Am Wochenende herrschte im Theatersaal des Gymnasiums Appenzell Kinostimmung. Gegen 80 Kinder, Jugendliche und Erwachsene zeigten tänzerisch, wie bei Drehbuchautoren Ideen sprudeln, die Schauspielerinnen ein Casting überstehen und schliesslich aus einer Geschichte ein Film entsteht.
Die jüngsten Tänzerinnen ploppten als Popcorn über den Bühnenboden und Charlie Chaplin liess die Zeiten des Stummfilmes in Erinnerung rufen. Schnell entwickelte sich die Filmtechnik; bereits die nächste Gruppe verkörperte in bunten Kleidern den ersten Farbfilm. Auch der erste Zeichentrickfilm liess nicht lange auf sich warten. Walt Disneys «Mickey Mouse», umtanzt von vielen kleinen, rot-weiss bekleideten «Minnie Mouses», zauberte ein Lächeln in die Gesichter der zahlreich erschienenen Besucher. Bald darauf entstand der erste Teil der Filmreihe von «Star Wars» über den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse in einer weit entfernten Galaxie, auf der Bühne tänzerisch effektvoll umgesetzt mit leuchtenden Lichtschwertern. Was wäre die Tanzwelt ohne die bekannten Filme «Dirty Dancing» oder «Step Up». Glück und Enttäuschung liegen bekanntlich nahe beieinander und Coolness trifft auf Eleganz. Diese tänzerische Zusammenführung gelang der jugendlichen Tanzgruppe sehr eindrucksvoll. Anschliessend war die Bühne frei für das Musical «La La Land». Auch diese Filmgeschichte handelt von Rückschlägen, Sehnsucht und dem Streben nach Verwirklichung von Träumen. In der Choreografie wurden all diese Emotionen lebendig.
Ebenfalls unverkennbar – nur schon aufgrund des Soundtracks – war das energiegeladene Tanz-Medley zum Blockbuster «Fluch der Karibik», präsentiert von der Erwachsenengruppe und bühnenbildnerisch unterstützt von den Kleinsten. Die Ära der Animations- und computeranimierten Filme wurde repräsentiert durch die witzigen und ewig ungetrübten Minions und die kämpferischen und anmutigen Figuren der Avatar-Filmreihe.
Wohl der ganzen Besucherschar bekannt gewesen sein dürfte die neueste Realverfilmung von Barbie. Wunderschön war zu erkennen, wie die Barbies und Kens unter Unsicherheit und Selbstzweifeln leiden, für Gleichberechtigung kämpfen und ihre Rolle im «echten» Leben suchen. Diese letzte Performance setzte einen schönen Schlusspunkt. Ist es im Film doch wie im realen Leben: Jeder Mensch sucht seinen Platz auf dieser Welt und möchte so akzeptiert werden, wie er ist.
Unter Blitzlicht zelebrierten am Ende alle Tänzerinnen den Gang über den roten Teppich, um den Oscar für ihre hervorragende Leistung entgegenzunehmen.
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Tanzschule brachte Kino auf die Bühne 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-09-23 11:20:00
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