US-Präsident Donald Trump hat erneut mit Besitzansprüchen auf fremde Territorien für Aufregung gesorgt: Auf seiner Social-Media-Plattform provoziert er mit einem Bild einer Karte, auf der Venezuela mit der US-Flagge hinterlegt ist. Überschrieben ist die Darstellung mit „51. Bundesstaat“.
Die Vereinigten Staaten haben 50 Bundesstaaten. Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez erklärte daraufhin, ihr Land habe „niemals“ in Erwägung gezogen, 51. Bundesstaat zu werden. „Das ist nicht vorgesehen“, sagte sie. Venezuela sei keine Kolonie, und die Regierung in Caracas werde auch weiterhin die Integrität, Souveränität und Unabhängigkeit des Landes schützen. „Präsident Trump weiß, dass wir an einer diplomatischen Agenda der Zusammenarbeit gearbeitet haben. Das ist der Kurs, und das ist der Weg“, sagte sie.Nicht Trumps erste ProvokationTrumps Anspielungen auf einen 51. Bundesstaat der USA erinnern an frühere Aussagen über das Nachbarland Kanada. In der Vergangenheit hatte der US-Präsident mehrfach öffentlich mit dem Gedanken gespielt, Kanada unter US-Kontrolle zu bringen. Das Nachbarland solle Teil der Vereinigten Staaten und der „51. Bundesstaat“ werden, hieß es. Kanada lehnt dies strikt ab. Hinzukamen unverhohlene Besitzansprüche auf die zum NATO-Partner Dänemark gehörende Insel Grönland, die in Europa auf viel Unmut stießen.Auch mit Blick auf Venezuela ist es nicht die erste Provokation des US-Präsidenten: Anfang dieses Jahres postete er etwa eine Fotomontage, die auch ein Plakat zeigte, auf dem neben den USA unter anderem Venezuela in den Farben der US-Flagge dargestellt war.US-Militär nahm Anfang Jänner Venezuelas Staatschef Maduro festDas US-Militär war Anfang des Jahres in Venezuela eingedrungen und hatte den autoritären Staatschef Nicolás Maduro gefangen genommen und in die USA gebracht. Ihm soll in New York wegen angeblicher Verwicklung in Drogengeschäfte der Prozess gemacht werden.Trump sagte nach der Festnahme Maduros im Jänner, Venezuela stehe nun unter der Kontrolle der Vereinigten Staaten. Anfang März nahmen beide Staaten offiziell wieder diplomatische Beziehungen auf. Rodríguez, die von Trump als „fantastisch“ gelobt wurde, war Vizepräsidentin unter Maduro gewesen.Handeslsbeziehungen blühenDer Handel zwischen den USA und Venezuela stieg im ersten Quartal dieses Jahres um fast 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie aus Daten der US-venezolanischen Industrie- und Handelskammer von Dienstag hervorgeht. Demnach erreichte das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern von Jänner bis März rund 3,3 Milliarden Dollar (gut 2,8 Milliarden Euro), gegenüber 2,7 Milliarden Dollar im selben Zeitraum des Vorjahres.
Provokantes Posting – Trump erklärt Venezuela zu „51. Bundesstaat“ 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-05-13 06:07:03
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