Bösch wurde am 8. Februar 1982 in Pune (Indien) geboren, wuchs nach ihrer Adoption im St. Galler Schoren-Quartier auf und wohnt seit dem 1. Oktober 2020 in Gais. Es ist die Gemeinde, in der sie in ihrer Jugend oft Zeit verbrachte.
Sie ist − nach entsprechenden sozialpädagogischen Ausbildungen − Inhaberin und Geschäftsführerin der im Januar 2016 von ihr gegründeten St. Galler «Hotelkrippe GmbH», zu der zwei Kinderkrippen «in der Stadt» gehören. Bei diesen werden aktuell rund 70 Kinder von zwei Dutzend Mitarbeitenden betreut.
In politischen Ämtern engagierte Personen gibt es in der Familie von Sarah Bösch nicht. Trotzdem entwickelte sich bei ihr schon früh das Interesse an gesellschaftlichen Themen. «Politisiert» wurde sie bereits im Alter von zwölf Jahren anlässlich einer Begegnung mit Hans Ulrich Stöckling. In der Diskussion zwischen dem damaligen St. Galler Regierungsrat und ihrem Adoptivvater ging es um die Abschaffung des Lehrerseminars, was sie nicht nachvollziehen konnte.
Zu Böschs Werdegang auf politischer Ebene zählen unter anderem die Mitgliedschaft in der kantonalen sowie der schweizerischen Bildungskommission der SVP (2011 – 2015), die Mitarbeit in den Initiativkomitees «No Billag» und «Lehrplan 21». Im Nachgang, zu der 2015 nur ein paar Monate dauernden Präsenz im Stadtparlament von Wil, zog sich die alleinerziehende Mutter einer 2011 geborenen aus der Politik zurück und konzentrierte sich auf den Aufbau ihres Unternehmens.
Der nächste Anlauf
Wieder ins politische Rampenlicht trat Bösch 2019, als sie im Kanton St. Gallen anlässlich der Ständeratsersatzwahl kandidierte. Im Frühling 2024 folgte ein weiterer Versuch, ein politisches Mandat zu erlangen, als sie bei den Gesamterneuerungswahlen in den St. Galler Regierungsrat wollte. Dabei holte sie kantonsweit 39 522 Stimmen, was nur für Platz zehn reichte. Noch im gleichen Jahr kandidierte Bösch erfolglos − wiederum erfolglos − für das Gemeindepräsidium von Balgach.
Nun nimmt sie einen weiteren Anlauf, diesmal in ihrer Wohngemeinde Gais. Mit der Bekanntgabe ihres Interesses lanciert Bösch noch vor den Sommerferien ein mögliches Kandidatenkarussell für das kommunale Ressort Bildung und Jugend. Der Termin für die ausserordentliche Ersatzwahl wurde durch die Gemeinde Gais auf den 23. August 2026 angesetzt.
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Bösch will in den Gemeinderat 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-06-25 13:22:00
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