Trotz mehrerer Kontrollen auf Baustellen, im Gastgewerbe oder im Dienstleistungssektor, aber auch bei Fahrzeug- oder Personenkontrollen, seien erfreulicherweise keine Widerhandlungen gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz (AIG) festgestellt worden.
Die Straftaten im Betäubungsmittelbereich (BetmG) stiegen auf 6 Delikte an (plus 500 Prozent), was aufgrund der geringen Fallzahlen jedoch statistisch wenig aussagekräftig ist. Die Verstösse gegen die übrigen Bundesgesetze beliefen sich auf 46 Fälle (plus 21 Prozent). Erneut hatte sich die Kantonspolizei mit mehreren Staatsverweigerern zu befassen, was statistisch nicht erfasst wird, aber einen hohen Aufwand verursachte. Allgemein seien in den Bereichen des BetmG, des AIG sowie der übrigen Bundesnebengesetze keine Auffälligkeiten festzustellen.
Gewaltstraftaten
In der Kategorie Gewaltstraftaten wurden im Jahr 2025 52 Fälle registriert. Das entspricht laut Mitteilung einer Zunahme von 58 Prozent. Bei den schweren Gewaltdelikten, zu denen namentlich Tötungsdelikte, schwere Körperverletzungen, Vergewaltigungen und qualifizierte Raubdelikte zählen, wurde lediglich ein einzelner Fall registriert. Die angewandte minderschwere Gewalt, zu der einfache Körperverletzungen, Tätlichkeiten, Raufhandel, Angriff, Raub, Nötigung, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte usw. gehören, habe im Jahr 2025 um 41 Prozent auf insgesamt 40 Straftaten zugenommen.
Ein bedauernswerter Trend habe sich im vergangenen Jahr bei den Delikten von Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte gezeigt, mit einer starken Zunahme von 2 Fällen im Jahr 2024 auf 16 Fälle im Jahr 2025. Die angedrohte minderschwere Gewalt (Drohungen und Erpressungen) verzeichnete ebenfalls eine Zunahme um 10 Prozent auf insgesamt 11 Delikte.
Häusliche Gewalt
Im Bereich der häuslichen Gewalt zeigte sich im Jahr 2025 eine deutliche Entspannung: Die registrierten Straftatbestände gingen um 56 Prozent auf 7 Fälle zurück, wobei es sich um 5 polizeiliche Interventionen handelte. In 3 weiteren Einsätzen im häuslichen Umfeld musste die Polizei ebenfalls ausrücken, jedoch wurden dabei keine strafbaren Handlungen festgestellt.
Straftaten gegen die sexuelle Integrität
Die Straftaten gegen die sexuelle Integrität nahmen um 125 Prozent auf insgesamt 9 Fälle zu. Mehr als die Hälfte davon (5 Delikte) entfielen auf den Straftatbestand der Pornografie nach Art. 197 StGB.
Vermögensdelikte
Die Gesamtzahl der Vermögensdelikte zeigte im Jahr 2025 einen leicht abnehmenden Trend und sank von 302 auf 284 Delikte (minus 6 Prozent). Besonders erfreulich sei die Abnahme der Einbruchdiebstähle von 32 auf 16 Fälle (minus 50 Prozent) und der deutliche Rückgang der Fahrzeugdiebstähle von 74 auf 27 Fälle (minus 64 Prozent).
Ein markanter Anstieg wurde hingegen im Bereich der Konkurs- und Betreibungsdelikte (Art. 163 bis 171 StGB) festgestellt. Aufgrund einer Gesetzesänderung, die am 1. Januar 2025 in Kraft trat, erhöhte sich die Zahl dieser Delikte von 3 im Jahr 2024 auf 30 im Jahr 2025, was einer Zunahme von 900 Prozent entspricht und zu einem erheblichen Mehraufwand für die Kantonspolizei führte.
Cybercrime
Die Cybercrime-Delikte nahmen im Jahr 2025 weiter zu und erreichten 137 Fälle, was einer Zunahme von 20 Prozent gegenüber den 114 Fällen im Jahr 2024 entspreche. Cybercrime umfasse Straftaten, die im digitalen Raum begangen werden und sich durch die Kombination von Straftat und Tatvorgehen definieren. Aktuell werden 40 verschiedene Tatvorgehen unterschieden, eingeteilt in die fünf Bereiche Cyber-Wirtschaftskriminalität, Cyber-Sexualdelikte, Cyber-Rufschädigung und unlauteres Verhalten, Darknet sowie andere Tatvorgehen.
Der Anteil der Cyberdelikte an allen Straftaten nach StGB beträgt im Jahr 2025 rund 22 Prozent, womit jedes fünfte Delikt ein Cyberdelikt darstellt, wie die Kantonspolizei mitteilt. Besonders häufig waren Straftaten im Bereich Betrug (61 Fälle) sowie Geldwäscherei (44 Fälle). Trotz zahlreicher Präventionskampagnen hält der seit Jahren steigende Trend weiterhin an, heisst es abschliessend.
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Cybercrime-Delikte machen 22 Prozent aus 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-03-23 17:17:00
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