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Filmfestspiele: Tuttle: Will „in vollem Vertrauen“ Berlinale-Chefin bleiben 2026

Юстиция Иванова by Юстиция Иванова
март 2, 2026
in 2025 Nachrichten, Analysen, Deutschland heute | Die Nachrichten aus Deutschland, Deutschland heute | Nachrichten aus Deutschland und Österreich, Untersuchungen
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Filmfestspiele: Tuttle: Will "in vollem Vertrauen" Berlinale-Chefin bleiben 2026

Filmfestspiele: Tuttle: Will "in vollem Vertrauen" Berlinale Chefin bleiben

Nach politischen Kontroversen wird lebhaft über die Zukunft der Berlinale diskutiert – und die ihrer Chefin. Im Interview erklärt Tricia Tuttle, wieso sie im Amt bleiben will.

Wie geht es weiter bei der Berlinale? Nach heftigen Debatten über das Filmfestival ist auch über die Zukunft von Intendantin Tricia Tuttle diskutiert worden. Nun äußert sich die Berlinale-Chefin erstmals dazu.

Frage: Frau Tuttle, wollen Sie die Berlinale noch leiten?

Antwort: Ja. Ich bin sehr stolz auf mein Team und das Festival und möchte die gemeinsam begonnene Arbeit in vollem Vertrauen und mit institutioneller Unabhängigkeit fortsetzen.

Die 76. Berlinale war in vielerlei Hinsicht stark. Der EFM (Anm.: European Film Market) florierte. Wir haben ein ambitioniertes, internationales und von der Kritik hochgelobtes Programm präsentiert. Unser Ziel war es, die Berlinale als Startplattform für neues internationales Kino zu stärken, und wir sehen bereits, dass Filme aus dieser Ausgabe zu anderen großen Festivals eingeladen werden und das Interesse der Verleiher wecken.

Wir haben auch dem breiten Publikum spannende Momente geboten und Stars wie Callum Turner, Sandra Hüller, Dua Lipa, Channing Tatum, Juliette Binoche, Isabelle Huppert, Charli xcx, Ethan Hawke und Amanda Seyfried sowie einige wunderbare Filmemacher begrüßt. Die Besucherzahlen aus Publikum und Branche übertrafen sogar unsere Rekordausgabe von 2025. Das sagt uns etwas Wichtiges: Es gibt ein starkes Interesse an der Berlinale. Trotz politischer Turbulenzen hat das Festival selbst seine Vitalität, Relevanz und das Vertrauen des Publikums unter Beweis gestellt.

Tuttle: Ehrliche Gespräche über Zukunft bei Berlinale

Frage: Stimmt es, dass Sie Ihre Zukunft als Berlinale-Intendantin selbst infrage gestellt haben oder Ihren Rücktritt angeboten haben?

Antwort: Als ich am Dienstagabend mit dem Staatsminister sprach, stellte ich mir die Frage, ob ich in einem Umfeld, in dem meine Führungsrolle und die Integrität der Berlinale öffentlich ernsthaft in Zweifel gezogen wurden, weiterhin effektiv arbeiten könnte. Wir diskutierten die Möglichkeit meiner einvernehmlichen Kündigung. Das waren ehrliche Gespräche.

Noch bevor diese Gespräche vollständig abgeschlossen waren, erschien in der Presse die Nachricht von einer Aufsichtsratssitzung, in der über die Zukunft der Berlinale beraten werden sollte. Die Reaktionen aus der deutschen und internationalen Kulturszene, darunter auch eine Reihe israelischer Kollegen, die sich bewegend zu unserer Verteidigung äußerten, waren beachtlich.

Die breite Resonanz unterstrich, dass es in der Debatte nicht um eine einzelne Preisverleihung, eine Festivalwoche oder eine Person ging, sondern um das allgemeine Prinzip, dass kulturelle Einrichtungen darauf vertrauen können müssen, innerhalb demokratischer und rechtlicher Rahmenbedingungen agieren zu können. Das ist eine starke Botschaft. Und ehrlich gesagt, hat dies auch meine eigene Klarheit nach einigen schwierigen Wochen wiederhergestellt.

