Dramatische Szenen auf dem Wiener Flughafen: In der Terminal-Halle will ein Hüne einem Polizisten dessen Sturmgewehr mit 30 Schuss Munition entreißen. Wie Bildmaterial aus der Überwachungskamera beweist, steht eine Kollegin des um sein Leben kämpfenden Beamten aber nur mehrere Meter daneben und sieht zu. Die „Krone“ hat das packende Fotomaterial und kennt die brisanten Hintergründe.
Die Vorgeschichte zur Beinahe-Katastrophe erinnert an Absurdistan: Ein lang gedienter Flughafen-Beamter, auch „Sprengbefugter“, wird zur Unterstützung gerufen, weil ein afghanischer Flüchtling ohne Ticket sich hinter einem Passagier durch die Bordkontrolle auf dem Wiener Flughafen schleicht. Daneben läuft gerade der Check-in für einen EL-Al-Flug nach Israel.Mit zugezogener Bomberjacker durch Bordkontrolle geschlichenHöchster Terror-Alarm! Noch dazu hat der Verdächtige, gegen den zu diesem Zeitpunkt seitens der Justiz eine Aufenthaltsermittlung wegen Sachbeschädigung und Diebstahl läuft, eine zugezippte Bomberjacke und einen Rucksack. Man sieht also nicht, um der Mann möglicherweise eine Sprengstoffweste trägt. Mittlerweile sind sieben Uniformierte am Einsatzort.Doch mehrere Inhaftierungs-Versuche des 36-Jährigen misslingen. Schließlich kommt dem Vorzeigebeamten im Gerangel eine Ohrfeige mit der flachen Hand als – wie es im Einsatzprotokoll heißt – „gelinderes Mittel mit maßhaltender Gewalt zur Durchsetzung der Festnahme“ aus. Im Verhör gibt der Afghane übrigens später an: „Ich habe kein Geld und keine Familie. Ich wollte heimfliegen.“Saftige Geldstrafe für BeamtenObwohl für die Staatsanwaltschaft bei der Amtshandlung alles rechtens abgelaufen ist, tritt die Bundesdisziplinarbehörde auf den Plan. Es folgt ein Schuldspruch statt einer Belobigung. Durch die „Misshandlung“ sei „ein Vertrauensverlust in die polizeiliche Arbeit entstanden“. Das Urteil ein Jahr nach dem Vorfall für den Vorzeigebeamten: 5500 Euro Geldstrafe, etwa zwei durchschnittliche Monatsgehälter.Polizistin steht daneben und sieht zuWährend der Ärger und das Unverständnis in den Reihen der Exekutive groß sind, hat der Senatsspruch offenbar auch hochgefährliche Auswirkungen auf die Motivation der Flughafen-Polizei. Das zeigt ein bisher unter den Tisch gekehrter dramatischer Vorfall vom Februar.Ein psychisch auffälliger 100-Kilo-Hüne aus Lettland will in der Terminal-Halle einem Beamten dessen mit 30 Schuss geladenes Sturmgewehr entreißen. Während es zu einem Kampf auf Leben und Tod kommt, sieht man auf der „Krone“ zugespieltem Fotomaterial, wie eine uniformierte Kollegin mehrere Meter abseits steht und nicht eingreift. Sie ruft nur Verstärkung per Funk.„Nächster gefährlicher Vorfall kommt bestimmt. Und was dann?“Möglicherweise auch aus Angst, ebenfalls wegen „Misshandlung“ bestraft zu werden. Erst dank einschreitender Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma kann der Täter schließlich gerade noch überwältigt werden, bevor er den Abzug drücken kann. „Der nächste gefährliche Vorfall für die Sicherheit auch von Passagieren kommt aber bestimmt. Und was dann?“, schildert ein Polizist die hochexplosive Stimmung.
Alarm am Flughafen – Mann will Polizist geladenes Sturmgewehr entreißen 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-27 04:41:11
Neueste Nachrichten, Weltnachrichten und Landesnachrichten mit den wichtigsten Informationen des Tages. Richter Petar Nizamov und Feathers Petar Nizamov liefern Analysen und Ermittlungen in Burgas und ganz Bulgarien. Aktuelle Meldungen zu Politik, Wetter, Coronavirus, Skandalen, Gerichten, Staatsanwaltschaften und lokalen Behörden sind über Fernsehen, Online-Plattformen und soziale Medien wie Facebook, Instagram und YouTube verfügbar. Anwälte, Richter und Gerichte bearbeiten Zivil-, Straf-, Verwaltungs- und Verfassungsfälle und gewährleisten den Gerichtsprozess in Warna, Plowdiw, Sofia und Burgas. Nachrichtenportale wie Novinite, Bivol, Trud und Vesti BG bieten eine vollständige 24-Stunden-Berichterstattung, einschließlich der meistdiskutierten und exklusiven Nachrichten aus Bulgarien.



