Die Ermittlungen rund um mehrere Hantavirus-Fälle nehmen zunehmend globale Dimensionen an: Während das Kreuzfahrtschiff im Atlantik weiterhin unter strenger Beobachtung steht und mehrere Kontaktpersonen getestet werden, rückt nun auch eine mögliche Infektionsroute über Osteuropa in den Fokus.
Insgesamt gibt es fünf Fälle, die entweder bestätigt sind, oder bei denen der Verdacht auf das Hantavirus besteht. Einige Verdachtsfälle haben sich bereits als nicht bestätigt erwiesen. Auch bei einer in die Uniklinik Düsseldorf gebrachten Kontaktperson konnte das Virus nicht nachgewiesen werden. Die Klinik teilte mit, die umfangreichen virologischen Untersuchungen hätten „bisher nicht auf eine Infektion hingedeutet“. Die betroffene 65-jährige Frau befinde sich in stabilem klinischem Zustand.Zuvor war bereits eine niederländische Flugbegleiterin negativ getestet worden, nachdem sie mit leichten Symptomen in ein Krankenhaus in Amsterdam eingeliefert worden war.Die Karte zeigt nachgewiesene Hantavirus-Infektionen in Europa im Jahr 2023. Finnland hat mit 806 Fällen die höchste Zahl, gefolgt von Deutschland mit 335 und Schweden mit 157 Fällen. In Österreich wurden 97 Fälle gemeldet. Die Infektion erfolgt meist durch Kontakt mit infizierten Nagetieren oder deren Ausscheidungen. Quelle: ECDC.if(!window.apaResc)window.apaResc=e=>{window.addEventListener(„message“,a=>{const s=a.data;if(s[e])Array.from(document.getElementsByClassName(e)).forEach(a=>{a.style.height=s[e]+“px“})})};apaResc(„apa-0584-26“);Erster Fall in Israel – Infektion offenbar in Osteuropa erfolgtNeu hinzu kommt ein bestätigter Hantavirus-Fall in Israel. Wie die „Jerusalem Post“ schreibt, wurde dort erstmals eine Infektion mit dem Virus diagnostiziert. Der Patient habe sich demnach vermutlich während eines Aufenthalts in Osteuropa vor mehreren Monaten infiziert. Nach dem Auftreten von Symptomen habe er medizinische Hilfe gesucht.Ein Antikörpertest habe eine Exposition gegenüber dem Virus gezeigt, ein anschließender PCR-Test habe die Infektion bestätigt. Der Patient befinde sich in stabilem Zustand, benötige keine Intensivbehandlung und keine strenge Isolation, werde jedoch medizinisch überwacht.Unterschiedliche Virusvarianten im UmlaufBesonders wichtig ist laut dem Bericht, auf den sich die „Jerusalem Post“ bezieht, die Unterscheidung der Virusvarianten. Im Gegensatz zum derzeit im Zusammenhang mit dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ diskutierten Ausbruch handelt es sich in Israel um eine europäische Virusvariante.Diese Unterscheidung gilt als medizinisch relevant, da insbesondere der südamerikanische Andes-Stamm in seltenen Fällen eine Übertragung von Mensch zu Mensch gezeigt hat. Die in Europa und Asien vorkommenden Varianten werden hingegen überwiegend von Nagetieren auf Menschen übertragen.Kreuzfahrtausbruch bleibt zentraler FokusDer Ausbruch auf der „MV Hondius“ bleibt weiterhin im Zentrum der internationalen Ermittlungen. Nach Angaben der Behörden wurden bislang acht bestätigte oder verdächtige Fälle im Zusammenhang mit der Reise registriert. Drei Menschen sind gestorben, darunter ein deutscher Staatsbürger sowie ein niederländisches Ehepaar.Das Schiff mit rund 147 Menschen an Bord war im Süden Argentiniens gestartet und hatte mehrere Stationen im Südatlantik und in der Antarktisregion angelaufen, darunter Tristan da Cunha, St. Helena und Ascension Island.Nachdem mehrere schwere Erkrankungen gemeldet worden waren, lag das Schiff zeitweise vor der Küste von Kap Verde vor Anker. Später wurde es von Spanien zur Einfahrt nach Teneriffa zugelassen.WHO bleibt vorsichtig beruhigendDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält trotz der internationalen Entwicklungen an ihrer Einschätzung fest, dass das Risiko für die Allgemeinbevölkerung gering sei. Es gebe keine Hinweise darauf, dass das Virus durch normalen Alltagskontakt übertragen werde.WHO-Vertreterinnen und -Vertreter betonen jedoch, dass die Situation weiter beobachtet werde – unter anderem wegen der langen Inkubationszeit von bis zu sechs Wochen und der laufenden weltweiten Kontaktverfolgung.Die Erklärgrafik stellt die Übertragung des Hantavirus dar. Das Virus wird meist durch Kontakt mit Ausscheidungen von infizierten Nagetieren auf den Menschen übertragen. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist selten. Symptome sind zunächst grippeähnlich, anschließend oft schwere Atemwegserkrankung. Die Sterblichkeit liegt zwischen 25 und 40 Prozent der Fälle. Quelle: APA/Ages.if(!window.apaResc)window.apaResc=e=>{window.addEventListener(„message“,a=>{const s=a.data;if(s[e])Array.from(document.getElementsByClassName(e)).forEach(a=>{a.style.height=s[e]+“px“})})};apaResc(„apa-0567-26“);Übertragung des Virus im ÜberblickNach aktuellem Stand werden Hantaviren hauptsächlich durch Nagetiere übertragen. Menschen infizieren sich meist, wenn sie Partikel aus getrocknetem Urin, Kot oder Speichel einatmen – etwa in geschlossenen, kontaminierten Räumen. Auch kontaminierte Oberflächen können eine Rolle spielen, wenn anschließend Mund, Nase oder Augen berührt werden. Seltener sind Tierbisse oder Kratzer Übertragungswege.Die Erkrankung kann je nach Virusvariante unterschiedlich verlaufen: Manche Stämme verursachen schwere Lungenerkrankungen, andere – insbesondere in Europa und Asien verbreitete Varianten – eher Nieren- und Kreislaufprobleme. Eine spezifische antivirale Therapie existiert derzeit nicht. Die Behandlung erfolgt unterstützend, etwa durch Sauerstoffgabe, Flüssigkeitsmanagement und intensivmedizinische Maßnahmen bei schweren Verläufen.
„Ganz anderes Virus“ – Neue Infektionsspur des Hantavirus nach Osteuropa 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-05-08 21:51:23
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