Tuttle: Keine Signale über Abberufung erhalten

Frage: Die „Bild“-Zeitung hatte einige Tage nach Ende der Berlinale berichtet, dass Sie abberufen werden sollen. Haben Sie vonseiten der Politik das Signal bekommen, dass Sie Ihren Posten räumen sollen, und wenn ja, von wem?

Antwort: Ich habe keine solche Signale erhalten. Wie bereits erwähnt, hatten der Staatsminister und ich am Abend vor dieser Meldung begonnen, die Möglichkeit meines Rücktritts in gegenseitigem Einvernehmen zu besprechen. Ich bin froh, dass wir nun wieder in einer Situation sind, in der alle Optionen mit dem Aufsichtsrat diskutiert werden können, und bin dem BKM-Team (Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien) für den offenen Dialog darüber dankbar.

Unabhängige Entscheidungen treffen

Frage: Fühlen Sie sich unter politischer Beeinflussung?

Antwort: Jede Kulturinstitution, die öffentliche Mittel erhält, agiert in einem politischen Umfeld. Das ist normal. Meine Verantwortung als Direktor, die ich sehr ernst nehme, besteht darin, allen Beteiligten, Geldgebern, Filmemachern, der Branche, Sponsoren, dem Publikum und meinem Team aufmerksam zuzuhören – aber letztendlich unabhängige Entscheidungen innerhalb unserer rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen zu treffen.

Wir sind rechenschaftspflichtig für die öffentlichen Mittel, die etwa 40 Prozent unseres Budgets ausmachen. Diese Rechenschaftspflicht umfasst Transparenz, gute Führung der Organisation und wirtschaftliche Effizienz. Gleichzeitig sind 60 Prozent unseres Budgets selbst verdient, und das Festival generiert darüber hinaus einen erheblichen kulturellen und wirtschaftlichen Ertrag.

Die Berlinale ist also kein Subventionsprojekt, sondern eine öffentliche Investition in die internationale kulturelle Präsenz Deutschlands. Sie ist auch ein Wirtschaftsmotor, der Arbeitsplätze und jährlich mehr als 100 Millionen Euro an wirtschaftlichem Gesamteffekt generiert.

Ein gesunder Dialog mit unseren Stakeholdern darüber ist unerlässlich. Aber ebenso wichtig ist die Unabhängigkeit in der Programmgestaltung und der institutionellen Leitung, und ich glaube, dass wir uns mit unseren Partnern und Zuwendungsgebern darüber einig sind.

Frage: Wie geht es Ihnen momentan mit der Debatte rund um Ihre Person?

Antwort: Die Intensität dieser Debatte zeigt etwas, das ich innerhalb des Festivals selbst beobachtet habe: Deutschland hat eine robuste und aktive Demokratie, und die Menschen legen großen Wert auf Kultur. Als jemand, der nicht hier aufgewachsen ist, aber gerne hier arbeitet, finde ich diese Ernsthaftigkeit inspirierend. Es gibt auch Elemente dieser Diskussion, die Deutschlands historische Verantwortung nach dem Holocaust berühren. Als Leiterin einer so wichtigen Kulturinstitution nehme ich diese Verantwortung sehr ernst.

Das Festival als Ort für den Diskurs

Frage: Wo liegen für Sie die Grenzen der Meinungsfreiheit auf der Bühne?

Antwort: Wir leben in einer Welt, die zutiefst polarisiert und emotional aufgeladen ist. Aber wir handeln strikt innerhalb des geltenden gesetzlichen Rahmens.

Wir möchten, dass das Festival ein Ort für einen zivilisierten und respektvollen Diskurs ist, und das ist eines der Dinge, die die Menschen an der Berlinale im Allgemeinen schätzen – der Raum für tiefgehende Gespräche, der durch die Kunst entsteht. In diesen Räumen diskutieren die Menschen oft miteinander, fordern sich gegenseitig und sogar die Filmemacher heraus. Es ist völlig legitim, dass Menschen mit dem, was auf der Bühne gesagt wird, nicht einverstanden sind. Demokratischer Diskurs beinhaltet Meinungsverschiedenheiten, und die Emotionen kochen auf allen Seiten hoch. Aber diese Art von Meinungsverschiedenheiten sollte nicht zu einer institutionellen Krise oder Richtlinie führen.

