Schauspielerin Collien Fernandes (44) hat für Sonntagnachmittag eine Demonstration gegen sexualisierte Gewalt in Berlin angekündigt. Ihr Ex-Mann Christian Ulmen (50) soll – wie berichtet – jahrelang Fake-Profile in ihrem Namen betrieben und Männern KI-generierte Nacktbilder von Fernandes geschickt haben.
Auf Instagram bedankte sich die Deutsche jetzt für die Unterstützung, die sie erhalten habe. „Lasst uns laut sein und laut bleiben“, schrieb sie in ihrem Posting am Samstagvormittag. Sexuelle, physische und psychische Gewalt sei weiter verbreitet als oft gedacht. Sie gehe nicht nur von „gruselig dreinblickenden Bösewichten“ aus, sondern von „Männern in unserer Mitte“, die nett, lustig und sympathisch sein könnten.Viele Fälle würden gar nicht erst angezeigt werden, was bedeute, dass die Täter davonkämen. Sie rufe daher zur Demonstration am Sonntag, 22. März, um 16 Uhr vor dem Brandenburger Tor auf. „Für die rund 95 Prozent, die noch im Verborgenen liegen. Für einen besseren Schutz. Für ein größeres Problembewusstsein“, schrieb Fernandes zu den Forderungen und Zielen.Hier sehen Sie das Posting von Fernandes:Urteile folgen seltenDazu postete sie ein Bild von ihrem Arm, der von einem Tattoo mit der Aufschrift „free“ geziert wird – im Hintergrund Meer, Palmen und ein Sonnenuntergang. Die Aussagen der Schauspielerin und Fernsehmoderatorin können von Fachleuten aus dem Gewaltschutz, zum Beispiel Beraterinnen, belegt werden. Diese weisen immer wieder darauf hin, dass Fälle selten angezeigt werden, etwa aus Scham oder Angst vor Konsequenzen bei finanzieller Abhängigkeit vom Partner. Zudem würden nur selten Urteile folgen, weil zum Beispiel Beweise fehlen.Schutz gibt es oft erst, wenn bereits massive Gewaltattacken vorgefallen sind. Auch das ist aber nicht immer der Fall, wie die jüngsten Frauenmorde zeigen: In Innsbruck hat ein Ehemann seine Ehefrau ermordet, kurz nachdem sie Anzeige gegen ihn erstattet hatte und ein Betretungs- und Annäherungsverbot gegen ihn ausgesprochen worden war.Hunderte Männer mit Fake-Profil kontaktiertFernandes Ex-Mann Christian Ulmen (50) soll sexuelle Gewalt digital ausgeübt haben (siehe Video oben). Wie berichtet, wird er beschuldigt, jahrelang im Namen seiner Ex-Frau Fake-Profile betrieben zu haben. Mit diesen soll er Männer kontaktiert und in sexuelle Gespräche und Telefonsex verwickelt haben. Dabei griff er zum Beispiel auf eine KI-generierte Stimme zurück. Treffen sollen in Aussicht gestellt und kurzfristig wieder abgesagt worden sein. Hunderte Männer wurden laut den Vorwürfen auf diese Weise betrogen.Die 44-Jährige erlangte Kenntnis, als sie bei einem Mittagessen von einem Produzenten auf ein sexuelles Gespräch angesprochen wurde, das es angeblich zwischen ihnen gegeben hätte. Zunächst erstattete sie laut eigener Aussage Anzeige gegen Unbekannt. Daraufhin hätte Ulmen gestanden. Die beiden hatten im September 2025, noch vor den Vorwürfen, ihre Trennung bekannt gegeben. Sie haben eine gemeinsame Tochter.
Gegen sexuelle Gewalt – „Echte Konsequenzen“: Fernandes kündigt Demo an 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-03-21 11:30:16
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