Eine Epoche geht zu Ende: Ungarns scheidender rechtsnationaler Premier Viktor Orbán hat am Samstag nach der Sitzung des Vorstandes seiner Fidesz-Partei auf Facebook angekündigt, sein Parlamentsmandat zurückzulegen.
Nach der schweren Niederlage bei den Parlamentswahlen am 12. April, die sein Herausforderer Péter Magyar von der TISZA-Partei mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit für sich entschieden hatte, zieht Orbán nun die Konsequenzen. Für ihn bestehe aktuell keine Notwendigkeit, im Parlament präsent zu sein, betonte er. Vielmehr müsse er sich der Neustrukturierung „der ungarischen nationalen Seite“ widmen. Seine Tätigkeit als Fidesz-Vorsitzender will Orbán fortsetzen, sollte ihm der Kongress im Juni das Vertrauen aussprechen.Weiter wies der scheidende Premier darauf hin, dass die am Montag zu gründende Fidesz-Parlamentsfraktion grundlegend umstrukturiert werde. Die neue Fraktion soll vom bisherigen Kanzleiminister Gergely Gulyás geleitet werden. Auch der scheidende stellvertretende Ministerpräsident Zsolt Semjén vom Bündnispartner Christdemokraten (KDNP) verzichtet auf sein Parlamentsmandat, berichtete das Onlineportal „24.hu“.Magyar stichelt: „Nicht kritikfähig“Mit scharfen Worten reagierte der inzwischen designierte Premier Péter Magyar auf Facebook auf den Mandatsverzicht von Orbán. Orbán sei offenbar auch weiterhin nicht fähig, Verantwortung zu übernehmen, stichelte er.
Es brodelt gewaltig – Gefallener Orbán zieht sich aus der Politik zurück 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-25 19:33:42
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