Promi-Meinungsforscher Werner Beutelmeyer (Market) bekam Donnerstagfrüh recht unerwarteten Besuch – gleich sieben Polizisten stürmten sein Gründstück, beschlagnahmten 19 Waffen. Der Linzer vermutet im Gespräch mit der „Krone“ eine Intrige hinter der Anzeige.
Um 6.20 Uhr früh „besuchten“ sieben Polizeibeamte der Schnellen Interventionsgruppe (SIG) den 66-jährigen Linzer. Ihm wird vorgeworfen, auf seinem nicht eingezäunten Grundstück Schießübungen durchgeführt zu haben. Durch das Schießen auf Zielscheiben seien die Nachbarn, Verkehrsteilnehmer und Wanderer gefährdet gewesen.Außerdem soll er die Waffen auch seinen beiden minderjährigen Söhnen überlassen haben, damit diese die Schießübungen durchführen konnten. Gegen den Verdächtigen wurde ein Waffenverbot verhängt und ihm 19 Schusswaffen unterschiedlicher Kategorien, rund 1000 Patronen, seine Waffenbesitzkarte und der Feuerwaffenpass abgenommen.Gefährdung der körperlichen SicherheitBei der Abnahme stellten die Polizisten zudem fest, dass die Waffen nicht sicher verwahrt wurden, weil die Schlüssel dafür frei zugänglich waren. Während einer Schießübung soll noch dazu eine Person unmittelbar gefährdet worden sein, da sich diese hinter dem Erdhaufen, der als eine Art Kugelfang dienen sollte, aufhielt. Der Verdächtige wird wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit angezeigt.„Rechtsanwälte sind schon beauftragt“Bei dem Waffenbesitzer handelt es sich um eine echten „Promi“, nämlich Werner Beutelmeyer (66), Chef des bekannten Linzer Marktforschungsinstituts Market. Er sagt: „Ich war und bin überrascht und werde den behördlichen Bescheid anfechten, habe bereits meine Rechtsanwälte damit beauftragt. Ich bin seit 26 Jahren Jäger und habe zwei Jagden. Ich lebe in einem landwirtschaftlichen Anwesen in Urfahr mit 30 Hektar Wald und zehn Hektar Wiesen in Alleinlage. Die Vorwürfe sind völliger Unsinn. Es wird zu prüfen sein, wie die Behörde hier vorgegangen ist.“Beutelmeyer vermutet eine Intrige. Denn er sei seit einem Jahrzehnt in einen Nachbarschaftsstreit mit zahlreichen Gerichtsentscheiden zu seinen Gunsten verwickelt: „Ich sehe das so, dass wir jetzt nach Streitereien um den Holzlagerplatz, die Straßenbenutzung, die Hauszufahrt und Abrissbescheide für einen Stadl in der fünften Etappe sind.“„Ich bin mir nicht sicher, ob da irgendetwas hängen bleibt“ – ein Jurist, mit dem ich mich über die Waffenabnahme bei Werner Beutelmeyer unterhalten habe, war skeptisch, ob die Verwaltungsbehörden bzw. die Polizei nicht quasi überschießend reagiert haben.Eines muss man den Verantwortlichen jedenfalls lassen: Sie haben den doch recht prominenten Verdächtigen wie jeden anderen Landsmann behandelt.In einem Land wie Österreich, wo „Vitamin B“ bei Postenbesetzungen oft wichtiger ist als Qualifikation, erwartet man so etwas nicht unbedingt. Für den entwaffneten Jägersmann ist der Vorgang unerfreulich, für das Ansehen von Exekutive und Justiz aber gut.
19 Waffen abgenommen – Polizei stürmte Grundstück von Meinungsforscher 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-04 05:25:37
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