Eine Studie listet neue Missbrauchsvorwürfe gegen den Essener Kardinal Hengsbach auf. In mindestens vier Fällen halten die Forscher die Schilderungen für plausibel.
Eine Studie zu sexuellem Missbrauch durch den Essener Bischof Franz Hengsbach (1910-1991) hat weitere Verdachtsfälle zutage gefördert. 66 Menschen hätten sich nach einem Interviewaufruf Ende 2024 gemeldet, insgesamt vier geschilderte Missbrauchsfälle seien als „gut belegt und plausibel einzustufen“, sagten Forscher der beauftragten Institute bei einem Zwischenbericht über die Studie in München.
„Es gab klare Hinweise, dass Franz Hengsbach ein Täter war“, sagte die Forscherin Helga Dill für das Münchener Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP). Bisher waren zwei mögliche Übergriffe aus den 1950er und 1960er Jahren bekannt.
Der viele Jahre hoch angesehene Ruhrbischof soll in drei Fällen in den 1950er bis 1980er Jahren sexualisierte Gewalt gegen junge Mädchen ausgeübt haben, ein möglicher Übergriff gegen einen Jungen gilt als „in der Schilderung konsistent“, sagten die Forscher. Hengsbach soll unter anderem Mädchen an die Brust gefasst und eine 16-Jährige zu sexuellen Handlungen gezwungen haben. Einen Firmling soll Hengsbach Ende der 1960er Jahre in der Sakristei aufgefordert haben, sich auf seinen Schoß zu setzen und „hin- und herzurutschen“.
„Sexualstraftäter ohne Wenn und Aber“
„Hengsbach war ein Sexualstraftäter – ohne Wenn und Aber“, sagte der Sprecher der Betroffenen, Johannes Norpoth. Die Kirche müsse Konsequenzen ziehen und Macht in ihren Strukturen begrenzen.
„In mindestens drei Fällen sexualisierter Gewalt gegen junge Frauen ist davon auszugehen, dass sie so stattgefunden haben, wie Betroffene sie schildern“, räumte der aktuelle Essener Bischof Franz-Josef Overbeck ein. Betroffenen sei über viele Jahrzehnte nicht geglaubt worden, sagte er.
Auch Overbeck räumt Fehler ein
Overbeck räumte auch selbst Versäumnisse im Zusammenhang mit dem Fall ein: Er habe Informationen aus Paderborn über einen Missbrauch durch Hengsbach, die ihm bereits 2011 vorlagen, jahrelang nicht weitergegeben. Er habe den Vorgang unterschätzt, weil er sich nicht habe vorstellen können, dass ein Bischof „zu solchen furchtbaren Taten fähig ist“, sagte er. Dies sei eine Fehleinschätzung gewesen und habe den Aufarbeitungsprozess verzögert.
„Destruktiver Machtmissbrauch“
Die Forscher sprechen von „destruktivem Machmissbrauch des Bischofs gegenüber unterstellten Klerikern“. Hengsbach habe laut Zeugenaussagen mehrfach von sexualisierter Gewalt erfahren, aber abwehrend reagiert und keine Konsequenzen für die Beschuldigten gezogen. Eine mögliche Mitwisserschaft und täterschützendes Verhalten würden bei der Fortsetzung der Studie bis zum Herbst 2027 untersucht.
Der 1988 zum Kardinal berufene Hengsbach galt lange als einer der einflussreichsten katholischen Kleriker der Nachkriegszeit in Deutschland. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe 2023 hatte sich die katholische Kirche aber von ihm distanziert. Ein Hengsbach-Denkmal vor dem Essener Dom wurde abgebaut, in der Nähe soll nun ein Gedenkort für Missbrauchsopfer entstehen.
„Weckruf“ für die ganze katholische Kirche
Der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer sprach von einem „Weckruf“ für die gesamte katholische Kirche weit über Essen hinaus. Es gehe nicht nur darum, sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch im Ruhrbistum zu rekonstruieren. Die Kirche müsse verstehen, wie gefährlich theologisch-spirituelle Überhöhungen Einzelner seien.
