Der abgewählte ungarische Premier Viktor Orbán und seine Vertrauten sollen Milliarden verschieben und sich ins Ausland absetzen. Teilweise mit Privatjets von Wien aus. In Straßburg, wo diese Woche das EU-Parlament tagt, fordern viele, dass nun die europäischen Behörden tätig werden.
Orbán und sein innerer Kreis, darunter Jugendfreunde und Verwandte, sollen enorme Vermögen angehäuft haben. So soll Orbáns Schwiegersohn István Tiborcz durch umstrittene Geschäfte und öffentliche Aufträge, oft im Zusammenhang mit EU-Geldern, viele Millionen verdient haben. Seine Firma war unter anderem an der LED-Umstellung der Straßenbeleuchtung in vielen Städten beteiligt, was zu Bereicherungsvorwürfen führte.Mehrere Oligarchenfamilien haben das Land verlassen„Oligarchen aus Orbáns Umfeld transferieren Dutzende Milliarden Forint in die Vereinigten Arabischen Emirate, die USA, Uruguay und andere ferne Länder“, sagt Magyar. Mehrere Oligarchenfamilien hätten bereits das Land verlassen, ihre Kinder von der Schule abgemeldet und vertrauenswürdige Sicherheitskräfte für die Abreise organisiert. Die „Krone“ hat berichtet.Einige Flüge nach Übersee sollen auch über Wien erfolgt sein. Der britische „Guardian“ berichtet, dass mit ungarischen Reichtümern beladene Privatjets unentwegt von Wien aus in die Welt starteten. Der EU-Abgeordnete der NEOS, Helmut Brandstätter, verlangt im Gespräch mit österreichischen Journalisten in Straßburg Aufklärung. Er erinnert an die Aussagen von FPÖ-Chef Herbert Kickl, der gemeint hatte: „Machen wir es wie Orbán.“Orbán soll längeren Aufenthalt in den USA planenMagyar forderte Ungarns Strafverfolgungsbehörden dazu auf, „die Kriminellen festzunehmen“ und „ihre Flucht“ in Länder zu verhindern, in denen eine Auslieferung unwahrscheinlich sei. Nach 36 Jahren verzichtet Orbán auf seinen Parlamentssitz. Es wird gemutmaßt, dass er sich ins Ausland absetzen will. Es soll zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft am 11. Juni ein Flug in die USA geplant sein. Sein Schwiegersohn soll schon seit Längerem dort leben.ÖVP-Delegationsleiter Reinhold Lopatka hofft auf juristische Aufklärung und verweist darauf, dass die EU gerade mit den Golfstaaten über Kooperationen in der Strafverfolgung verhandelt. Er zeigt sich zuversichtlich, dass man etwaige Korruption in Ungarn aufdecken und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen werde.„Ungarn war ein Zentrum für zwielichtige Gestalten“, sagt SPÖ-Delegationsleiter Andreas Schieder. „Wenn man einen Stein hebt, fliegen die Motten in alle Richtungen.“ Die Nebel würden sich noch lichten, aber „das wird uns noch sehr ärgern“, so Schieder. Er habe sich als Sozialdemokrat noch nie so über den Wahlsieg eines Rechtskonservativen wie von Magyar gefreut.
Exodus aus Ungarn – EU will Orbán und Freunde zur Rechenschaft ziehen 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-28 10:48:17
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