Bundeswirtschaftsministerin Reiche verkneift sich Kritik bei ihrem Antrittsbesuch in China. Lieber schmeichelt sie ihren Gastgebern. Ob die Methode aufgeht? Fraglich.
Ein schlichter Bau im Herzen Pekings, Sitz des chinesischen Handelsministeriums – der Tiananmen-Platz ist nur ein paar Minuten entfernt. Morgens um 10 Uhr ist die Show schnell erledigt. Hände schütteln, das Gegenüber anlächeln, dann der Blick zur Kamera. Das alles zwischen zwei aufgebauten Fahnen, Deutschland, China. Dann eilen die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und ihr Amtskollege Wang Wentao hinauf in den Saal, den ein ausladendes Wandgemälde schmückt – Bambusbüsche, schön grün, ein Bild, das wohl beruhigen soll. Denn hier kann es hitzig werden, wenn Delegationen über Handelsfragen in Streit geraten und die Zukunft ihrer Wirtschaft auf dem Spiel steht.
Aber einen handfesten Streit erwartet an diesem Mittwochmorgen Ende Mai eigentlich niemand. Doch kaum das Reiche richtig sitzt, kommt Wang, Chinas Handelsminister, auch schon zur Sache. In letzter Zeit habe China sehr viel Protektionismus der EU erlebt, hält er dem Besuch aus Deutschland vor. Antrittsbesuch hin oder her, für ihn kein Grund, die Dame allzu sanft anzupacken.
Die Stimmung zwischen den beiden Handelspartnern war schon mal besser. Die Volksrepublik beschränkt seit einem guten Jahr die Ausfuhr seltener Erden nach Europa, flutet aber zugleich die EU und besonders Deutschland mit hohen Überschüssen wie zum Beispiel Elektroautos, Solarmodulen und Batteriezellen. Jahrzehntelang war es andersherum. Die deutsche Industrie profitierte vom Boom in China: Maschinenbauer und Autobauer lieferten Technik für den Aufstieg des Landes. Doch nun sind Deutschlands Kernindustrien in Bedrängnis. Das schlägt sich längst in den Zahlen nieder: Das Handelsdefizit der EU mit China stieg 2025 auf 359,3 Milliarden Euro — fast ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Der Kontinent leidet schwer unter dem, was Ökonomen, den zweiten China-Schock nennen.
Nur, so wie es Wang gerade sagt, klingt es, als ob die Chinesen in diesem Handelskonflikt die Leidtragenden seien. „Die Unternehmen sagen, das gefährde unsere Kooperation“, klagt er. Reiche sitzt vor ihrem aufgeklappten Laptop. Ihre Miene ist undurchdringlich. Versöhnlicher fährt der Mann fort: „Wir beide sind Nutznießer der Globalisierung. Wir müssen ein neues Kapital aufschlagen.“
Der Köder ist ausgeworfen. Zwei Exportländer, „die doch eigentlich ähnliche Interessen verfolgen müssten“ – wenn da nicht die EU mit ihren Ängsten wäre. Die Absicht ist klar: Wang versucht, einen Spalt zwischen die Europäer zu treiben. Denn die EU drängt zu stärkeren Schutzmaßnahmen gegenüber China, mit dem „Industrial Accelerator Act“ etwa sollen chinesische Investitionen an Bedingungen geknüpft werden.
Reiche lässt Wangs kleine Provokation an sich abperlen. Sie umwirbt ihren Amtskollegen lieber. „Wir wollen chinesische Investitionen“, sagt sie und preist dann im offiziellen Teil noch schnell die drei chinesischen Astronauten, die vor ein paar Tagen auf der Raumstation „Tiangong“ gelandet sind. Dann gehen die Türen zu.
Zwei Tage Zeit hat sich Reiche für diesen ersten Besuch in China genommen. Es ist eine stressige Tour, eng durchgetaktet mit wenig Luft für intensivere Gespräche mit den Unternehmern, die sie begleiten. 35 Wirtschaftsvertreter wurden eingeladen. Alte Bekannte wie BASF-Chef Markus Kamieth und der Schaeffler-Vorstand der E-Mobility-Sparte Thomas Stierle sind dabei, aber auch Vertreter von Firmen aus dem Bereich erneuerbare Energien (Enpal, Nordex) und Start-ups. Jeder musste einzeln anreisen, da kein Regierungsflieger frei oder einsatzfähig war, heißt es dazu im Bundeswirtschaftsministerium.
