Was würde heute passieren, wenn die Wetterlage an der Ahr genauso wäre wie vor fünf Jahren bei der Flutkatastrophe? Ganz genau weiß das niemand. Aber klar ist: Seither hat sich viel verändert.
Warnkette, Katastrophenschutz und Risikobewusstsein: Seit der Flutkatastrophe an der Ahr vor fünf Jahren mit 135 Toten und mehreren hundert Verletzten ist viel passiert, um eine Wiederholung der verheerenden Ereignisse zu verhindern. Die Neuausrichtung des Katastrophenschutzes seitens des Innenministeriums geht angesichts zunehmender Extremwetterereignisse noch weiter. Ein Überblick:
Warnungen
In der Regie des Umweltministeriums wurde mit Blick auf Informationen, Vorwarnungen und Warnungen für die Bürger und Kommunen viel verbessert.
Auf der Webseite www.hochwasser.rlp.de lassen sich kritische Situationen leichter erkennen. Warninformationen finden sich schon auf der Startseite und die Warnungen für eine Region wurden um Handlungsempfehlungen ergänzt. Außerdem wurde eine Vorwarnung eingeführt. Hochwasserinformationen können jetzt automatisch in die Redaktionssysteme von Medien übernommen werden. Der sogenannte Hydrozwilling erleichtert es den Kommunen, die Hochwasserschutzszenarien realistischer zu machen, und den Menschen, sich über Risiken zu informieren.Die Wasserstandsvorhersage für den Ahr-Pegel wurde von 24 auf 48 Stunden verlängert und um eine „Unsicherheitsspanne“ ergänzt.Die Pegel sind jetzt wasserfest und es gibt einen weiteren in der Ahr-Region (Hammermühle 2/Ahbach). Er ist der erste, der bundesweit mit Satellitenübertragung ausgestattet wurde. Verbreitung von Hochwasserwarnungen speziell für die Ahr auch über die Warn-App Nina und auf der Website https://www.naturgefahrenportal.de.
Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es aber nicht. So mahnt das Landesamt für Umwelt: „Die Vorhersage solcher Extremereignisse ist weiterhin mit sehr großen Unsicherheiten behaftet.“
Mehr Platz für die Ahr
Die Menschen wurden beraten, ihre Häuser anders wiederaufzubauen und etwa Schlafräume in Obergeschosse zu verlagern oder auf Stelzen zu bauen. An der Ahr wurde mehr natürlicher Rückhalteraum geschaffen, einige flussnahe Flächen dürfen auch nicht mehr bebaut werden.Gewässerrandstreifen bleiben frei auch bei kurzfristigen Ablagerungen etwa von Holz. Die Brücken wurden und werden anders wieder aufgebaut. An ihnen hatten sich Unrat, Autos und Gebäudeteile gestaut – das hatte die Katastrophe verschlimmert.
Katastrophenschutz des Landes
Das neue Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz fungiert als Kompetenzzentrum für die nicht polizeiliche Gefahrenabwehr. Das Lagezentrum Bevölkerungsschutz ist rund um die Uhr besetzt und zentrale Anlaufstelle. Es dient auch als Warnzentrale, kann jederzeit Warnungen der Bevölkerung veranlassen und kommuniziert direkt mit den Leitstellen.Es soll für den Kontakt zu den Kommunen drei dezentrale Regionalstellen erhalten und einem Gutachten zufolge auf etwa 300 Stellen bis 2030 aufwachsen.Die Polizei hat zwei neue Hubschrauber mit Rettungswinden für Menschen bekommen. Solches Fluggerät fehlte in der Flutnacht.Die Kommunen bleiben die ersten Verantwortlichen und sind dafür vom Land mit Fahrzeugen und anderem Gerät ausgestattet worden. Dazu kommen Aus- und Weiterbildung.Über das Online-Portal Brand- und Katastrophenschutz wird unter anderem die Integration von Spontanhelfern gefördert: https://bks-portal.rlp.de
Der Ahr-Kreis ist jetzt anders aufgestellt
Das schlechte Krisenmanagement des Landkreises unter Landrat Jürgen Pföhler (CDU) beschäftigte den Untersuchungsausschuss des Landtags und die Staatsanwaltschaft. Sie stellte ihre Ermittlungen wegen möglicher Versäumnisse und Fehler beim Krisenmanagement aber mit der Begründung ein, das extreme Ausmaß der Naturkatastrophe sei für die Verantwortlichen des Kreises nicht konkret vorhersehbar gewesen.
Unter Pföhlers Nachfolgerin Cornelia Weigand (parteilos) hat sich der Kreis nach eigener Darstellung „grundlegend anders aufgestellt“. „Heute verfügt der Landkreis über ein zusammenhängendes, schriftlich hinterlegtes System aus aufeinander abgestimmten Alarm- und Einsatzplänen – dies sind die Pläne zu den Themen Hochwasser, Starkregen, Information und Warnung sowie Evakuierung“, sagt die Sprecherin der Kreisverwaltung, Svenja Macht.
Warnkette:
– Es gibt jetzt eine klare und ungeteilte Zuständigkeit über fünf Alarmstufen hinweg: Solange die Lage örtlich beherrschbar ist, liegt die Einsatzleitung bei der jeweiligen Kommune. Ab Alarmstufe 4 übernimmt der Kreis die Einsatzleitung und damit auch die Warnung der Bevölkerung.
