Gross prangte die Schweizerfahne über dem Altarraum und der prächtige Blumenschmuck war in den gleichen Farben gehalten. Die «Moritz-Blumenfee» Erika Holzinger hat ihn gezaubert, unterstützt von Marianne Dörig.
Lebensnahe Denkanstösse
Religionspädagogin Patricia Staub zelebrierte den festlichen Wortgottesdienst mit Kommunion. In ihrer Predigt gab sie viele lebensnahe Denkanstösse, gestützt auf das Gleichnis aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus, bei dem ein Gutsherr jeden seiner Arbeiter mit einem Dinar entlöhnte – unabhängig davon, wie lange er gearbeitet hatte. Dies empfanden jene als ungerecht, die den ganzen Tag schwer geschuftet und die Hitze ertragen hatten, während andere erst gegen Abend dazugestossen waren.
«Nicht der Mangel macht unzufrieden, sondern der Vergleich», fasste Patricia Staub die Botschaft zusammen. Darin sei das Evangelium erstaunlich nah an unserer heutigen Zeit. Auch wir würden unser Leben immer wieder mit demjenigen anderer vergleichen. Dabei habe ein «Dinar» seinen Wert nicht verändert – lediglich unser Blick darauf könne sich verschieben.
Eigenen Blickwinkel neu ausrichten
Der Mensch gewöhne sich zudem schnell an all das Gute, das er habe, und sehe stattdessen, was andere vielleicht mehr besitzen. Unterschiede wahrzunehmen und nach Lösungen zu suchen, gehöre zwar zu einer demokratischen Gesellschaft. Ebenso wichtig sei es aber, dankbar zu erkennen, wie viel Gutes uns bereits geschenkt sei.
Vielleicht biete ja der Bettag gerade die Gelegenheit, den eigenen Blick zu prüfen und neu ausrichten. Nicht ständig auf das Fehlende schauen, sondern auf das, was vorhanden ist – und darauf, was daraus wachsen darf. Denn unser Leben biete viele Möglichkeiten, es zu gestalten. Entscheidend sei nicht nur: «Wa han i devoo?», sondern auch: «Wa machi druus?» Dies gelte für den einzelnen Menschen ebenso wie für ein ganzes Land.
«Frauenschola» bot Hörgenuss
Feierlich wurde der Festtagsgottesdienst von der «Frauenschola» umrahmt. Die musikalische Reise führte durch alle vier Landesteile der Schweiz und bescherte viel Hörgenuss. Dirigiert wurde der Chor von Raphael Holenstein, Florian Mooskopf begleitete an Orgel und E-Piano.
Mit diesen schönen Klängen im Ohr und der Farbenpracht der Trachtenfrauen vor Augen ging der eindrückliche Festgottesdienst zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag zu Ende.
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Ein prächtiger Bettag-Festgottesdienst 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-09-21 09:05:00
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