Wegen einer Oberleitungsstörung saßen zahlreiche Fahrgäste am Wochenende auf einem Bahnhof in Niederösterreich fest. Dieser hielt ausgerechnet an diesem Tag das WC geschlossen. Weiter ging es nur mit teuren Taxitarifen …
Eine Zugfahrt, die sonst nur 60 Minuten dauert, wurde am vergangenen Samstag zur Odyssee. Ein Betroffener schildert der „Krone“: „Wir wollten mit dem RX8 von Wien nach Bratislava fahren.“ Um 13.15 Uhr fuhr der Zug am Hauptbahnhof Wien ab, kurze Zeit später blieb er in Leopoldsdorf (NÖ) schon wieder stehen. Nach einem Schaden an einer Oberleitung war die Strecke nicht mehr befahrbar, bestätigt auch ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif.Mehrere Busse brachten die Fahrgäste zu einer der nächsten Stationen – nach Marchegg im Bezirk Gänserndorf. „Mit der Info, dass dort schon nach 15 Minuten Wartezeit ein anderer Zug kommen würde“, erzählt der Betroffene weiter.Bus fuhr Personen nach MarcheggDer Bus, der deutlich langsamer als der Zug unterwegs ist, kam jedoch erst um 14.40 Uhr in Marchegg an. „Da hätten wir eigentlich schon in der Slowakei sein sollen.“Um die 200 Personen warteten am kleinen Bahnhof, schätzt der Mann. Zum Schrecken der zahlreichen Fahrgäste gab es am Bahnhof keine WC-Anlage. „Und das ÖBB-Mitarbeiter-WC durften wir nicht benutzen.“Die Toiletten für Fahrgäste sind in Marchegg nur über das Bahnhofsgasthaus „Zur Schiene“ erreichbar – das genau am Samstag Ruhetag hat. Nach vier Stunden Wartezeit riss daher bei vielen Wartenden der Geduldsfaden. Sie stiegen aufs Taxi um – wobei die Fahrt über die Grenze mehr als 100 Euro kostete.
Odyssee ohne WC – ÖBB-Fahrgäste stundenlang auf Bahnhof gestrandet 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-09-22 03:18:58
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