Fernduell zwischen Vizekanzler und SPÖ-Chef Andreas Babler sowie FPÖ-Chef Herbert Kickl am traditionellen 1. Mai. Beide sparten in ihren Reden vor ihren Sympathisanten nicht mit scharfer Kritik am jeweiligen Gegenüber.
Babler lobte vor Tausenden SPÖ-Anhängern und Mitgliedern am Wiener Rathausplatz die eigene Regierungsarbeit und schoss sich gleichzeitig auf Kickl ein.„Achse des Chaos“Dieser sei der heimische Konnex zur „Achse des Chaos“ der Autokraten. Kickl und seine Leute seien etwa die größten Zujubler von US-Präsident Donald Trump, hielt Babler fest. Darum sollten diese sich auch hinstellen und erklären, warum die Spritpreise steigen oder die Lebensmittel teurer würden. Bei Letzteren sei dies etwa der Fall, weil Düngemittel nicht durch die Straße von Hormuz gelangen könnten.Kickl bei Kundgebung in LinzDer Angesprochene holte bei der Kundgebung seiner Partei in Linz wie erwartet zum Rundumschlag aus. Beginnen will er den „Systemwechsel“ beim ORF: „Wir sperren das Werkl zu, wir machen eine Neuaufstellung.“Einen Systemwechsel solle es auch im Asyl-, Gesundheits- und Bildungssystem geben. „Wenn wir das machen, tun wir nichts anderes, als dass wir die Demokratie auf ihren gesunden Kern zurückführen“, skizzierte er sein „Projekt Volkskanzlerschaft“.LGBT-„Lobby“, „Remigration“Hatte er bisher immer den abgewählten ungarischen Regierungschef Viktor Orbán gelobt, will er es nun dessen Nachfolger nachmachen: „Wenn alle, die mich dafür kritisieren, beim Peter Magyar in Ungarn klatschen können, wenn er jetzt Ordnung macht im Rundfunk, dann werden sie bei uns auch klatschen können“, so Kickl, der seine Forderung „weg mit der Haushaltsabgabe“ wiederholte. Auch für bekannte extrem rechte Schlagworte fand Kickl in seiner Rede Platz, etwa die LGBT-„Lobby“ oder die geforderte „Remigration“.„Einen Tuscher soll es da machen“Übrigens: Der oberösterreichische FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner nutzte seine Rede in Linz, um seine Anhängerschaft schon auf die im kommenden Jahr bevorstehende Landtagswahl einzupeitschen. „Einen Tuscher“ solle es da machen, zeigte sich der Landeshauptmannstellvertreter selbstbewusst.Der krone.at-Ticker zu den politischen 1.-Mai-Feierlichkeiten zum Nachlesen:Grüne Verteilaktion, Maibaum gestohlenWeitaus entspannter ging es bei den 1.-Mai-Feierlichkeiten der Grünen zu, die am Wiener Praterstern mit einer „Umverteilaktion“ ihrer Forderung nach einer Reichensteuer Nachdruck zu verleihen versuchten. Unruhe gab es dagegen in St. Pölten: Der Maibaum vor dem Landhaus ist in der Nacht auf Freitag in traditioneller Manier von Unbekannten gefällt worden.
Rot-blaues Fernduell – Kickl vs. Babler: Ihre deftigsten Sager am 1. Mai 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-05-01 20:50:45
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