Im Frühjahr 2025 waren Appenzell Innerrhoden sowie die Kantone Tessin und Neuenburg noch «weisse Flecken» auf der Karte der Schweizer Notfalltreffpunkte. Bei der letzten Zustandsanalyse im Februar dieses Jahres musste konstatiert werden, dass das Tessin und Neuenburg unterdessen ihrer Verpflichtung nachgekommen waren und Notfalltreffpunkte aufgeschaltet hatten. Appenzell Innerrhoden wurde dagegen zum Nachzügler. In Innerrhoden erwiesen sich vor allem die Suche nach geeigneten Standorten und die Deckung des grossen Personalbedarfs auf Bezirksebene als Herausforderungen. Schon im Februar zeigte man sich beim Kanton aber zuversichtlich, bis 2027 «so weit zu sein». Schliesslich ging in dieser Zeit auch das Konzept für die Innerrhoder Notfalltreffpunkte in die Vernehmlassung.
Nun tut sich wieder etwas in dem Dossier. «Die Treffpunkte werden in allen Bezirken des Kantons eingerichtet und sind Teil eines schweizweiten Konzeptes», schreibt die Standeskommission in einer Mitteilung vom Freitag, 28. Februar. An den Notfalltreffpunkten soll die Bevölkerung aktuelle Informationen zur Lage erhalten und kann sich bei Notfällen melden. Die Treffpunkte ergänzen also die bestehenden Massnahmen des Bevölkerungsschutzes. «Wenn bei einem grossflächigen Stromausfall das Mobilfunknetz nicht mehr funktioniert und die gewohnten Informationskanäle ausfallen, braucht die Bevölkerung eine verlässliche Anlaufstelle», gibt die Standeskommission zu bedenken.
Neue Bundesvorgaben umgesetzt
Seit Januar 2026 verpflichtet das neue Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz die Kantone, Notfalltreffpunkte zu betreiben. Die Standeskommission habe nun das entsprechende Konzept genehmigt und als verbindliche Nutzungsrichtlinie erklärt, heisst es im von der Innerrhoder Ratskanzlei versandten Schreiben. Die Umsetzung erfolgt ab 2027 durch den kantonalen Führungsstab zusammen mit der Zivilschutzorganisation Appenzell Innerrhoden. «Die Bezirke unterstützen das Projekt und werden in die konkrete Umsetzung zusammen mit den beteiligten Partnerorganisationen einbezogen», wird in der Medienmitteilung festgehalten.
Rechtzeitig informiert
Die Bevölkerung soll rechtzeitig über die Standorte und Funktionsweise der Notfalltreffpunkte informiert werden. Weitere Infos sind über die App «Alertswiss» und www.notfalltreffpunkt.ch abrufbar.
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Kanton richtet Notfalltreffpunkte ein 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-08-31 10:03:00
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