Auf Einladung der „Krone“ und unter der Leitung von „Krone“-Chefredakteur Klaus Herrmann diskutierte eine prominente Runde bei den Medientagen über Zukunftsszenarien und Strategien für einen gestärkten Medienstandort Österreich.
Die Zeiten sind rau, KI hält immer mehr Einzug im Recherche-Alltag, genauso wie Google, Meta & Co. Die österreichischen Medienhäuser müssen sich im Wettbewerb mit den internationalen Tech-Giganten, aber auch mit dem ORF und seiner „blauen Seite“, dem Portal orf.at, täglich ein Match liefern. Die „Krone“ lud deshalb zu einer prominenten Diskussionsrunde im Rahmen der 33. Medientage, die bis heute am Erste Bank Campus in Wien stattfinden.„Trump und die Tech-Konzerne sind schlau und wollen spalten“Gleich zu Beginn machte der Medienwissenschaftler („Atlas der digitalen Welt“) und Keynote-Speaker Martin Andree den Ernst der Lage klar, denn er sieht die Medienfreiheit durch die Tech-Giganten in Gefahr, hatte aber auch Lösungsansätze: „Trump und die Tech-Konzerne sind schlau und wollen spalten. Man kann dagegenarbeiten, indem man zum Beispiel die Zusammenarbeit zwischen Management und Redaktion stärkt“, spielte er in der von „Krone“-Chefredakteur Klaus Herrmann geführten Diskussion auf eine forcierte Zusammenarbeit der heimischen Medienhäuser an.VÖZ-Präsident Rainer Nowak sah die drohende „Gefahr“: „Das Raubtier ist aber weniger der ORF, sondern sitzt tatsächlich in den Tech-Valleys und in China.“„Der öffentlich-rechtliche Auftrag muss definiert werden“„Der ORF soll das machen, was die anderen nicht machen“, warf „Kurier“-Geschäftsführer Richard Grasl ein und nahm damit auch gleichzeitig Medienminister Andreas Babler in die Pflicht. „Der öffentlich-rechtliche Auftrag muss definiert werden, wer führt ihn aus und wie wird er bezahlt?“, machte dazu Red-Bull-Medien-Boss Dietmar Otti seinen Punkt klar und nahm damit auf stärkere Zusammenarbeit zwischen dem Öffentlich-Rechtlichen und den privaten Medienhäusern Bezug.„Es liegt am Gesetzgeber, das zu regulieren“, brachte es „Krone“-CEO Clemens Schwaiger auf den Punkt, denn, wie Nowak einwarf: „Es verschwinden derzeit viele Jobs im Journalismus.“ Nachsatz: „Ich möchte nicht von Förderungen abhängig sein, und ich nehme an, alle anderen ebenso nicht.“Der Diskussion wohnten Medienmanager wie Hans Mahr, Markus Breitenecker, Michael Grabner und der designierte ORF-General Clemens Pig bei.
Medientage 2026 – Bestehen im Wettbewerb mit ORF und Tech-Giganten 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-09-23 18:42:53
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