Ein brisanter Erpresser-Plan – und niemand bemerkte ihn: Eine Drohmail mit Giftwarnung gegen Babybrei landete offenbar im Posteingang von HiPP – und blieb dort fast drei Wochen lang unentdeckt …
Es war der 27. März, als in einem bislang unbekannten Posteingang im bayerischen Pfaffenhofen eine Nachricht eingetrudelt sein soll. Ihr Inhalt: mehr als brisant. Ein (mittlerweile von mehreren Ländern gejagtes) Phantom forderte in dem Schreiben offenbar zwei Millionen Euro vom Babynahrungsgiganten HiPP.Würde das Geld bis zum 2. April nicht überwiesen, würden mehrere Gläser des Breis „Karotten mit Kartoffeln (190 Gramm)“ mit Rattengift versetzt und in drei Supermärkten dreier Länder – Tschechien, Slowakei und Österreich – in den Regalen deponiert.Von sechs Gläsern wurden fünf aus Verkehr gezogenDas Problem bei der Sache: Das E-Mail landete offenbar im Unternehmens-Nirwana – bis zum 16. April blieb das Schreiben einfach unbemerkt. Der Rest der lebensgefährlichen Geschichte ist bekannt: Erst vergangenen Freitag schlug HiPP Alarm, Spar und Maximarkt räumten am Samstag alle Regale mit sämtlichen HiPP-Produkten leer.Vergiftet wurden – nach bisherigem Ermittlungsstand der deutschen Soko „Glas“ – offenbar sechs Babybrei-Gläser. Zwei in Tschechien, zwei in der Slowakei, zwei im Burgenland. Von einem in Eisenstadt verkauften Produkt fehlt nach wie vor jede Spur.Gerne wird in diversen Fällen die großartige internationale Zusammenarbeit unterstrichen. Die Causa „Rattengift“ führte am vergangenen Frühlingswochenende dagegen zu einem Multiorganversagen, was Kommunikation und Kundeninformation betrifft.
Die Infografik zeigt betroffene Länder durch Rattengift in Hipp-Gläsern: Österreich, Tschechien und Slowakei. In Österreich wurde ein Glas in einer Spar-Filiale in Eisenstadt sichergestellt. Der Firmensitz von Hipp liegt in Deutschland. Es gibt Empfehlungen zur Überprüfung der Gläser: weißer Aufkleber mit rotem Kreis am Boden, beschädigter Deckel, fehlender Sicherheitsverschluss und ungewöhnlicher Geruch. Bei Symptomen wie Blutungen oder extremer Schwäche wird geraten, sofort Hilfe zu suchen. Bisher ist die Sorte ‘Karotten mit Kartoffeln 190 Gramm’ betroffen. Quelle: APA.if(!window.apaResc)window.apaResc=e=>{window.addEventListener(„message“,a=>{const s=a.data;if(s[e])Array.from(document.getElementsByClassName(e)).forEach(a=>{a.style.height=s[e]+“px“})})};apaResc(„apa-0500-26“);Übrigens: Mehr als 60 Stunden nach der ersten Warnung des Babynahrungsherstellers meldete sich am Montagmorgen dann sogar Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) zu Wort. Sie sei „zutiefst bestürzt“, dass „jemand offenbar bereit ist, aus kriminellen Motiven die Gesundheit von Babys zu gefährden“, gab sie im morgendlichen Ö1-Journal bekannt. Und rief die Bevölkerung auf, „ganz besonders“ aufzupassen.Weitere Handelsketten zogen die ReißleineObwohl selbst wohl nicht direkt betroffen, zog am Montag die Drogeriemarktkette DM und auch die Rewe-Gruppe die Reißleine. „Wir nehmen das betroffene Produkt aus dem Verkauf“, teilte man bei DM mit. Alle HiPP-Produkte werden überprüft, für Kunden gilt eine Rücknahme-Garantie.Sollten auch Sie den Verdacht auf ein Glas mit manipuliertem Verschluss (kein Klack beim Öffnen), seltsamem Geruch oder einen weißen Aufkleber mit rotem Kreis haben, informieren Sie bitte umgehend die Polizei unter 059/133 10 – 3333.
HiPP-Gläser vergiftet – Mail übersehen! Drohung blieb tagelang unentdeckt 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-20 19:36:17
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