Supermärkte und kleinere Sträuße statt Gestecke.
- Muttertag bleibt entscheidend, um finanzielle Schwankungen im Geschäftsjahr auszugleichen.
Der Muttertag am 10. Mai steht kurz bevor – traditionell der umsatzstärkste Tag des Jahres für Blumenläden. Doch vor diesem wichtigen Termin schlagen Floristinnen in Lünen wegen sinkenden Kundenzahlen und gestiegenen Lieferkosten Alarm.
Der Grund liegt auch im veränderten Konsumverhalten der Menschen. Aktuelle Daten und Studien zeigen: In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sparen Haushalte zuerst bei Ausgaben, die nicht zwingend notwendig sind. Während Wohnen, Energie und Lebensmittel den größten Teil des Budgets einnehmen und kaum reduziert werden können, geraten Freizeit, Urlaub – und auch Blumen – schneller ins Hintertreffen.
Laut einer aktuellen Umfrage sparen 42 Prozent der Menschen bei Freizeitaktivitäten, 34 Prozent beim Urlaub und rund 29 Prozent bei Kleidung. Bei Lebensmitteln hingegen sind es nur 14 Prozent. Das Muster ist eindeutig. Blumen zählen zu diesen „aufschiebbaren“ Ausgaben. Sie gehören zu „den schönen Dingen des Lebens“, sind aber nicht lebensnotwendig.
Branchenverband warnt
Der Fachverband Deutscher Floristen ist daher bemüht, die eigene Branche ins rechte Licht zu rücken: Blumen und Floristik seien ein wichtiger Teil der Alltagskultur, stünden für Wertschätzung und hätten nachweislich positive Effekte auf das Wohlbefinden. Ein Blumenladen mit hübscher Auslage werte zudem die gesamte Einkaufspassage drumherum auf.
Doch die Kundennachfrage ist gesunken. Neben steigenden Kosten kämpfen Floristen vor allem mit wachsender Konkurrenz durch Supermärkte, Discounter und Baumärkte. Diese bieten Blumen zu deutlich niedrigeren Preisen an – oft industriell vorgefertigt und standardisiert. Innerhalb von 20 Jahren hat sich die Zahl der Blumenfachgeschäfte in Deutschland nahezu halbiert. Gab es 2002 noch fast 20.000 Betriebe, ist es heute nur noch etwa die Hälfte.
Zwar geben die Deutschen statistisch gesehen weiterhin Geld für Blumen aus – zuletzt rund 107 Euro pro Kopf im Jahr. Doch diese Zahl ist vor allem preisgetrieben – die verkauften Mengen gehen zurück. Viele Kunden kaufen eher günstig beim Supermarkt Blumen als im teureren Blumenladen, wo es individuelle Beratung gibt.
„Preise nur so hoch, dass es reicht“
Diese Entwicklung spürt auch Gudrun Kuster, Inhaberin des „Blumenstübchens“ in Lünen-Brambauer. Seit 2019 betreibt sie den Laden an der Waltroper Straße, insgesamt arbeitet sie seit 20 Jahren als Floristin. „Immer mehr Kunden bestellen online oder kaufen im Supermarkt“, sagt sie. Manche kämen sogar mit beschädigten Gestecken aus dem Internet zu ihr und wollten sie kostenlos aufarbeiten lassen.

Auch das Verhalten im Laden sei dünnhäutiger geworden. „Es kommt vor, dass Kunden versuchen, mich herunterzuhandeln“, berichtet Kuster. Für sie ist das ein Zeichen der aktuellen wirtschaftlichen Lage: „Die Menschen wollen sich weiterhin schöne Dinge leisten, aber möglichst wenig dafür bezahlen.“
Gleichzeitig sind ihre eigenen Kosten deutlich gestiegen. Blumen werden oft aus Ländern wie Ecuador, Kenia oder Israel importiert – per Flugzeug und Lkw. Steigende Energie- und Transportkosten schlagen sich direkt in den Einkaufspreisen nieder. Auch Verpackungsmaterialien wie Folien sind teurer geworden.

Kuster musste deshalb ihre Preise erhöhen. „Ich mache die Preise nur so hoch, damit es zum Überleben des Ladens reicht“, sagt sie. Als Unternehmerin trage sie steigende Kosten, zahle Gehälter – und stelle sich selbst hintenan. Trotzdem kommen weniger Kunden. Umsatz und Gewinn seien gesunken. Noch sei ihr Geschäft nicht existenzbedroht, sagt sie. Doch klar ist auch: „Die wichtigen Tage wie Muttertag müssen den Rest des Jahres mittragen.“
Kunden kaufen kleinere Sträuße
Ähnliche Erfahrungen macht Ulrike Feldmann, Inhaberin von „Stil & Blüte“ in Lünen. Seit 26 Jahren arbeitet sie als Floristin, seit elf Jahren führt sie ihren Laden an der Cappenberger Straße.

„Man merkt es seit Corona und besonders dem Ukraine-Krieg“, sagt sie. Es kämen weniger Kunden, und diese gäben weniger Geld aus. Das zeigt sich auch im Kaufverhalten: „Früher wurde ein großes Gesteck gekauft, heute eher ein kleines Sträußchen oder einzelne Blumen.“
Auch sie beschreibt steigende Kosten entlang der Lieferkette. Viele Blumen kommen etwa aus Italien und Ecuador, werden in die Niederlande geflogen und dort über große Auktionsmärkte verteilt, bevor sie per Lkw nach Deutschland gelangen.