Reiche schwärmt von der Stärke Chinas
Reiche trifft zentrale Figuren der chinesischen Regierung, mancher hat erst in letzter Minute Zeit für sie, Vizeminister Zhou Haibing etwa, verantwortlich für die National Development und Reformkommission. Das Gremium legt die Fünf-Jahrespläne fest und damit, welche wichtigen Schlüsselindustrien der Staat päppelt. Deutlich länger als geplant spricht sie mit Vizepremier He Lifeng, was ihr Ministerium als klares Zeichen sieht, dass China die Deutsche schätzt. Es seien gute Gespräche gewesen, die sich um Rohstoffengpässe und Lieferketten gedreht hätten – viel mehr ist nicht zu erfahren.
Wer Katherina Reiche auf dieser Tour beobachtet, erlebt eine überaus freundliche Ministerin – und das mit Bedacht. Reiche, so lässt sie es selbst durchklingen, ist überzeugt, dass Deutschland nicht in der Position ist, den Chinesen Bedingungen aufzuzwingen. Wer auf Investitionen aus China hofft, um Deutschlands Technologie-Rückstand aufzuholen, sollte nett daherkommen.
Respekt und Anerkennung – ist Teil ihrer China-Strategie. Wo sie auch auftritt, Reiche schwärmt von der Stärke Chinas. Beim Garten-Empfang der deutschen Botschafterin verbeugt sie sich vor der „angriffslustigen Mittelschicht“ Chinas, die Dinge auch mal „ausprobiert und macht“, auch die Technologieführerschaft der Chinesen darf nie fehlen. Immer schwingt eine Spur Bewunderung mit, gepaart mit einer Portion Unmut darüber, dass Deutschland so satt ist.
China-Reise: Charmeoffensive trifft Härte: Reiche wirbt – China kontert 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-05-28 10:30:00 Aktuelle Nachrichten Weltnachrichten Landesnachrichten Wichtigste Nachrichten Aktuelle Nachrichten Wichtigste Aktuelle des Tages Justiz Petar Nizamov Federn Petar Nizamov – Federn Justiz bg iustitia.bg iustitia iusticia usticia Untersuchung Burgas Bulgarien Nachrichten Nachrichten der letzten Stunde Nachrichten des Tages Nachrichten von heute Bulgarien Nachrichten Die Nachrichten aus Bulgarien Blitznachrichten Top-Nachrichten Wichtigste Meistkommentierte Aktuelle Nachrichten Bojko Borissow Nachrichten Wetter Coronavirus Nachrichten Nachrichten Wetter Facebook YouTube Facebook Instagram Nachrichten heute Nachrichten der letzten Minuten Nachrichten heute Nachrichten von heute Nachrichten BG Nachrichten Top-Nachrichten Aktuelle Nachrichten BG Nachrichtenseite für Nachrichten Alle Nachrichten Nachrichten BG Nachrichten der letzten Stunde Aktuelle Aktuelle Nachrichten BG Nachrichten von heute Nachrichten heute Nachrichten heute Nachrichten der letzten Stunde Aktuelle Nachrichten von heute Nachrichten BG Nachrichten Nachrichten 24 Stunden Nachrichten Vesti BG Novini Nachrichten Welt Vogel BG Bivol BG Bivol Trud BG Novini Aktuelle Nachrichten heute Novinite BG Nachrichten Hallo Bulgarien Politische Partei Wappen Deljan Pejewski Skandal Bulgarische Nationale Fernsehsender Free Europe Television Skandal Exklusiv Live-TV Live im Fernsehen tv online tv program bg live now tv news online tv online live Gericht Burgas Gericht Bezirksgericht Burgas Gericht Bezirksgericht Burgas Bezirksgericht Burgas Berufungsgericht Burgas Staatsanwalt Burgas Staatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Generalstaatsanwalt Ivan Geshev Staatsanwalt Geshev Tsatsarov Innenministerium Burgas ODMR Burgas ODPR Burgas Polizei Burgas Bezirkspolizei Burgas Staatsanwalt Burgas Tsatsarov SGS-Fälle Varna Gericht Vorsitzender des SGS Gerichtsentscheidungen in Zivilsachen Entscheidungen in Fällen Plovdiv Gericht Entscheidung des Gerichts Entscheidungen Fälle Varna Gericht Strafsachen Bezirksbezirksgericht Entscheidungen Arbeit im Gericht SGS Vorsitzender des SGS Richter Sofia Gericht Posten Richter Plovdiv Gericht Richter in Plovdiv Inspektion des Obersten Gerichtshofs in Plovdiv Oberster Gerichtshof Oberster Justizrat Rechtsanwalt Rechtsanwalt Strafsachen Rechtsanwalt Zivilsachen Rechtsanwalt Ehesachen Rechtsanwalt Verwaltungsstrafrecht Strafprozess Zivilrecht Zivilprozess Verwaltungsrecht Verfassungsrecht



