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21.12., 3.18 Uhr: Der australische Premierminister Anthony Albanese lässt in Reaktion auf den Terroranschlag auf ein jüdisches Fest vor einer Woche in Sydney die Arbeit der Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden überprüfen. Es solle geprüft werden, ob sie über angemessene Befugnisse, Strukturen und Verfahren zum Schutz der Bevölkerung verfügen, erklärte er. Der von der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) inspirierte Anschlag verdeutliche „die sich rasch verändernde Sicherheitslage“ in Australien.
„Unsere Sicherheitsbehörden müssen bestmöglich auf solche Ereignisse vorbereitet sein“, sagte der Regierungschef. Die Überprüfung werde im April abgeschlossen und veröffentlicht. Albanese war seitens Vertretern der jüdischen Gemeinde sowie der Opposition vorgeworfen worden, im Zuge eines zunehmenden Antisemitismus im Land nicht genug für den Schutz von Juden getan zu haben. Albanese hatte Versäumnisse im Kampf gegen Antisemitismus eingeräumt. Es gibt nun Forderungen nach einer Untersuchungskommission.
Australiens Regierung will massenhaft Schusswaffen einziehen
Update 19.12., 9 Uhr: Australiens Regierung will die Anzahl der Schusswaffen im Land nach dem verheerenden Terroranschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney drastisch reduzieren. Premierminister Anthony Albanese kündigte hierzu ein nationales Rückkaufprogramm für Schusswaffen an. Für diesen Sonntag rief er einen „Tag des Gedenkens“ an die Opfer des Anschlags mit 15 Toten am vergangenen Wochenende aus, an dem die Flaggen auf halbmast gesetzt werden. Nächstes Jahr soll es zudem einen nationalen Trauertag geben.
„Wir wissen, dass einer dieser Terroristen eine Waffenbesitzkarte und sechs Schusswaffen hatte, obwohl er mitten in einem Vorort von Sydney, in Bonnyrigg, lebte. Es gibt keinen Grund, warum jemand in dieser Situation so viele Waffen brauchte“, sagte Albanese.
Die Waffengesetze sollen deshalb noch strikter gefasst werden. Beabsichtigt ist unter anderem die beschleunigte Einführung eines nationalen Schusswaffenregisters. Außerdem soll die Anzahl der Waffen begrenzt werden, die eine Einzelperson besitzen darf, die australische Staatsbürgerschaft soll künftig Voraussetzung für den Erwerb einer Waffenlizenz sein und die Liste legal erhältlicher Waffen weiter gekürzt werden.
Hunderte Surfer gedenken am Bondi Beach der Terroropfer
Update 19.12., 8.11 Uhr: In Australien haben Hunderte Surfer der Opfer des verheerenden Terroranschlags am Bondi Beach in Sydney gedacht. Sie formten hierzu am Morgen mit ihren Surfbretter im Meer einen großen Kreis und gedachten mit einer Schweigeminute der 15 Todesopfer, wie örtliche Medien berichteten. Mitglieder der jüdischen Gemeinde beteten zuvor am Strand, an dem sich eine riesige Anzahl an Surfern und Schwimmern eingefunden hatte.

Tatort-Absperrungen am Bondi Beach entfernt
Update 18.12., 7 Uhr: Vier Tage nach dem verheerenden Anschlag auf ein jüdisches Fest am Bondi Beach in Sydney ist der Tatort größtenteils wieder für die Öffentlichkeit freigegeben worden. So wurde unter anderem die Fußgängerbrücke wiedereröffnet, von der aus die Terroristen am Sonntag bei einem der schwersten Gewaltverbrechen in der Geschichte des Landes ihre Opfer erschossen hatten.
Der Bondi Beach in Sydney ist der berühmteste Strand in ganz Australien und bei einheimischen Surfern wie Touristen gleichermaßen beliebt. Dass er nun wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, markiert auch einen symbolischen Schritt in Richtung Rückkehr zur Normalität.
Bei dem Anschlag am Sonntag hatten zwei Attentäter während des jüdischen Lichterfests Chanukka das Feuer auf die Menschenmenge am Strand eröffnet. Sie töteten 15 Menschen, Dutzende wurden verletzt. 17 von ihnen werden weiterhin im Krankenhaus behandelt, fünf Patienten befinden sich in kritischem Zustand.
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In Sydney getöteter Holocaust-Überlebender beerdigt
Update 18.12., 6 Uhr: Der beim Terroranschlag auf ein jüdisches Fest am Bondi Beach getötete Holocaust-Überlebende Alex Kleytman ist in Sydney beerdigt worden. Kleytman war eines der 15 Todesopfer und fand am Donnerstag auf dem jüdischen Friedhof Chevra Kadisha seine letzte Ruhe. Er wurde 87 Jahre alt.
