Steht Tirol heute vor einem Verkehrstag der Superlative? Um 11 Uhr wurde nun die Brennerachse wegen einer Protestaktion komplett gesperrt. Doch während Behörden und Experten im Vorfeld vor einem möglichen Verkehrschaos gewarnt hatten, zeigte sich die Lage zumindest kurz vor der Totalsperre überraschend entspannt. Erste Urlauber mussten bereits wieder umkehren.
„Alles sehr entspannt. Es ist viel weniger Verkehr als an normalen Samstagen“, sagte ein Sprecher der Verkehrsabteilung der Polizei am Samstagvormittag. Auf der Brennerautobahn (A13), einer der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Europas, blieb der befürchtete Ansturm bislang aus. Ob es nur die Ruhe vor dem Sturm ist, wird sich bald zeigen – die Sperre läuft seit 11 Uhr. Die ersten Urlauber aus Deutschland mussten jedenfalls bereits umdrehen. „Worum geht es bei dem Streik?“, will ein Lenker wissen.Eindringliche Appelle wohl beherzigtVieles deutet darauf hin, dass Urlauber und Transitreisende die eindringlichen Appelle der Behörden beherzigt haben. Zahlreiche Reisende dürften ihre Fahrt verschoben, Tirol großräumig umfahren oder ganz auf den Reisetag verzichtet haben.Besonders in Südtirol reagierten viele Urlauber flexibel. „Viele Gäste haben ihre Buchungen um einen Tag vorverlegt oder verschoben“, berichtet Klaus Berger, Präsident des Südtiroler Hotelier- und Gastwirteverbandes. Zwar habe es vereinzelt Stornierungen gegeben, insgesamt sei die Reaktion der Gäste aber positiv überraschend gewesen.Die ungewöhnliche Ruhe zeigt sich auch nördlich von Tirol: Auf der Autobahnbrücke bei Kiefersfelden Richtung Grenzübergang Kufstein blieb der Verkehr am Samstagvormittag auffallend gering. Die wichtige Zufahrtsroute zum Brenner präsentiert sich damit deutlich leerer als an gewöhnlichen Reisewochenenden (siehe Foto unten).Gespenstisch ruhig war es vor 11 Uhr auch auf der Mautstelle Schönberg und kurz vor dem Demogelände in Matrei: Seit 9 Uhr gilt für Transit-Lkw ein Fahrverbot. Pkw müssen spätestens an der Mautstelle Schönberg beziehungsweise am Brenner umdrehen.Nicht nur die Autobahn ist betroffen: Auch die Brenner-Bundesstraße sowie die Ellbögener Landesstraße werden für den Durchzugsverkehr gesperrt. Erlaubt bleibt lediglich Ziel- und Quellverkehr. Wer nach Tirol reist, muss seinen Aufenthalt glaubhaft nachweisen können.Die Karte zeigt die geplante Sperre am Brenner in Tirol am 30. Mai. Betroffen sind die Autobahn A13, die Brennerstraße und die L38. Die Sperre erfolgt wegen einer Demonstration gegen die Transitbelastung. Quelle: APA.if(!window.apaResc)window.apaResc=e=>{window.addEventListener(„message“,a=>{const s=a.data;if(s[e])Array.from(document.getElementsByClassName(e)).forEach(a=>{a.style.height=s[e]+“px“})})};apaResc(„apa-0589-26“);Land Tirol, Polizei, Asfinag und zahlreiche weitere Organisationen befinden sich im Großeinsatz. Die Verantwortlichen hatten bereits Ende April ein Maßnahmenpaket präsentiert und von Maßnahmen gesprochen, die es in dieser Intensität in Tirol noch nie gegeben habe.Jetzt geht es los. Einzelne Lenker mussten bereits wieder umkehren:Ganz ohne Auswirkungen bleibt die Sperre aber wohl nicht. Die Situation bleibt die nächsten Stunden spannend. Während es am Brenner selbst ungewöhnlich ruhig bleibt, meldete der ÖAMTC bereits am Samstagvormittag Staus und Verzögerungen etwa in Salzburg. Dort kam es stellenweise zu Blockabfertigungen. Auch auf weiteren Ausweichrouten rechnen Experten im Tagesverlauf mit zunehmendem Verkehrsaufkommen.Demo zunächst zweimal untersagtDie Protestversammlung selbst findet zwischen 13 Uhr und 16.30 Uhr statt. Sie war von der Bezirkshauptmannschaft zunächst zweimal untersagt worden, letztlich jedoch vom Tiroler Landesverwaltungsgericht erlaubt worden.Im Vorfeld hatte die Demonstration vor allem in Deutschland und Italien für Kritik gesorgt. Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher warnte vor den Auswirkungen auf Verkehrsteilnehmer, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter zeigte sich verärgert. Unterstützung erhielt die Aktion hingegen von zahlreichen Tiroler Oppositionspolitikern.
„Worum geht es?“ – Totalsperre läuft: Erste Urlauber müssen umdrehen 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-05-30 10:10:30
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