Er habe selbst als junger Priester erlebt, wie „hochgradig autoritär“ der Bischof auftreten konnte, sagte Pfeffer. Kritik an Missständen sei über viele Jahrzehnte kaum möglich gewesen. Wohin das führen könne, decke der Bericht auf. Nun seien Konsequenzen wichtig. Das Bistum habe bereits seine Präventionsarbeit verstärkt und eine „hohe Wachsamkeit“ für Gefahren sexualisierter Gewalt entwickelt.
Die Untersuchung wurde von drei renommierten Instituten, dem Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) in München, Dissens-Institut für Bildung und Forschung in Berlin und der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH), durchgeführt. Grundlage sind zahlreiche Akten – auch Geheimakten – aus kirchlichen Archiven mit Tausenden von Seiten.
Missbrauchsvorwürfe: „Täter ohne Wenn und Aber“? Neue Vorwürfe gegen Hengsbach 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-06-25 14:11:54 Aktuelle Nachrichten Weltnachrichten Landesnachrichten Wichtigste Nachrichten Aktuelle Nachrichten Wichtigste Aktuelle des Tages Justiz Petar Nizamov Federn Petar Nizamov – Federn Justiz bg iustitia.bg iustitia iusticia usticia Untersuchung Burgas Bulgarien Nachrichten Nachrichten der letzten Stunde Nachrichten des Tages Nachrichten von heute Bulgarien Nachrichten Die Nachrichten aus Bulgarien Blitznachrichten Top-Nachrichten Wichtigste Meistkommentierte Aktuelle Nachrichten Bojko Borissow Nachrichten Wetter Coronavirus Nachrichten Nachrichten Wetter Facebook YouTube Facebook Instagram Nachrichten heute Nachrichten der letzten Minuten Nachrichten heute Nachrichten von heute Nachrichten BG Nachrichten Top-Nachrichten Aktuelle Nachrichten BG Nachrichtenseite für Nachrichten Alle Nachrichten Nachrichten BG Nachrichten der letzten Stunde Aktuelle Aktuelle Nachrichten BG Nachrichten von heute Nachrichten heute Nachrichten heute Nachrichten der letzten Stunde Aktuelle Nachrichten von heute Nachrichten BG Nachrichten Nachrichten 24 Stunden Nachrichten Vesti BG Novini Nachrichten Welt Vogel BG Bivol BG Bivol Trud BG Novini Aktuelle Nachrichten heute Novinite BG Nachrichten Hallo Bulgarien Politische Partei Wappen Deljan Pejewski Skandal Bulgarische Nationale Fernsehsender Free Europe Television Skandal Exklusiv Live-TV Live im Fernsehen tv online tv program bg live now tv news online tv online live Gericht Burgas Gericht Bezirksgericht Burgas Gericht Bezirksgericht Burgas Bezirksgericht Burgas Berufungsgericht Burgas Staatsanwalt Burgas Staatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Bezirksstaatsanwaltschaft Burgas Generalstaatsanwalt Ivan Geshev Staatsanwalt Geshev Tsatsarov Innenministerium Burgas ODMR Burgas ODPR Burgas Polizei Burgas Bezirkspolizei Burgas Staatsanwalt Burgas Tsatsarov SGS-Fälle Varna Gericht Vorsitzender des SGS Gerichtsentscheidungen in Zivilsachen Entscheidungen in Fällen Plovdiv Gericht Entscheidung des Gerichts Entscheidungen Fälle Varna Gericht Strafsachen Bezirksbezirksgericht Entscheidungen Arbeit im Gericht SGS Vorsitzender des SGS Richter Sofia Gericht Posten Richter Plovdiv Gericht Richter in Plovdiv Inspektion des Obersten Gerichtshofs in Plovdiv Oberster Gerichtshof Oberster Justizrat Rechtsanwalt Rechtsanwalt Strafsachen Rechtsanwalt Zivilsachen Rechtsanwalt Ehesachen Rechtsanwalt Verwaltungsstrafrecht Strafprozess Zivilrecht Zivilprozess Verwaltungsrecht Verfassungsrecht


