Jetzt zweifelt sogar der Finanzminister selbst daran, dass sein am Mittwoch vorgestelltes Budget für die Jahre 2027 und 2028 halten wird. Ja, wer hätte das gedacht?
Jeder! Denn kein Wirtschaftsforscher getraut sich, eine verbindliche Prognose für diesen beinahe ewig langen Zeitraum zu stellen. Da wären Kartenleger, Glaskugelleser und andere Zauberer schon gefragter – sie wagen eher zu prognostizieren, was der Welt und Österreich bis Ende 2028 blüht.Stimmen werden deren Prognosen vermutlich genauso sehr oder so wenig wie jene des Finanzministers. Und so bekamen wir eben ein Budget serviert, das stimmen könnte. Oder eher auch nicht …Im März, als der noch kurz zuvor herrschende große Optimismus, die Erwartung, die Steuern würden heuer und in den nächsten Jahren wegen der anspringenden Wirtschaft nur so sprudeln, durch den Iran-Krieg rundum bereits zu schwinden begann, antwortete der Finanzminister auf die Frage, ob die – weltweite – Unsicherheit nicht gestiegen sei und dadurch ein Doppelbudget überhaupt noch eine gute Idee wäre: „Grundsätzlich ist es eine sehr gute Idee gewesen.“Die Idee wurde seit März jedoch keine bessere. Kriegsherr Donald Trump verkündet der Welt zwar regelmäßig, der Krieg sei in ein paar Tagen zu Ende. Es geschieht bloß nicht. Und so sprudelt weder das Erdöl noch die Steuern.Wir wissen nicht, was morgen geschieht. Aber der Finanzminister weiß, was er in 30 Monaten zur Verfügung hat?Das könnte schiefgehen. Aber wir träumen mit Herrn Marterbauer, dass seine Rechnung aufgeht – sie kostet uns ja schon bei seiner optimistischen Einschätzung mehr als genug.
„Krone“-Kommentar – Wie das vorgestellte Budget schiefgehen könnte … 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-06-10 18:12:34
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