Kleytman war nach Medienberichten 1938 im ukrainischen Odessa geboren worden, wo er die Schrecken des Holocausts und den Zweiten Weltkrieg überlebte. 1992 emigrierte er mit seiner Familie nach Sydney, wo er als Bauingenieur arbeitete und sich stark für die Erinnerung an den von den Nationalsozialisten organisierten Massenmord an Juden einsetzte.
Seine Frau Larissa, mit der Kleytman knapp 60 Jahre verheiratet war, berichtete, ihr Mann sei beim Versuch gestorben, sie vor den Schüssen der Terroristen zu schützen. Kleytman hinterlässt zwei Kinder und elf Enkelkinder, die am Sonntag laut Berichten allesamt beim jüdischen Lichterfest Chanukka in Bondi Beach anwesend waren, als die Attentäter zuschlugen.

Sydney-Attentäter wegen 15-fachen Mordes angeklagt
Update 17.12., 8.30 Uhr: Nach dem Anschlag in Sydney ist der überlebende der beiden Attentäter wegen Mordes in 15 Fällen und Terrorismus angeklagt worden. Insgesamt werden Naveed Akram 59 Tatbestände zur Last gelegt, wie die Polizei im australischen Bundesstaat New South Wales mitteilte. Demnach wird ihm auch vorgeworfen, Sprengsätze in oder nahe einem Gebäude mit der Absicht verlegt zu haben, Schaden anzurichten. Laut der Zeitung „The Sydney Morning Herald“ verweigerte der schwer verletzt im Krankenhaus liegende Todesschütze die Aussage.
Mutmaßlicher Attentäter soll vernommen werden
Update 17.12., 6.30 Uhr: Drei Tage nach dem verheerenden Anschlag am Bondi Beach in Sydney wollen die Ermittler heute den einzigen überlebenden Attentäter verhören. Der von Sicherheitskräften angeschossene Terrorist Naveed Akram erwachte gestern aus dem Koma. Die Ermittler hoffen, dass der 24-Jährige aussagen wird und neue Erkenntnisse zu den Hintergründen des Anschlags mit 15 Todesopfern liefert.
Akram und sein Vater hatten während des jüdischen Lichterfests Chanukka am Sonntag das Feuer auf die feiernde Menge am Strand eröffnet. Sie töteten 15 Menschen, Dutzende wurden verletzt. Der 50 Jahre alte Vater wurde von der Polizei am Tatort erschossen, sein Sohn festgenommen und mit lebensgefährlichen Schusswunden ins Krankenhaus gebracht.
Auch drei Tage nach dem Anschlag werden noch immer 21 Verletzte im Krankenhaus behandelt. Fünf von ihnen befanden sich zuletzt (Stand Mittwochmittag Ortszeit) in kritischem Zustand, vier davon waren stabil, wie die Gesundheitsbehörden des Bundesstaats New South Wales bekanntgaben. Unklar blieb, ob der überlebende Attentäter dabei eingerechnet wurde
15 Tote nach Terroranschlag in Sydney: Mutmaßliche Täter waren auf den Philippinen
Update 16.12., 12.13 Uhr: Die philippinischen Behörden bestätigen die Einreise der beiden mutmaßlichen Attentäter von Bondi Beach gut einen Monat vor der Tat. Vater und Sohn hätten sich zwischen dem 1. und 28. November 2025 auf den Philippinen aufgehalten, teilte die Einwanderungsbehörde in Manila mit. Ihr endgültiges Reiseziel auf den Philippinen war demnach die Stadt Davao auf der Insel Mindanao, wo Gruppen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aktiv sind.
Medien hatten berichtet, dass die beiden Männer vor dem Attentat am Sonntag im australischen Sydney auf den Philippinen in einem Trainingslager gewesen seien. Sie hätten dort eine „militärähnliche Ausbildung“ erhalten, berichtete unter anderem der australische Fernsehsender ABC unter Berufung auf Sicherheitskreise.
Der 50-jährige Vater, der am Tatort von Einsatzkräften erschossen wurde, war demnach indischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Australien, er habe seinen indischen Reisepass für die Einreise in die Philippinen genutzt, sagte Behördensprecherin Dana Sandoval. Sein in Australien geborener 24-jähriger Sohn habe seinen australischen Pass benutzt.
