Laut dem deutschen Magazin „Spiegel“ sind die Ermittlungen gegen Christian Ulmen wegen der Verbreitung von Deepfake-Videos in Deutschland aufgenommen worden. Hintergrund ist demnach eine Anzeige seiner Ex-Frau Collien Fernandes, die dem Schauspieler und Moderator vorwirft, sie „virtuell vergewaltigt“ zu haben. Nun haben sich Ulmens Anwälte erstmals ausführlich zu den Vorwürfen geäußert.
„Unser Mandant hat zu keinem Zeitpunkt Deepfake-Videos von Frau Fernandes oder anderen Personen hergestellt und/oder verbreitet“, teilten die Rechtsanwälte Christian Schertz und Simon Bergmann in einer Aussendung mit. Deepfakes sind Fotos oder Videos, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz produziert werden. Nach derzeitiger Kenntnis würde dieser Vorwurf auch überhaupt nicht erhoben, hieß es weiter. Zudem stünden sie mit der „aktuell geführten Debatte über Strafbarkeitslücken bei Deepfake-Pornografie in keinem Zusammenhang“.Auch in Spanien gebe es keine Ermittlungen, sagten die beiden Anwälte. Die Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes habe nämlich keine Erklärung an einen Notar abgegeben, was Voraussetzung dafür gewesen wäre, das Verfahren fortzusetzen. Grundsätzlich begrüße man aber „die beabsichtigte Schließung von Strafbarkeitslücken bei Deepfake-Pornografie“, hieß es in der Stellungnahme weiter. Es bräuchte klare gesetzliche Regelungen.Hier sehen Sie das jüngste Posting des „Spiegel“ zu dem Fall:Fernandes wegen Gewalt festgenommen?Bereits zuvor hatten die Anwälte Ulmens die Vorwürfe zurückgewiesen und von einer „einseitigen Darstellung“ gesprochen. Nun gehen sie aber deutlich weiter. Collien Fernandes habe auf Mallorca selbst körperliche Gewalt gegen Ulmen ausgeübt und ihm eine Verletzung am Hals zugefügt, heißt es in der Aussendung am Freitag gar. Sie sei damals vorübergehend festgenommen worden. „Die Polizei, dies ist eindeutig belegt, ging insofern von beidseitigen Verfehlungen aus“, ist zu lesen. Es habe keine einseitige Schuldzuweisung gegen Christian Ulmen gegeben. Worin seine eigene Verfehlung bestand, wurde nicht näher ausgeführt.Ermittlungen wegen Nachstellung bestätigt„Wir leiten aktuell gerichtliche Schritte gegen die initiale Berichterstattung des Spiegel ein“, gaben die Anwälte Schertz und Bergmann bekannt. Das Nachrichtenmagazin hatte als erstes von den Vorwürfen berichtet und gab an, dass die Ermittlungen auf ihre Veröffentlichungen zurückzuführen seien. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass es um die Straftat der Nachstellung gehe und derzeit geprüft werde, ob noch weitere Straftatbestände in Betracht kämen. Für Nachstellung drohen in Deutschland bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe.Wie berichtet, wirft Fernandes ihrem Ex-Mann Ulmen vor, mit gefälschten Profilen in ihrem Namen zahlreiche Männer kontaktiert zu haben. Diesen habe er erotische Geschichten, pornografische Bilder und Videos von ihr geschickt, die mithilfe von KI erstellt wurden.Ulmen und Fernandes sind seit Herbst 2025 getrennt, sie haben eine gemeinsame Tochter.
Vorwürfe von Fernandes – Ulmens Anwalt holt jetzt zum Gegenschlag aus 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-03-27 21:09:52
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