Ein Fußballspiel unter dem Einfluss des politischen Weltgeschehens … Am Montagabend (Ortszeit) startete der Iran ausgerechnet in den USA in die Fußball-Weltmeisterschaft. Seinen Torjubel im Anschluss an den Treffer zum 2:2-Endstand gegen Neuseeland nutzte Mohammad Mohebi, um mit einer Pistolengeste auf den Krieg in der Heimat aufmerksam zu machen.
Vor dem Stadion herrschten Proteste, bei der Hymne sangen Irans Spieler unter Pfiffen laut mit. Bereits vor Anpfiff war klar: Das politische Weltgeschehen wird bei der Partie mitspielen. Befürchtete Ausschreitungen blieben Gott sei Dank aus, ganz ohne politische Botschaften ging die Partie dennoch nicht über die Bühne. Als Mohebi den Ball nach einer Traum-Flanke in der zweiten Halbzeit mit dem Kopf ins Tor lenkte, setzte er zum „Pistolero“-Jubel an – wohl um den Blick auf die Ereignisse der letzten Monate in der Heimat zu lenken. „Hier, um Fußball zu spielen“Mit dem ersten Punkt im Gepäck ging es für die Iraner nach Schlusspfiff prompt zurück nach Mexiko, wo die Truppe von Amir Ghalenoei während des Turniers haust. Der Grund: Irans Team darf sich nur für die Spiele in den USA aufhalten, außerdem wurden zahlreichen Funktionären des Verbandes die Einreise untersagt. Auch das Ticket-Kontingent wurde den Fans gestrichen, Ghalenoei will denn Fokus dennoch aufs Sportliche richten. „Wir sind hier, um Fußball zu spielen. Wir sind keine politischen Figuren“, so der 62-Jährige.
Remis zum WM-Auftakt – Iran-Profi bejubelt Treffer mit Pistolen-Geste 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-06-16 05:18:27
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