Der nächste Femizid erschüttert das Land: Ein 36-Jähriger tötete im südsteirischen Heimschuh seine Gattin mit einem Gewehr und richtete sich dann selbst. Das Ehepaar hinterlässt zwei Kinder. Als mögliches Motiv gilt der Scheidungswunsch der Frau. Im Ort kann sich niemand erklären, wie es so weit kommen konnte.
Erst am Mittwoch sorgte der brutale Messermord an einem 84-jährigen Steirer im ganzen Land für Entsetzen – wir haben berichtet. In der Nacht auf Samstag kam es in der Gemeinde Heimschuh (Bezirk Leibnitz) zur nächsten unfassbaren Bluttat: Ein 36-jähriger Einheimischer soll im gemeinsamen Haus im Zuge eines Streits seine 35-jährige Ehefrau mit einer legal besessenen Langwaffe erschossen und sich danach selbst gerichtet haben.Die zwei Kinder des Paares, ein sechs- und ein neunjähriger Bub, waren zum Tatzeitpunkt zum Übernachten bei Verwandten. „Als ein naher Angehöriger das Ehepaar telefonisch nicht mehr erreichen konnte, hielt er im Haus Nachschau und fand gegen sechs Uhr früh die leblosen Körper in der Küche“, sagt Polizeisprecher Fritz Grundnig.Beim „Krone“-Lokalaugenschein im beschaulichen Ortsteil Unterfahrenbach strahlt am Samstagvormittag die Sonne vom Himmel, an der schmalen Straße reiht sich ein schmuckes, gepflegtes Einfamilienhaus ans nächste. Doch Polizeiautos und ein Absperrband vor einer Hauszufahrt zerstören die Idylle und lassen erahnen, dass hier etwas Schlimmes passiert sein muss. Der Spielplatz im großen Hausgarten ist verwaist.Gemeinde unter Schock, Konzert wurde abgesagtGerichtsmedizinerinnen in weißen Ganzkörperanzügen betreten das Haus. In der Nachbarschaft herrscht tiefe Betroffenheit, niemand kann sich vorstellen, wie es hier zu so einer Tragödie kommen konnte. Mitbekommen hat von der nächtlichen Horror-Tat offenbar aber niemand etwas. „Es gibt weder Augen- noch Ohrenzeugen“, sagt Grundnig. „Es waren unauffällige, nette Leute. Zuletzt habe ich aber gehört, dass es eine Scheidung geben soll“, sagt ein unmittelbarer Anrainer.Das könnte auch das Motiv des Südsteirers, der bei einer Baufirma gearbeitet hat, gewesen sein: „Ersten Erhebungen zufolge dürfte die Frau die Trennung bzw. Scheidung von ihrem Mann angekündigt haben“, so Polizeisprecher Grundnig. Bislang seien weder der Mann noch die Frau polizeilich auffällig geworden. Der 36-Jährige hatte zwei Gewehre legal besessen, eines davon dürfte die Tatwaffe gewesen sein.In der Gemeinde Heimschuh mit knapp 2000 Einwohnern herrscht Fassungslosigkeit. Ein für Samstagabend geplantes Konzert des örtlichen Musikvereins wurde abgesagt. „Es ist unbegreiflich, der ganze Ort ist zutiefst betroffen. Ich möchte den Angehörigen mein tiefstes Mitgefühl ausdrücken“, sagt Bürgermeister Alfred Lenz, der am Morgen direkt von Verwandten des Ehepaars über die furchtbare Tat informiert wurde. Der Ortschef spricht von „netten, fleißigen und immer hilfsbereiten Leuten“. Mit ihren Kindern hätten sie stets viel unternommen.Ob die Tat geplant war, ist noch nicht bekannt. Weitere Ermittlungen zum Tathergang laufen, die Leichen werden obduziert.
Lokalaugenschein – Ehefrau erschossen: Ganzer Ort in Schockstarre 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-25 15:56:29
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