In Guntramsdorf ist die Aufregung groß. Im Abwasser wurden die höchsten Speed-Rückstände Österreichs gemessen. Die Marktgemeinde vor den Toren Wiens verweist jedoch darauf, dass der Ort kein Drogenproblem habe. Die „Schuldigen“ ortet man woanders.
Bereits seit Coronazeiten nimmt Guntramsdorf im Bezirk Mödling freiwillig am Drogenmonitoring des Institutes für Gerichtliche Medizin in Innsbruck teil, bei dem die Abwässer von 18 österreichischen Kläranlagen unter die Lupe genommen werden. Dabei wurden – wie berichtet – in den Abwässern der Gemeinde im Bezirk Mödling die bundesweit größten Mengen an Amphetamin (Speed) gemessen.„In Coronazeiten halfen uns diese Tests sehr, weil wir dadurch beobachten konnten, wann die nächste Welle kommt“, erklärt Alexander Handschuh, Pressesprecher des Rathauses. Dass jedoch der Drogenkonsum in dem knapp 10.000 Einwohner zählenden Ort angestiegen wäre, könne man absolut nicht beobachten.Pinkelpausen von über 100.000 Reisenden pro Tag mit eingerechnetHandschuh erklärt, dass in der örtlichen Kläranlage auch ein Ortsteil von Traiskirchen mit einbezogen sei, ebenso die Oldtimer-Autobahnraststation auf der A2. „Die ASFINAG verzeichnet alleine dort täglich über 100.000 Bewegungen, vor allem auch von vielen Lkw-Fahrern“, erklärt Handschuh. Und fast alle Leute, die dort haltmachen, würden auch die Toiletten aufsuchen.Auch das Seniorenheim könnte mit seinem Medikamentenverbrauch einen Teil zu den hohen Werten beitragen.„Wir haben ein funktionierendes Netzwerk mit unseren Schulen, der Polizei und der Jugendarbeit, aber niemand konnte uns von einem Anstieg beim Drogenkonsum berichten“, betont Handschuh.
„Keine Drogenhochburg“ – Speed-Hotspot: Schuld sollen „Fremdpinkler“ sein 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-03-27 07:01:05
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