Das Verhältnis der Österreicher zu den USA hat sich deutlich abgekühlt! Der Großteil sieht die USA derzeit als größte Bedrohung für den Weltfrieden. Damit überholen die Vereinigten Staaten von Amerika unter der Führung von Donald Trump sogar Wladimir Putins Russland …
Dies zeigt eine am Freitag veröffentlichte Umfrage der Meinungsforscher vom Institut Unique Research. 37 Prozent der Befragten nennen die USA als größte Bedrohung für den Weltfrieden, während lediglich 33 Prozent Russland anführen.Das ist eine drastische Trendumkehr: In einer ähnlichen Umfrage vor zwei Jahren hatten noch 60 Prozent Russland genannt und nur 15 Prozent die USA. Der erratische Führungsstil von Trump lässt offenbar auch in Österreich niemanden mehr kalt.Von vier auf acht Prozent hat sich der Anteil jener Befragten, die in der Europäischen Union die größte Bedrohung für den Frieden auf der Welt sehen, deutlich erhöht. Bemerkenswert: Im Friedensprojekt Brüssel sehen damit mehr Menschen eine Gefahr als in China. Lediglich vier Prozent sehen Peking als eine Gefahrenquelle für den Weltfrieden – trotz militärischer Interventionen rundum Taiwan und im Indo-Pazifik.
Die Onlineumfrage wurde vom 29. April bis 5. Mai vom Institut Unique Research durchgeführt, im Auftrag des Magazins „Der Pragmaticus“.
Die Stichprobe soll die Wahlberechtigten in Österreich repräsentieren und bestand aus 835 Personen, die statistische Schwankungsbreite beträgt 3,4 Prozent.
Das Weltbild wurde „nahezu umgedreht“„Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die USA für Österreich und Europa wirtschaftliches, politisches und kulturelles Vorbild. Dieses Bild hat sich nahezu umgedreht“, kommentierte Meinungsforscher Peter Hajek die aus Anlass des 250. Jahrestags der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika am 4. Juli durchgeführte Umfrage.„Nur noch jeder Fünfte hat ein positives Bild von den USA, drei Viertel sehen sie negativ.“ Der Anteil derjenigen, die ein sehr negatives Bild von den USA haben, hat sich dabei in den vergangenen zwei Jahren von 14 auf 29 Prozent mehr als verdoppelt.Laut Hajek war das Amerikabild vor allem im linken Milieu immer kritisch. Während die USA früher „vielleicht als konservativ, puritanisch oder machtpolitisch hart“ wahrgenommen worden seien, galten sie auch als „radikal demokratisch“. „Genau diese demokratische Strahlkraft ist beschädigt.“ Die USA würden „zunehmend als autoritär und verantwortungslos wahrgenommen“.Satte Mehrheit lehnt US-Wirtschaftsmodell abTatsächlich sehen 63 Prozent der Befragten die USA als autoritär und nur 25 Prozent als demokratisch an. 70 Prozent sehen sie als verantwortungslos an, nur 20 Prozent als verantwortungsvoll.Jeweils 77 Prozent der Befragten denken, die USA hätten zu viel Einfluss und seien nur auf Profit aus. Bei traditionell mit den USA assoziierten Eigenschaftsworten wie innovativ (45 Prozent), mutig (57 Prozent) oder leistungsorientiert (59 Prozent) gibt es bessere Werte.78 Prozent der Befragten sehen einen Unterschied zwischen dem amerikanischen und europäischen Wirtschaftsmodell, und fast genau so viele (73 Prozent) sehen das amerikanische nicht als Vorbild für Europa. Eine knappe relative Mehrheit von 46 zu 44 Prozent sieht die Meinungsfreiheit in den USA gefährdet.Trump riskiert US-VormachtstellungDas für US-Präsident Trump wohl schmerzhafteste Ergebnis bringt die Frage nach der künftigen globalen Führungsmacht. Nur 16 Prozent der Befragten erwarten nämlich, dass die USA in zehn Jahren politisch und wirtschaftlich auf der Welt führend sein werden. Die Europäische Union nennen sieben Prozent, Indien vier Prozent und Russland drei Prozent. Mit großem Abstand an der Spitze steht China, das nach Ansicht von 46 Prozent der Befragten im Jahr 2036 die globale Führungsmacht sein wird.
Neuer Umfrage-Schock – Österreichs Weltbild hat sich „nahezu umgedreht“ 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-06-05 10:04:28
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