Die große Blamage blieb aus, aber unser Cosmó landete mit seinem „Tanzschein“ nur auf Platz 24. Was war eigentlich Schuld am Ergebnis? Wir haben das Ergebnis unserer diesjährigen Hoffnung analysiert.
Zwei Stunden nach dem größten Auftritt seines Lebens stellte sich unser ESC-Starter Cosmó für knapp sechs Minuten den ersten Fragen der Presse und resümierte für viele erstaunlich positiv. „Ich bin sehr zufrieden. Wir konnten unser Bestes geben. Wir haben der Welt gezeigt, wie easy es ist, gemeinsam zu tanzen, und das war immer mein Ziel.“Dank an die PunktevergeberVon 25 Teilnehmern mit insgesamt sechs mageren Punkten auf Platz 24 zu landen, ist freilich nicht optimal. Der Burgenländer nahm es aber mit Galgenhumor. „Es ist nicht der letzte Platz, der aber auch in Ordnung gewesen wäre. Vielen lieben Dank an Luxemburg für den einen und an das Publikum für die fünf Punkte. Ich fühle mich sehr geehrt.“Nun muss man sagen, dass wir es nach großen Triumphen im Folgejahr nie leicht hatten. Peter Horton bekam 1967 nach Udo Jürgens’ Sieg für „Warum es hunderttausend Sterne gibt“ zwei Punkte und wurde auf Platz 14 von 17 gereiht. Nach Conchitas fulminantem Triumph traten 2015 die Mondseer The Makemakes mit „I Am Yours“ an und landeten einen Null-Punkte-Bauchfleck in Wien.Bühne groß ausgenutztDass Cosmó mit dem „Tanzschein“ heuer hinter wirklich schlechten Nummern wie „Fire“ der deutschen Sarah Engels oder dem erzwungen theatralischen „Sólo quiero más“ des Litauers Lion Ceccah landete, überrascht auch nach einer Nacht drüber schlafen. Die Finalperformance des erst 19-Jährigen war mehr als solide und musste sich vor der Konkurrenz nicht verstecken. Auch die bei den frühen Proben noch etwas dünne Stimme hat sich bis zum Ende gut entfaltet und rein von der Tanzchoreografie her hat Benjamin Gedeon, so Cosmós bürgerlicher Name, die opulente Bühne bis zum Maximum ausgenutzt.Gründe für das schlechte Abschneiden sind tatsächlich eher abseits der eigenen Performance zu verorten. Neben den erwähnten Schwierigkeiten, die Rolle des Titelverteidigers einnehmen zu können, konkurrierte er auch mit überdurchschnittlich vielen Partysongs. Und bei aller Liebe für den unschuldig-kurzweiligen „Tanzschein“ – Songs wie „Viva, Moldova!“ aus Moldau, „My System“ aus Schweden und auch der griechische Spaßtrack „Ferto“ von Akylas kamen kompositorisch aus einer ganz anderen Liga. Cosmó geht bald auf Österreich-Tour und veröffentlicht seine EP „Lieber ganz ich weiter“.
„Krone“-Analyse zu ESC – Cosmó kam mit (k)einem blauen Auge davon 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-05-17 16:47:33
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