Indem er seine kleine Nichte mit einem Fake-Profil täuschte, erschlich sich der Onkel das Vertrauen des Kindes und missbrauchte es. Der 37-Jährige, der jetzt auch in Korneuburg (NÖ) verurteilt wurde, ist Wiederholungstäter. Trotzdem ahnte die Familie nichts.
Bei diesem Rückfall wurden alle Grenzen überschritten: „Er hat das Familiengefüge nachhaltig zerstört“, fasst es die Staatsanwältin im Landesgericht Korneuburg (NÖ) zusammen. Schon 2023 wurde der 37-Jährige in Wien zu einer teilbedingten Haftstrafe verurteilt. Schon damals hatte er sich im Netz als Mädchen ausgegeben und geschlechtliche Handlungen seiner minderjährigen Chatpartner verlangt. Ein Mädchen hat er damals dazu gebracht, Handlungen an einem zweijährigen Kind vorzunehmen und dies zu filmen.Mit Pferde-Profilbild das Vertrauen erschlichenSeine Freundin, die er nach der Verurteilung wie geplant heiratete, ließ er über den wahren Grund für die kurze Haft im Unklaren: „Sie haben Ihrer Frau nie reinen Wein eingeschenkt, sie hat geglaubt, es war etwas anderes“, so der Richter im Landesgericht Korneuburg.o der Mann erneut angeklagt ist. Diesmal fand er sein Grooming-Opfer im engsten Familienkreis. Mit einem weißen Pferdekopf als Profilbild gab er sich diesmal als zwölfjährige Samira (Name geändert) aus. Um sich via WhatsApp das Vertrauen seiner kleinen Nichte zu erschleichen. Von der er als Onkel natürlich wusste, dass sie Pferde liebt.Wieder gelang es ihm, seine Chatpartnerin dazu zu bringen, sich bei geschlechtlichen Handlungen zu filmen. Dazu benutzte er ein altes IPhone seiner Frau, das er im Hasenstall versteckt hielt. Nach elf Tagen entdeckte die Mutter der Zehnjährigen die Chats am Handy des Mädchens.Als sie ihrer Schwester davon erzählte, gestand deren Mann endlich: „Ich war es. Ich bin Samira“, soll es aus ihm rausgeplatzt sein.Grooming bezeichnet die gezielte Kontaktaufnahme Erwachsener zu Minderjährigen im Internet mit dem Ziel, ihr Vertrauen für spätere sexuelle Übergriffe zu missbrauchen.„Nein, sie wird es nicht vergessen“Im Prozess sagt der Mandant von Anwalt Leonhard Kregcjk: „Ich weiß nicht, was mich da geritten hat. Ich hoffe, sie kann es irgendwann vergessen“, ist der Mann zum schweren sexuellen Missbrauch seiner kleinen Nichte geständig. „Nein, sie wird es nicht vergessen, Kinder vergessen so etwas nicht“, kontert die Opfervertreterin empört. – Neben zwei Jahren Haft wurde der bedingte Teil der Strafe aus 2023 in der Höhe von 16 Monaten widerrufen.
Nichte missbraucht – Ekel-Grooming: Onkel gab sich als Zwölfjährige aus 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-05-04 16:49:32
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