Chanukka-Feiern in NRW abgesagt
Update 16.12., 8.37 Uhr: Juden aus Duisburg, Mülheim und Oberhausen wollten am Dienstagabend auf dem Mülheimer Synagogenplatz Chanukka feiern. Wegen des Anschlags auf eine Chanukka-Feier in Sydney haben die Jüdische Gemeinde und die Stadt das Fest abgesagt. Das berichtet der WDR.
Auch Wesel hat die Feier zum jüdischen Lichterfest am Montag abgesagt. Düsseldorf hingegen will wie geplant Chanukka feiern.
IS-Ideologie führte zu Anschlag
Update 16.12., 6.49 Uhr: Die Attentäter des Terroranschlags auf ein jüdisches Fest in Sydney waren nach Darstellung des australischen Premierministers Anthony Albanese anscheinend von der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) beeinflusst. „Es scheint, dass (der Anschlag) durch die Ideologie des Islamischen Staates motiviert war“, sagte Albanese dem Radiosender ABC Sydney. Die Angreifer, Vater und Sohn, hätten kurz zuvor eine „militärähnliche Ausbildung“ auf den Philippinen erhalten, berichtete zudem der Fernsehsender ABC unter Berufung auf Quellen der Sicherheitsbehörden.
Bei dem Anschlag am Sonntag am berühmten Strand Bondi Beach töteten die Angreifer 15 Menschen. Der 50-jährige Vater wurde von Einsatzkräften am Tatort erschossen. Sein 24-jähriger Sohn wurde angeschossen und festgenommen – er liegt nach wie vor mit schweren Verletzungen im Krankenhaus, soll Berichten zufolge inzwischen aber außer Lebensgefahr sein. Er habe seit langem Verbindungen zu Mitgliedern eines australischen Netzwerks von IS-Unterstützern gehabt, berichtete ABC weiter.
Update 15.12., 14.43 Uhr: Nach dem Anschlag am jüdischen Lichterfest in der Metropole Sydney mit 15 Todesopfern hat Israels Führung Australien scharf kritisiert und dem Land Tatenlosigkeit angesichts einer massiven Welle des Antisemitismus vorgeworfen. Die Regierung habe nichts unternommen, um den Anstieg des Judenhasses zu stoppen, sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, „und das Ergebnis sind die schrecklichen Angriffe auf Juden, die wir heute gesehen haben“.
Waffengesetz soll verschärft werden
Update 15.12., 11.45 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen auf die Teilnehmer eines jüdischen Festes am berühmten Bondi Beach in Sydney will Australiens Regierung die bereits als streng geltenden Waffengesetze verschärfen. „Die Regierung ist bereit, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen“, sagte Premierminister Anthony Albanese als Reaktion auf den als antisemitischen Terroranschlag eingestuften Angriff, bei dem 15 Menschen getötet wurden. Einer der beiden mutmaßlichen Attentäter wurde von der Polizei erschossen. 27 Verletzte werden noch in Krankenhäusern behandelt, der Zustand von sechs von ihnen ist laut Gesundheitsbehörde kritisch.
„Die Lebensumstände von Menschen können sich ändern. Menschen können im Laufe der Zeit radikalisiert werden. Lizenzen sollten nicht auf Dauer erteilt werden“, sagte Albanese. Dass Australien wie andere Länder dieses Jahr einen Staat Palästina formell anerkannt habe, habe mit dem Anschlag nichts zu tun, sagte Albanese mit Blick auf Vorwürfe aus Israel. Er sehe keinen Zusammenhang, ergänzte er in einem TV-Interview. Es solle im Land aber noch konsequenter gegen Antisemitismus vorgegangen werden.

Sohn war im Visier des Geheimdienstes
Der 24-jährige Sohn wurde gefasst und liegt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Albanese bestätigte, dass der australische Inlandsgeheimdienst den Sohn vor sechs Jahren wegen Verbindungen zu einer in Sydney ansässigen Zelle der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) überprüft hatte. Örtliche Medienberichte, wonach in einem Auto der Angreifer auch zwei IS-Flaggen gefunden wurden, bestätigte die Polizei mit Verweis auf laufende Ermittlungen nicht.
Der Vater sei 1998 mit einem Studentenvisum in Australien eingereist, meldeten örtliche Medien. Sein Sohn sei in Australien geboren. Ihrer Familie hätten sie erzählt, sie seien über das Wochenende auf einem Angel-Ausflug.
