Die USA meinen es wirklich ernst! Donald Trump will nach den vorerst gescheiterten Friedensverhandlungen mit dem Iran am Montag mit der angekündigten Blockade der Straße von Hormuz beginnen. Ab 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit sollen Schiffe abgefangen werden. Es droht ein gefährlicher Domino-Effekt …
Die Blockade betreffe alle Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen wollen, kündigte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X an. Laut „Wall Street Journal“ erwägt Trump auch begrenzte Militärschläge, um die Gespräche wieder in Gang zu bringen.Die Konsequenz: Die Ölpreise ziehen prompt wieder an. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni lag zur Eröffnung bei 102,50 US-Dollar. Vor den Verhandlungen hatte der Preis noch bei 95,20 Dollar gelegen. Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf spottete auf X an die US-Bevölkerung gerichtet: „Habt Spaß mit den aktuellen Spritpreisen.“Iran-Regime zeigt sich unbeeindrucktGhalibaf hatte die Verhandlungen im pakistanischen Islamabad für den Iran geleitet. Er deutete die amerikanischen Drohungen laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim als Ausdruck von Ratlosigkeit, in die die USA seit Ausbruch des von ihnen mit Israel begonnenen Krieges geraten seien.Trump will mit der Hormuz-Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden. Der Iran ist einer der größten Ölproduzenten der Welt. Die Straße von Hormuz ist daher auch für Teheran enorm wichtig, um seine Ölexporte an die internationalen Märkte zu bringen.Der Iran gab sich jedoch unbeeindruckt. Trumps Ankündigung der Seeblockade sei nichts als Bluff, schrieb der Sprecher des Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, Ebrahim Rezaei, in der Nacht auf X. Dies würde als Militäroperation gewertet, „und wir würden darauf reagieren.“ Die Revolutionsgarden warnten davor, dass sich Militärschiffe der Straße von Hormuz nähern. Dies würde als „klarer Verstoß gegen die (seit Mittwoch) bestehende Waffenruhe betrachtet“, hieß es Sonntagabend in einer Mitteilung.Die Infografik zeigt die Bedeutung der Straße von Hormuz als wichtige Frachtroute mit zahlreichen Öl- und Gasfeldern, Raffinerien und Pipelines in der Region. Das Balkendiagramm darunter stellt die täglichen Schiffspassagen von Februar bis April dar. Nach dem Kriegsbeginn sinken die Passagen stark ab und bleiben bis zur Waffenruhe niedrig. Quelle: Port Watch/Marinetraffic.if(!window.apaResc)window.apaResc=e=>{window.addEventListener(„message“,a=>{const s=a.data;if(s[e])Array.from(document.getElementsByClassName(e)).forEach(a=>{a.style.height=s[e]+“px“})})};apaResc(„apa-0460-26“);Gefährlicher Domino-Effekt drohtDie Blockade der Meerenge würde den USA Zeit verschaffen, Minen dort zu räumen und eine geschützte Passage für die Handelsschifffahrt einzurichten, zitiert das „Wall Street Journal“ amtierende und ehemalige US-Verteidigungsbeamte. Erneute iranische Angriffe würden diese Mission jedoch schnell erschweren, hieß es.Irans Revolutionsgarden verfügten weiterhin über einen Großteil ihrer umfangreichen Flotte wendiger Schnellboote, mit denen sie die Straße von Hormuz kontrollierten. Mehr als 60 Prozent dieser schnellen Angriffsboote seien intakt und stellten weiterhin eine Bedrohung dar, wurde Farzin Nadimi von der Denkfabrik Washington Institute zitiert.Der Iran-Experte Danny Citrinowicz schrieb auf X: „Der Iran wird wahrscheinlich nicht nachgeben.“ Er könnte Teile der US-Marine ins Visier nehmen, um die Entschlossenheit der Amerikaner zu testen. Auch der Iran-Forscher Hamidreza Azizi befürchtet, dass der Iran die mit ihm verbündete Huthi-Miliz im Jemen ermutigen wird, die Meerenge Bab al-Mandab und damit die Einfahrt zum Roten Meer und zum weiter nördlich gelegenen Suezkanal unter Beschuss zu nehmen.Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim schrieb auf X: „Wenn Trump gegen die Straße von Hormuz vorgeht, wird er auch die Meerenge von Bab al-Mandab verlieren.“ Israelische Medien berichteten, dass sich die israelischen Streitkräfte auf einen erneuten Konflikt mit dem Iran bereits vorbereiteten.Nach seiner Ankündigung ging Trump golfen:Dem US-Präsidenten ist alles „egal“Trump sagte zu Reportern, es sei ihm „egal“, ob der Iran an den Verhandlungstisch zurückkehre oder nicht. „Es ist mir egal, ob sie zurückkommen oder nicht. Wenn sie nicht zurückkommen, ist das auch in Ordnung“, erklärte der Republikaner.Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten Centcom schrieb auf X weiter, die Seeblockade schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein. Die Blockade werde gegenüber Schiffen aller Nationen durchgesetzt. Niemand, der eine „illegale Maut“ entrichte, werde auf hoher See sichere Passage haben, hatte Trump zuvor auf Truth Social geschrieben.Ob und wann es zu weiteren Verhandlungen kommt, ist unklar. Pakistans Außenminister Ishaq Dar rief beide Seiten auf, an der Waffenruhe festzuhalten. Pakistan werde seine Vermittlerrolle auch weiterhin wahrnehmen, hieß es.
Ölpreise ziehen an! – Iran belächelt Trumps Hormuz-Blockade: „Viel Spaß“ 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-13 04:59:01
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