Das Schicksal von Buckelwal „Timmy“ bleibt auch nach seiner spektakulären Freilassung in der Nordsee ein großes Rätsel. Zwar sendet der am Tier befestigte Peilsender weiterhin Vitaldaten, doch der entscheidende GPS-Standort fehlt. Wo sich der geschwächte Meeressäuger derzeit befindet – und ob er tatsächlich auf dem Weg in sichere Gewässer ist -, weiß derzeit niemand.
Der mehrfach an Ostseeküsten gestrandete Buckelwal war am Samstag rund 70 Kilometer vor dem dänischen Skagen ins Meer gesetzt worden. Wie Karin Walter-Mommert, Geldgeberin der privaten Rettungsinitiative, erklärte, liefert der Sender anders als geplant keine Ortsdaten. Damit bleibt unklar, ob und in welche Richtung sich das Tier bewegt.Nach Informationen der deutschen „Bild“ sendet der Peilsender jedoch weiterhin Vitalwerte. Demnach gebe es aktuell Hinweise darauf, dass der Wal noch lebt. Walter-Mommert erklärte laut dem Bericht, der Sender sei bei der Freisetzung beschädigt worden. Deshalb könnten derzeit keine Positionsdaten übertragen werden. Techniker seien bereits eingeschaltet worden, um das Problem zu lösen.Die Infografik stellt die Rettungsaktion eines Buckelwals dar, der von der Wismarbucht in Deutschland in die Nordsee transportiert wurde. Ein Teil zeigt das Tier in einem speziellen, mit Wasser gefüllten Lastkahn, der etwa 50 Meter lang ist. Der Wal war 12 Meter lang und wurde mit einem Schiff zur Nordsee gebracht. Eine Karte zeigt den Transportweg durch Dänemark, wobei der Wal am 2. Mai freigelassen wurde. Quelle: APA.if(!window.apaResc)window.apaResc=e=>{window.addEventListener(„message“,a=>{const s=a.data;if(s[e])Array.from(document.getElementsByClassName(e)).forEach(a=>{a.style.height=s[e]+“px“})})};apaResc(„apa-0549-26-SLIDES“);Hoffnung durch VitalsignaleLaut Angaben der Initiative empfängt das Team „rund um die Uhr“ Signale des Trackers. Immer, wenn der Wal zum Atmen an die Wasseroberfläche komme, würden Daten übertragen. Diese seien bislang „im grünen Bereich“. Eine unabhängige Bestätigung dieser Informationen gibt es allerdings bislang nicht.Sollte das Tier verendet sein, wäre das Ausbleiben von GPS-Daten ebenfalls erklärbar. Solche Sender funken ihre Position nur, wenn sich das Tier an der Wasseroberfläche befindet. Experten hatten die langfristigen Überlebenschancen des stark geschwächten Buckelwals bereits vor der Freisetzung als gering eingeschätzt.Streit um den Ablauf der FreilassungFür zusätzliche Brisanz sorgt die weiter ungeklärte Frage, wie genau „Timmy“ ins Meer entlassen wurde. Öffentliche Bilder oder Videos der Freisetzung gibt es nicht.Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus erklärte, es sei vereinbart gewesen, ein Videosystem auf der Transportbarge zu installieren, damit Tierärzte den Zustand des Wals beobachten könnten. Dies sei jedoch nicht erfolgt.Walter-Mommert und Mitfinanzier Walter Gunz distanzierten sich später ausdrücklich von der Art und Weise der Freisetzung. In einem Statement erklärten sie, die private Initiative sei daran nicht aktiv beteiligt gewesen. Vielmehr hätten Crewmitglieder der beteiligten Schiffe den Wal ins Wasser gebracht.Experten üben scharfe KritikDer Walforscher Fabian Ritter äußerte deutliche Zweifel am Vorgehen. Sollte der Wal – wie Aufnahmen vom Vortag nahelegten – an einem Seil an der Schwanzflosse ins Wasser gezogen worden sein, wäre dies laut Ritter „gegen jeden Sachverstand“.Die Schwanzflosse sei nur über Bindegewebe und Muskulatur mit dem Körper verbunden. Schon geringe Zugkräfte könnten schwere Verletzungen verursachen.Seit 62 Tagen bewegt „Timmy“ die MenschenAm 3. März war der junge Wal erstmals im Hafenbecken von Wismar entdeckt worden, nachdem er sich in einem Stellnetz verfangen hatte. Nach mehreren Strandungen in der Ostsee und wochenlangen Rettungsbemühungen wurde er schließlich auf einen Lastkahn gebracht und Richtung Nordsee transportiert.Ob „Timmy“ nun tatsächlich den Weg zurück in den Nordatlantik findet oder sein Schicksal für immer ungeklärt bleibt, hängt auch davon ab, ob der beschädigte Sender bald wieder Positionsdaten liefert. Bis dahin bleibt nur die Hoffnung, dass die empfangenen Vitalsignale tatsächlich bedeuten, dass der Buckelwal noch lebt.
Ein Lebenszeichen! – Wo steckt „Timmy“? Nur diese Daten geben Hoffnung 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-05-03 12:41:15
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