Dem burgenländischen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) wurde – wie berichtet – der Kehlkopf entfernt. Künftig wird er mit Stimmprothese sprechen. Laut seinem Regierungsbüro ist aber ein Rückzug aus der Politik trotzdem keine Option.
Der Eingriff war massiv. Die Entscheidung endgültig. Und doch ist die wichtigste Botschaft aus dem Umfeld von Landeshauptmann Doskozil nach der elften Operation eine klare: „Er macht auf jeden Fall mit dem Ziel weiter, wieder voll in die Politik zurückzukehren“, so sein Büro, mit dem er bereits via Handy kommuniziert. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut.Atmen fiel zunehmend schwererZuletzt war es schneller als bisher zu einer fortschreitenden Verknöcherung am Kehlkopf gekommen. Das Atmen fiel Doskozil zunehmend schwerer. Bei einem Termin kurz vor Ostern am Uni-Klinikum Leipzig entschied er sich daher für „die nachhaltigere Lösung“ – der Kehlkopf wurde entfernt und durch eine Stimmprothese ersetzt.„Ein kleines Ventil zwischen Luft- und Speiseröhre, das mit entsprechender Übung eine stabile, gute Stimmbildung ermöglicht“, erklärt der behandelnde Arzt Andreas Dietz. Der Eingriff sei erfolgreich und ohne Komplikationen verlaufen.Arzt: „Aussicht auf vollständige Heilung“Der Mediziner geht künftig von einer deutlich höheren Belastbarkeit des Landeschefs aus: „Er wurde damit von seiner langjährigen Erkrankung befreit, auch der belastende Rhythmus immer wiederkehrender Operationen durchbrochen.“ Nach der Abheilung werde Doskozil wieder problemlos sprechen können, so Dietz: „Wahrscheinlich sogar besser als zuvor.“ Der Eingriff eröffne die Aussicht auf vollständige Heilung.Vorerst muss der Landeschef noch rund zehn Tage in stationärer Behandlung bleiben. Danach folgt eine mehrwöchige Regenerationsphase.
Kehlkopf entfernt – Büro stellt klar: „Doskozil macht sicher weiter“ 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-08 04:17:09
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