„Was sich derzeit abspielt, bietet nach außen ein erschreckendes Sittenbild, das so nicht ohne Konsequenzen bleiben darf“, meint der steirische SPÖ-Chef Max Lercher. Er schließt sich damit der Kritik seines Genossen, Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, an und fordert in einem Antrag personelle Konsequenzen am Küniglberg.
Die Causa Weißmann zieht ihre Kreise bis weit über die Grenzen Wiens. So verschärfte Burgenlands mächtiger SPÖ-Landeshauptmann Hans Peter Doskozil jüngst den Ton. Die Politik müsse beim Rundfunk jetzt die „Stopp-Taste“ drücken, sagt er und verlangt volle Transparenz über Vergleiche mit Gebührengeldern. Was bisher bekannt wurde, sei nur „die Spitze des Eisbergs“ – die beiden Stiftungsratsvorsitzenden Heinz Lederer (SPÖ) und Gregor Schütze (ÖVP) seien rücktrittsreif.Kritik am „Küniglberg-Komplex“Ähnlich kritisch sieht man den „Küniglberg-Komplex“ auch in der Steiermark. SPÖ-Landesparteichef Max Lercher sieht den ORF in der jetzigen Form „am Ende“ und fordert eine umfassende Entpolitisierung samt personellen Konsequenzen. Wer in die Affären verstrickt ist oder Verantwortung trägt, müsse zurücktreten.Die steirischen Sozialdemokraten bringen daher entsprechend dem Doskozil-Vorschlag am Dienstag auch einen umfassenden Antrag im Landtag ein, der eine nachhaltige Entpolitisierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks fordert.Lercher richtet in diesem Zusammenhang auch eine klare Aufforderung an die Bundesregierung: Vom zuständigen Minister bis zum Bundeskanzler seien nun alle gefordert, die Entpolitisierung im ORF einzuleiten. „Wir haben jetzt nicht nur die Chance, sondern die Pflicht, die alten, verkrusteten Strukturen ein für alle Mal aufzubrechen und den ORF in die Unabhängigkeit zu führen“, so Lercher.
In der Causa Weißmann – Rote Rücktrittsaufforderungen an die ORF-Chefs 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-03-24 05:57:09
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