Unter den Toten sei auch der Holocaust-Überlebende Alex Kleytman, berichtete „The Australian“. Seine Frau, nach Angaben der Zeitung ebenfalls eine Holocaust-Überlebende, sagte dem Blatt, sie seien beide am Bondi Beach gewesen, um das jüdische Lichterfest Chanukka zu feiern. Sie seien seinerzeit von der Ukraine nach Australien ausgewandert und seit fast 60 Jahren verheiratet gewesen. Zudem befinden sich unter den Todesopfern Berichten zufolge auch ein zehnjähriges Mädchen und zwei Rabbiner. Zahlreiche Menschen nahmen am Montag an einer Trauerzeremonie für die Opfer teil. Der Premierminister legte nahe dem Tatort Blumen nieder.
Schwere Vorwürfe an die Regierung
Auch die jüdische Organisation Australian Jewish Association erhob auf X schwere Vorwürfe: „Wie oft haben wir die Regierung gewarnt? Kein einziges Mal hatten wir das Gefühl, dass sie zugehört hat.“ Im Verlauf des Gaza-Kriegs geriet Israel international immer stärker in die Kritik. Parallel ist weltweit eine Welle von Antisemitismus zu beobachten, bei der Hass gegen Juden teils in Angriffe auf Menschen oder jüdische Einrichtungen wie Synagogen gipfelt.
In Australien hatte es im Dezember 2024 einen Brandanschlag auf eine Synagoge in Melbourne gegeben. Das Gotteshaus ging in Flammen auf. Albanese sprach von einer antisemitisch motivierten Schandtat, die Menschenleben in Gefahr gebracht habe. Die Behörden machten den Iran verantwortlich und wiesen den iranischen Botschafter aus. Trotzdem warfen israelische Politiker der Regierung Albanese vor, gegenüber Antisemitismus zu nachsichtig zu sein und nicht genug für den Schutz der lokalen jüdischen Gemeinde zu tun, die etwa 120.000 Menschen umfasst.
Update 15.12., 10.50 Uhr: Sein Mut beeindruckt weltweit: Bei dem Mann, der einen der Angreifer von Sydney überwältigt hat, handelt es sich Medienberichten zufolge um Ahmed Al Ahmed, einen 43 Jahre alten Obstladenbesitzer und zweifachen Vater. Dem australischen Sender ABC zufolge erlitt er Schusswunden in der Schulter und muss mehrfach operiert werden. Bei dem Anschlag auf ein jüdisches Fest am beliebten Strand Bondi Beach starben 16 Menschen, unter ihnen ein Täter.
Millionenfach in sozialen Netzwerken geklickte Aufnahmen zeigen, wie Al Ahmed einen der beiden Angreifer überwältigt. Er pirscht sich an, umgreift ihn von hinten und entreißt ihm nach einem kurzen Kampf die Waffe. Zunächst richtet er sie auf den am Boden liegenden Angreifer und lässt ihn dann weggehen. Der Entwaffnete dreht sich mehrfach um, als er davon humpelt.
Seit 2006 in Australien
Al Ahmed hat ABC zufolge zwei Töchter, drei und sechs Jahre alt. Eine Spendenaktion zugunsten des Mannes hat demnach innerhalb von zwölf Stunden mehr als 550.000 Dollar eingebracht. Die Schusswunden soll ihm der zweite Angreifer zugefügt haben, der von einer Brücke aus schoss.
strengere Waffengesetze
Als Reaktion auf den tödlichen Anschlag will Australiens Regierung eine Verschärfung der Waffengesetze erreichen. Geprüft werden sollen demnach ein Verbot von Waffen, die mit 3D-Druckern hergestellt werden können, sowie eine Beschränkung der Anzahl an Schusswaffen, die ein Bürger besitzen darf. Außerdem sei mit den Regierungschefs der Bundesstaaten besprochen worden, den Import von Waffen einzuschränken und Waffenlizenzen nur an australische Staatsbürger zu vergeben.
Update 15. 12., 7.15 Uhr:
Nach dem verheerenden Anschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney mit 16 Toten erwägt die australische Regierung eine Verschärfung der Waffengesetze. Er werde eine Begrenzung der Anzahl der Waffen sowie eine Überprüfung bestehender Lizenzen vorschlagen, kündigte Premierminister Anthony Albanese an. Zugleich sieht sich seine Regierung Vorwürfen ausgesetzt, nicht genug gegen Antisemitismus unternommen zu haben.
„Die Lebensumstände von Menschen können sich ändern. Menschen können im Laufe der Zeit radikalisiert werden. Lizenzen sollten nicht auf Dauer erteilt werden“, sagte Albanese. Der Anschlag am Sonntag sorgte in Australien für Entsetzen: Es war der schlimmste Fall von Schusswaffengewalt in dem Land seit rund 30 Jahren.