Was ist Aufgabe von Festivals?

Frage: Wie haben Sie das Statement des syrisch-palästinensischen Regisseurs Abdallah Alkhatib bei der Abschlussgala wahrgenommen, der der Bundesregierung vorwarf, Partner des „Völkermords im Gazastreifen“ zu sein? Von Israel wird das aber bestritten.

Antwort: Abdallah Alkhatib äußerte sich in stark rhetorischer und zutiefst persönlicher Weise. Was ich von ihm hörte, war Wut und eine explizite politische Überzeugung. Wir hören viele Erfahrungen und Standpunkte von unseren Filmemachern, und manchmal bringen sie ihre Positionen mit großem Schmerz zum Ausdruck. Eine zentrale Aufgabe von Festivals ist es, Orte der Offenheit und des Dialogs zwischen unterschiedlichen politischen Perspektiven zu bleiben und gleichzeitig die Meinungsfreiheit aller Künstler zu wahren – selbst wenn das, was sie sagen, brisant ist oder Debatten auslöst.

Frage: Haben Sie überlegt, einzugreifen?

Antwort: Ich verstehe, dass die Menschen diesen Moment unterschiedlich erlebt haben und dass einige wütend und verletzt waren. Nach den letzten Festivalausgaben sind wir auf solche Ereignisse in unseren Events vorbereitet. Unsere Moderatorin hat während der Preisverleihung mehrmals die Perspektive erweitert und emotionalen Halt geboten. Auch meine Eröffnungs- und Schlussworte auf der Bühne waren eindeutig darauf ausgerichtet, einen Raum zwischen dem Recht unserer Gäste auf freie Meinungsäußerung und unserer Verantwortung für die Anerkennung unterschiedlicher Ideen und Perspektiven zu schaffen.

Wenn man die Zeremonie als Ganzes betrachtet, erkennt man so viele wichtige Blickwinkel. Abdallahs Stimme ist eine unter vielen während des Festivals und an diesem Abend auf der Bühne. Sie ist real. 

Politische Debatten haben Filme überschattet

Wenn ich etwas an der Zeremonie und dem Festival selbst zu bemängeln habe, dann ist es, dass die politische Debatte erneut die Filme selbst überschattet hat. Es ist frustrierend, dass wir jetzt nicht über „Queen at Sea“, über „Rose“, İlker Çataks „Gelbe Briefe“ und Emin Alpers „Salvation“ sprechen – dringliche, intelligente Werke, die eine nachhaltige Diskussion über ihre künstlerischen und politischen Qualitäten verdienen. 

Das ist aber nicht die Schuld der Filmemacher. Es liegt an uns, es nächstes Jahr besser zu machen und den vielen Stimmen – genauer gesagt 276 aus 80 Ländern – mehr Gehör zu verschaffen.

Frage: Kulturstaatsminister Weimer sieht Reformbedarf bei der Berlinale, wie er in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ sagte. Sehen Sie diesen auch, und wenn ja, wo?

Antwort: Ich möchte seine Sichtweise in aller Offenheit verstehen, und ich habe daher seine Einladung begrüßt, diese Themen in den kommenden Tagen gemeinsam mit ihm und dem Aufsichtsrat vertieft zu erörtern. Wir arbeiten jedes Jahr daran, die Berlinale zu stärken, was sich in einem deutlichen Anstieg der Sponsoren, der Besucherzahlen und des Erfolgs des Europäischen Filmmarktes widerspiegelt. Ich glaube nicht, dass die jüngsten Ereignisse ein strukturelles Versagen oder ein grundlegendes Problem mit unseren Werten offenbart haben. Viele Menschen erkennen die Veränderungen und Verbesserungen, die wir umsetzen, und ich habe dies auch in den Unterstützungsbekundungen der letzten Woche deutlich gespürt.

Frage: Sehen Sie die Berlinale in ihrem Ruf beschädigt?

