Dem gestrandeten Wal „Timmy“ geht es unverändert schlecht. Auch die Sorge um eine Tierärztin, die bei der Rettungsaktion im Einsatz war, wächst. Sie wurde am Montag ins Krankenhaus gebracht und liegt im Koma. „Mir ist zum Weinen zumute“, brachte es Minister Till Backhaus auf den Punkt.
„Ich bete zum lieben Herrgott, dass sie es schafft“, sagte Backhaus am Mittwoch sichtlich bewegt. Die Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert musste am Montag mit dem Hubschrauber wegen „Kreislaufsymptomen, Schlaganfall-Auffälligkeiten“ ins Krankenhaus gebracht werden, wie Mitinitiatorin der Wal-Rettungsinitiative, Karin Walter-Mommert, im Sender NDR erklärte. Nach einer Notoperation befindet sie sich im Koma.Ihm „kribbelt es im Rücken“, wenn er darüber rede, sagte Backhaus bei einer Pressekonferenz. Der anwesenden Tierärztin Kerstin Tönnies kamen die Tränen, als der Minister den Gesundheitszustand ihrer Kollegin ansprach. „Mir ist auch zum Weinen zumute“, versicherte Backhaus. Eine andere Tierärztin, Jenna Wallace, erklärte auf Instagram, ihr Herz sei bei der kranken Kollegin und ihrer Familie.Tierärztin Wallace veröffentlichte Bilder ihrer erkrankten Kollegin:Ohne schnelle Hilfe „hätte sie es nicht geschafft“Backhaus verdeutlichte nocheinmal, wie ernst der Gesundheitszustand von Bahr-van Gemmert ist: „Wenn die DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) nicht hier gewesen wäre, wenn der Hubschrauber hier nicht hergekommen wäre, hätte sie es nicht geschafft.“ Er hoffe jetzt, dass die Tierärztin überlebe. Der Minister erzählte, er habe mehrfach mit Bahr-van Gemmert gesprochen, teilweise soll der Ton auch schärfer gewesen sein. „Sie hat sich hier den Arsch aufgerissen für das Tier“, sagte er.Bronzefigur für „Timmy“ im GesprächTrotz der Sorge um die Tierärztin betonte Backhaus noch einmal, wie wichtig ihm „Timmy“ sei. Er kann sich sogar ein Denkmal für den Meeressäuger vorstellen. Es sei möglich, „dass wir eine Bronzefigur irgendwann hinstellen.“ Diese soll eine „Mahnung für die Menschen“ sein. Backhaus zeigte sich davon überzeugt, dass „Timmy“ inzwischen eine enorme Symbolkraft entwickelt hat. „Ich kann mir vorstellen, dass das in die Geschichte unseres Landes eingeht“, meinte er. Initiative feilt an neuem KonzeptAktuell überarbeitet die Initiave das Konzept zur Rettung von „Timmy“. „Ich gehe davon aus, dass an weiteren Maßnahmen mit Hochdruck gearbeitet wird“, meinte Backhaus. Denn die Idee, „Timmy“ mithilfe von Luftkissen anzuheben, „ist in der Form so nicht mehr weiterzuführen.“ Der Wal sei „nun mal ein lebender Organismus, und der hat gezeigt, dass er schwimmen will.“ Backhaus hält es aber für eine gute Idee, dass der Wal mit riesigen Sandsäcken, sogenannten Big-Packs, gesichert wird. Diese sollen verhindern, dass „Timmy“ in noch seichteres Wasser rutscht. Er habe diese Maßnahme innerhalb von zehn Minuten genehmigt. Der Meeressäuger sei auch „minimal invasiv“ umspült worden. „Der Wal musste stabilisiert werden, sonst wäre er vielleicht sogar umgekippt“, erklärte Backhaus.
Bei Walrettung dabei – Sorge um Tierärztin: „Bete, dass sie es schafft“ 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-22 18:26:48
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