Neue Entwicklung in der Causa um den früheren ORF-Generaldirektor Roland Weißmann: Jene Mitarbeiterin, die ihm sexuelle Belästigung vorgeworfen hatte, ist laut „Krone“-Informationen vom ORF vorerst freigestellt worden.
„In dieser Angelegenheit sind mehrere Verfahren gerichtsanhängig“, bestätigte der ORF der „Krone“. Allerdings wolle man „sich zu diesen nicht äußern, ebenso wenig zu den behördlichen Ermittlungen.“ Der ORF könne „aber versichern, dass alle neuen Informationen und Beweise einer rechtlichen Würdigung unterzogen werden.“ORF-Mitarbeiterin forderte Weißmann-RückzugAusgangspunkt der Causa waren die Vorwürfe einer ORF-Mitarbeiterin, die Weißmann Fehlverhalten ihr gegenüber vorwarf. Sie wandte sich im März mit Chats und Bildmaterial an den Stiftungsrat und forderte unter anderem Weißmanns Rückzug von der ORF-Spitze.Weißmann trat in der Folge tatsächlich zurück, den Vorwurf der sexuellen Belästigung bestritt er jedoch vehement. Der Compliance-Bericht des ORF stellte weder eine sexuelle Belästigung im strafrechtlichen Sinne noch eine solche im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes fest.Mehrere VerfahrenJetzt kämpft Weißmann in mehreren Strängen beim Arbeits- und Sozialgericht gegen seinen früheren Arbeitgeber. Es geht um hohe finanzielle Forderungen und Haftungsfragen. Gegen die jetzt freigestellte Mitarbeiterin wird wegen schwerer Erpressung ermittelt. Denn die Chatverläufe, die die Staatsanwaltschaft Wien ausgewertet haben, zeichnen ein anderes Bild der Beziehung, als die Frau vorher behauptet hatte. In dem Zwischenbericht heißt es: „Es ist nicht zu erkennen, dass die Frau eingeschüchtert wirkt.“Jetzt ist jedenfalls die Justiz an der Reihe, für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.
ORF greift durch – Weißmann-Affäre: „Kronzeugin“ freigestellt 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-10-13 13:47:15
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