Antwort: Es gibt internationale Aufmerksamkeit und Besorgnis. Das ist eine Tatsache. Der einzige Weg, damit umzugehen, besteht nicht darin, den künstlerischen Raum einzuschränken, sondern deutlich zu zeigen, dass Deutschland sowohl historische Verantwortung als auch künstlerische Pluralität mit Zuversicht wahrnehmen kann. Ich bin hoffnungsvoll, dass wir dies in unserem Fall erreichen können.

Zur Person: 

Die US-Amerikanerin Tricia Tuttle (55) hat die Leitung der Berlinale – eines der großen internationalen Filmfestivals – im April 2024 übernommen. Sie war in leitenden Positionen beim British Film Institute (BFI), der British Academy of Film and Television (BAFTA) und der National Film and Television School (NFTS) tätig. Zudem war sie Leiterin des BFI London Film Festivals und des BFI Flare: Londoner LGBTQIA+ Filmfestivals.

Filmfestspiele: Tuttle: Will „in vollem Vertrauen“ Berlinale-Chefin bleiben 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-03-02 23:39:05 Aktuelle Nachrichten Weltnachrichten Landesnachrichten Wichtigste Nachrichten Aktuelle Nachrichten Wichtigste Aktuelle des Tages Justiz Petar Nizamov Federn Petar Nizamov – Federn Justiz bg iustitia.bg iustitia iusticia usticia Untersuchung Burgas Bulgarien Nachrichten Nachrichten der letzten Stunde Nachrichten des Tages Nachrichten von heute Bulgarien Nachrichten Die Nachrichten aus Bulgarien Blitznachrichten Top-Nachrichten Wichtigste Meistkommentierte Aktuelle Nachrichten Bojko Borissow Nachrichten Wetter Coronavirus Nachrichten Nachrichten Wetter Facebook YouTube Facebook Instagram Nachrichten heute Nachrichten der letzten Minuten Nachrichten heute Nachrichten von heute Nachrichten BG Nachrichten Top-Nachrichten Aktuelle Nachrichten BG Nachrichtenseite für Nachrichten Alle Nachrichten Nachrichten BG Nachrichten der letzten Stunde Aktuelle Aktuelle Nachrichten BG Nachrichten von heute Nachrichten heute Nachrichten heute Nachrichten der letzten Stunde Aktuelle Nachrichten von heute Nachrichten BG Nachrichten Nachrichten 24 Stunden Nachrichten Vesti BG Novini Nachrichten Welt Vogel BG Bivol BG Bivol Trud BG Novini Aktuelle Nachrichten heute Novinite BG Nachrichten Hallo Bulgarien Politische Partei Wappen Deljan Pejewski Skandal Bulgarische Nationale Fernsehsender Free Europe Television Skandal Exklusiv Live-TV Live im Fernsehen tv online tv program bg live now tv news online tv online live Gericht Burgas Gericht Bezirksgericht Burgas Gericht Bezirksgericht Burgas Bezirksgericht Burgas Berufungsgericht Burgas Staatsanwalt Burgas Staatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Generalstaatsanwalt Ivan Geshev Staatsanwalt Geshev Tsatsarov Innenministerium Burgas ODMR Burgas ODPR Burgas Polizei Burgas Bezirkspolizei Burgas Staatsanwalt Burgas Tsatsarov SGS-Fälle Varna Gericht Vorsitzender des SGS Gerichtsentscheidungen in Zivilsachen Entscheidungen in Fällen Plovdiv Gericht Entscheidung des Gerichts Entscheidungen Fälle Varna Gericht Strafsachen Bezirksbezirksgericht Entscheidungen Arbeit im Gericht SGS Vorsitzender des SGS Richter Sofia Gericht Posten Richter Plovdiv Gericht Richter in Plovdiv Inspektion des Obersten Gerichtshofs in Plovdiv Oberster Gerichtshof Oberster Justizrat Rechtsanwalt Rechtsanwalt Strafsachen Rechtsanwalt Zivilsachen Rechtsanwalt Ehesachen Rechtsanwalt Verwaltungsstrafrecht Strafprozess Zivilrecht Zivilprozess Verwaltungsrecht Verfassungsrecht

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