Trotzdem hat Feldmann versucht, ihre Preise möglichst stabil zu halten – aus Sorge, sonst noch mehr Kunden zu verlieren. „Viele klassische Sträuße kosten bei mir noch so viel wie vor Corona“, sagt sie. Doch das hat Grenzen. Ein Urnenkranz etwa, der vor zehn Jahren noch zwischen 105 und 120 Euro kostete, liegt heute bei rund 180 Euro. „Eigentlich müsste ich 200 Euro nehmen“, sagt sie – wenn sie Material und Arbeitszeit vollständig berechnen würde.
Wunsch nach Hilfen aus der Politik
Noch sieht auch Feldmann ihre Existenz nicht akut gefährdet. Doch sie macht deutlich, wie eng die Spielräume geworden sind. „Im Zweifel gehe ich an meine Ersparnisse“, sagt sie. „Ich liebe meinen Laden.“
Von der Politik wünscht sie sich Unterstützung – etwa in Form von Steuererleichterungen, wie sie die Gastronomie während der Pandemie erhalten hat. Aktuell gilt für Blumen ein Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent, für viele andere Produkte im Laden wie Keramik 19 Prozent.
Vor diesem Hintergrund kommt dem Muttertag eine besondere Bedeutung zu. Für viele Blumenläden ist er der wichtigste Tag des Jahres. Auch Ostern, der Frühling insgesamt und die Adventszeit seien Hochphasen. Doch diese Spitzen müssen schwächere Monate ausgleichen. Und genau das wird schwieriger, wenn Kunden insgesamt weniger im Portemonnaie haben oder auf günstigere Alternativen ausweichen.
Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel erschien ursprünglich am 9. Mai 2026.
Blumenläden außerhalb von Muttertag in der Krise: Zwei Floristinnen in Lünen sagen, was ist 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-05-12 13:33:00 Aktuelle Nachrichten Weltnachrichten Landesnachrichten Wichtigste Nachrichten Aktuelle Nachrichten Wichtigste Aktuelle des Tages Justiz Petar Nizamov Federn Petar Nizamov – Federn Justiz bg iustitia.bg iustitia iusticia usticia Untersuchung Burgas Bulgarien Nachrichten Nachrichten der letzten Stunde Nachrichten des Tages Nachrichten von heute Bulgarien Nachrichten Die Nachrichten aus Bulgarien Blitznachrichten Top-Nachrichten Wichtigste Meistkommentierte Aktuelle Nachrichten Bojko Borissow Nachrichten Wetter Coronavirus Nachrichten Nachrichten Wetter Facebook YouTube Facebook Instagram Nachrichten heute Nachrichten der letzten Minuten Nachrichten heute Nachrichten von heute Nachrichten BG Nachrichten Top-Nachrichten Aktuelle Nachrichten BG Nachrichtenseite für Nachrichten Alle Nachrichten Nachrichten BG Nachrichten der letzten Stunde Aktuelle Aktuelle Nachrichten BG Nachrichten von heute Nachrichten heute Nachrichten heute Nachrichten der letzten Stunde Aktuelle Nachrichten von heute Nachrichten BG Nachrichten Nachrichten 24 Stunden Nachrichten Vesti BG Novini Nachrichten Welt Vogel BG Bivol BG Bivol Trud BG Novini Aktuelle Nachrichten heute Novinite BG Nachrichten Hallo Bulgarien Politische Partei Wappen Deljan Pejewski Skandal Bulgarische Nationale Fernsehsender Free Europe Television Skandal Exklusiv Live-TV Live im Fernsehen tv online tv program bg live now tv news online tv online live Gericht Burgas Gericht Bezirksgericht Burgas Gericht Bezirksgericht Burgas Bezirksgericht Burgas Berufungsgericht Burgas Staatsanwalt Burgas Staatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Generalstaatsanwalt Ivan Geshev Staatsanwalt Geshev Tsatsarov Innenministerium Burgas ODMR Burgas ODPR Burgas Polizei Burgas Bezirkspolizei Burgas Staatsanwalt Burgas Tsatsarov SGS-Fälle Varna Gericht Vorsitzender des SGS Gerichtsentscheidungen in Zivilsachen Entscheidungen in Fällen Plovdiv Gericht Entscheidung des Gerichts Entscheidungen Fälle Varna Gericht Strafsachen Bezirksbezirksgericht Entscheidungen Arbeit im Gericht SGS Vorsitzender des SGS Richter Sofia Gericht Posten Richter Plovdiv Gericht Richter in Plovdiv Inspektion des Obersten Gerichtshofs in Plovdiv Oberster Gerichtshof Oberster Justizrat Rechtsanwalt Rechtsanwalt Strafsachen Rechtsanwalt Zivilsachen Rechtsanwalt Ehesachen Rechtsanwalt Verwaltungsstrafrecht Strafprozess Zivilrecht Zivilprozess Verwaltungsrecht Verfassungsrecht