– Übersetzungskette von der Prognose zur Warnung: Aus den Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und den Pegelmeldungen wird über die Alarmstufen eine vorbereitete, ortsbezogene Warnung ausgesprochen, die immer mit einer konkreten Handlungsanweisung verbunden ist. Diese könnte in etwa sein, höhere Stockwerke aufzusuchen oder Keller und Tiefgaragen zu meiden.
– Mehrkanalprinzip mit Redundanz: Die Sirene soll als Weckruf dienen. Im Weiteren folgen die Inhalte über den sogenannten Warnmittelmix, mehrere voneinander unabhängige Wege. Dies sind unter anderem Radiomeldungen, die Warn-Apps Nina beziehungsweise Katwarn, Cell Broadcast sowie möglicherweise auch Lautsprecherdurchsagen mittels Fahrzeugen und sowie ein Bürgertelefon. Sollte ein Kanal ausfallen, übermitteln die anderen bestehenden Kanäle.
Schutzmaßnahmen:
– Vorgeplante Infrastruktur: Es gibt feste Aufnahmeorte in vier geografischen Sektoren des Kreises, die bewusst über getrennte Verkehrsachsen erreichbar sind. Bei einer Lage wie im Juli 2021 würden die Menschen gezielt aus dem Ahrtal heraus auf die Höhen gelenkt.
– An Brücken, an denen sich Treibgut sammelt und es so zu Überschwemmungen kommen kann, wird frühzeitig Räumgerät positioniert.
– Es gibt vorab festgelegte und abgestimmte Evakuierungswege und Sperrstellen.
– Die Krankenhäuser liegen außerhalb der Überflutungsflächen.
Gestiegenes Risikobewusstsein
Eine Flutkatastrophe dieses Ausmaßes hatte sich 2021 kaum jemand vorstellen können. Es wurde zu spät gewarnt und evakuiert. Und es gab auch Bürger, die den Warnungen nicht folgten. Heute ist das Bewusstsein für die Gefahr anders.
„Das Risikobewusstsein ist viel höher: auf allen Ebenen von Verwaltung und Politik, aber auch bei den Menschen“, sagt die zuletzt zuständige Umweltministerin Katrin Eder (Grüne). Und Svenja Macht vom Kreis betont: „Effektive Schutzmaßnahmen bleiben ein Zusammenspiel von staatlicher Planung und Eigenvorsorge und können nicht gegenseitig ersetzt werden.“
Katastrophenschutz: Warum sich die Ahr-Flutkatastrophe so nicht wiederholen wird 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-06-23 02:53:05 Aktuelle Nachrichten Weltnachrichten Landesnachrichten Wichtigste Nachrichten Aktuelle Nachrichten Wichtigste Aktuelle des Tages Justiz Petar Nizamov Federn Petar Nizamov – Federn Justiz bg iustitia.bg iustitia iusticia usticia Untersuchung Burgas Bulgarien Nachrichten Nachrichten der letzten Stunde Nachrichten des Tages Nachrichten von heute Bulgarien Nachrichten Die Nachrichten aus Bulgarien Blitznachrichten Top-Nachrichten Wichtigste Meistkommentierte Aktuelle Nachrichten Bojko Borissow Nachrichten Wetter Coronavirus Nachrichten Nachrichten Wetter Facebook YouTube Facebook Instagram Nachrichten heute Nachrichten der letzten Minuten Nachrichten heute Nachrichten von heute Nachrichten BG Nachrichten Top-Nachrichten Aktuelle Nachrichten BG Nachrichtenseite für Nachrichten Alle Nachrichten Nachrichten BG Nachrichten der letzten Stunde Aktuelle Aktuelle Nachrichten BG Nachrichten von heute Nachrichten heute Nachrichten heute Nachrichten der letzten Stunde Aktuelle Nachrichten von heute Nachrichten BG Nachrichten Nachrichten 24 Stunden Nachrichten Vesti BG Novini Nachrichten Welt Vogel BG Bivol BG Bivol Trud BG Novini Aktuelle Nachrichten heute Novinite BG Nachrichten Hallo Bulgarien Politische Partei Wappen Deljan Pejewski Skandal Bulgarische Nationale Fernsehsender Free Europe Television Skandal Exklusiv Live-TV Live im Fernsehen tv online tv program bg live now tv news online tv online live Gericht Burgas Gericht Bezirksgericht Burgas Gericht Bezirksgericht Burgas Bezirksgericht Burgas Berufungsgericht Burgas Staatsanwalt Burgas Staatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Generalstaatsanwalt Ivan Geshev Staatsanwalt Geshev Tsatsarov Innenministerium Burgas ODMR Burgas ODPR Burgas Polizei Burgas Bezirkspolizei Burgas Staatsanwalt Burgas Tsatsarov SGS-Fälle Varna Gericht Vorsitzender des SGS Gerichtsentscheidungen in Zivilsachen Entscheidungen in Fällen Plovdiv Gericht Entscheidung des Gerichts Entscheidungen Fälle Varna Gericht Strafsachen Bezirksbezirksgericht Entscheidungen Arbeit im Gericht SGS Vorsitzender des SGS Richter Sofia Gericht Posten Richter Plovdiv Gericht Richter in Plovdiv Inspektion des Obersten Gerichtshofs in Plovdiv Oberster Gerichtshof Oberster Justizrat Rechtsanwalt Rechtsanwalt Strafsachen Rechtsanwalt Zivilsachen Rechtsanwalt Ehesachen Rechtsanwalt Verwaltungsstrafrecht Strafprozess Zivilrecht Zivilprozess Verwaltungsrecht Verfassungsrecht



