Dieses und auch die kommenden langen Wochenenden werden viele Österreicherinnen und Österreicher nützen, um mit Auto oder Motorrad ins Ausland zu fahren. Doch Achtung! Wer gegen die gültigen Verkehrsregeln verstößt, für den kann es teuer werden – oder bei groben Verstößen sogar im Gefängnis enden.
In einigen Ländern werden Verstöße gegen die Verkehrsregeln deutlich härter geahndet als in Österreich, warnt der ÖAMTC am Freitag. Laut Club-Juristin Verena Pronebner drohen hohe Geldstrafen, Fahrzeugbeschlagnahmungen oder sogar Haftstrafen!Besonders streng seien viele EU-Länder beim Thema Alkohol am Steuer:
In Italien könne das Fahrzeug beschlagnahmt werden, wenn Lenkerinnen oder Lenker mit mehr als 1,5 Promille unterwegs sind und zugleich als Eigentümer eingetragen seien, sagte Pronebner.
In Spanien droht ab 1,2 Promille sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten.
Bereits ab 0,5 Promille werden in Spanien und Deutschland mindestens 500 Euro Strafe fällig, in Italien mindestens 545 Euro.
Große Unterschiede gibt es auch bei Geschwindigkeitsübertretungen. In Norwegen kostet eine Überschreitung von 20 km/h mindestens 750 Euro, in Schweden mindestens 225 Euro. In Italien werden dafür 175 Euro verrechnet, nachts erhöht sich die Strafe zusätzlich um ein Drittel. Wer in Norwegen 50 km/h zu schnell unterwegs ist, muss mit mindestens 1365 Euro rechnen.Bis zu 400 Euro für Falschparken in UngarnFür Falschparken können in Spanien laut ÖAMTC bis zu 200 Euro anfallen, in Ungarn gar 400 Euro. ÖAMTC-Mitglieder werden laut Angabe des Verkehrsklubs oft Jahre später mit Nachforderungen aus Kroatien konfrontiert, weil sie kein Parkticket gelöst hätten. Um das Gegenteil zu beweisen, wird empfohlen, die Tickets zu fotografieren und Zahlungsbelege für mindestens fünf Jahre aufzubewahren.Streng geahndet wird auch das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung. In Frankreich kostet ein Verstoß mindestens 135 Euro, in Italien 250 Euro und in Spanien mindestens 200 Euro. Auch Verstöße gegen die Gurtpflicht könnten teuer werden. Während in Österreich mindestens 50 Euro fällig werden, sind es in Spanien mindestens 200 Euro und in Griechenland sogar 350 Euro.Strafzettel nicht ignorierenDer ÖAMTC empfiehlt außerdem, ausländische Strafzettel nicht zu ignorieren. Offene Strafen aus EU-Ländern könnten auch in Österreich zwangsweise eingetrieben werden. Zudem könnten bei einer Wiedereinreise offene Forderungen erneut eingefordert werden. Wer rasch bezahlt, kann in manchen Ländern wie Spanien und Italien hingegen von einem Rabatt profitieren.
Achtung im Kurzurlaub! – Im Ausland kann‘s teuer werden – und in Haft enden 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-05-15 21:15:11
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