Alte politische Ressentiments wollen gepflegt werden – auch wenn es nur um eine Lappalie geht. Die Stromkosten für das Schoko-Geschäft des Mödlinger Ex-Stadtchefs führten zu überaus hitzigen Wortgefechten in sozialen Medien.
Auf einer (politischen) Wellenlänge waren Hans Stefan Hintner, einstmals ÖVP-Bürgermeister im niederösterreichischen Mödling, und Stephan Schimanowa, Vertreter des linken Flügels der örtlichen SPÖ, ja nie. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Offensichtlich wurde das bei einem kuriosen Streit um Stromkosten, den die beiden in den sozialen Medien ausfochten.Schoko-Laden im RathausNach dem Abgang aus der Politik erfüllte sich Hintner einen Traum – einen Süßigkeitenladen. In einem 13-Quadratmeter-Lokal im historischen Rathaus – früher als Trafik, später als Lagerraum genutzt – führt er seither das Schoko-Geschäft „Picksiass“.Hintner zahlt Miete – doch bei den Stromkosten gehen die Meinungen auseinander. Zähler gibt’s für das Kammerl nämlich keinen.Uneinigkeit über PauschaleAls die Stadtregierung von Schwarz-Rot auf Rot-Grün wechselte, rückte auch Hintners süßes Hobby in den Fokus. Der Altbürgermeister spricht von einer „Strompauschale“, die er an die Stadt entrichte. Doch das Rathaus ist dafür gar nicht zuständig. Städtische Immobilien verwaltet nämlich „Mödling Wohnen“, dort will man von einer Pauschale nichts wissen.Und das alte Rathaus ist an den Standesamtsverband vermietet – Hintner ist also quasi Untermieter.Zähler wird installiertAndreas Holzmann, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats von „Mödling Wohnen“, zieht jetzt einen Schlussstrich unter die Causa: „Ein Subzähler wird montiert. Die Stromrechnung zahlt Hintner künftig an den Standesamtsverband.“ Bis wann sich die Kosten für den Zähler amortisieren werden, ist freilich nicht bekannt …
Hitzige Wortgefechte – Lokalpolitische Posse um „picksiasse“ Stromkosten 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-03-24 05:20:48
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