Vier Augen sehen besser als zwei. Das dachten sich vielleicht einige der Anwesenden: Zum ersten Mal blickte ein Co-Präsidium auf ein Vereinsjahr zurück. Möglich gemacht hatte das die Revision der Statuten. Die Anwesenden waren mit Ursulina Kölbener und Marco Keller so zufrieden, dass sie sie einstimmig im Amt bestätigten. Zum neuen Präsidium passen die Neuerungen in der konkreten Arbeit. Die Einführung einer Vereinssoftware erleichtert allerlei Administratives. Bei der Kommunikation setzt man noch mehr auf die Digitalisierung, ist jetzt auch auf Instagram und Facebook unterwegs. Die Website wurde aktualisiert.
Schwierige Kandidatensuche
Im Personellen ist das Bild differenziert. Man freut sich, dass man seit der letzten Landsgemeinde nun drei Vertreter in der Standeskommission hat und dass man die 19 Sitze im Grossen Rat halten konnte. Als Ersatz für Landammann Roland Dähler konnte man aber trotz vieler Bemühungen keine Kandidaten finden, auch ausserhalb der eigenen Reihen. Gründe für die Absagen gab es verschiedene, das Volkswirtschaftsdepartement etwa, das Amt des Landammanns oder die berufliche und private Situation. Nicht fündig wurde man auch beim Ersatz von Stephanie Inauen, die nach zehn Jahren aus dem Vorstand ausgetreten ist und Wesentliches zum professionellen Auftritt der AVA beigetragen habe, sagte Ursulina Kölbener. Hier läuft die Suche weiter. Eine bemerkenswerte Neuerung ist die moderate Anhebung der Mitgliederbeiträge. Ein wesentlicher Grund sind die Inserate, die teurer geworden sind. Verstärkt wird der Trend dadurch, dass die politischen Amtsdauern der Mitglieder tendenziell kürzer werden. «Damit gibt es öfter Wahlkampf», sagte Marco Keller.
«Weiterführen und Nachjustieren»
Nicht fehlen durfte das Hearing mit Pius Federer, noch immer der einzige Kandidat für die Wahl zum stillstehenden Landammann. Man hoffe, dass eine solche Einerkandidatur die Ausnahme bleibe, sagte Co-Präsident Keller. Der Kandidat unterstrich das und meint selbstironisch: «Wenn ich bei Veranstaltungen Konkurrenz hätte, hätte ich mehr Zeit, um meine Antworten zu überlegen.» Grosse Pläne für die Leitung des Volkswirtschaftsdepartments wollte er keine skizzieren: «Das wäre vermessen.» Wichtig sei, das Aufgegleiste weiterzuführen, bei Bedarf nachzujustieren. Die Versammlung fasste schliesslich die Stimmfreigabe als Parole. Zur Wahl empfehlen konnte sie ihn aufgrund der AVA-Statuten nicht – er ist nicht Mitglied der Vereinigung. Und wer weiss: Vielleicht gebe es bis zur Landsgemeinde ja doch noch eine Auswahl, meinte Keller.
Eine klare Empfehlung gab es für Albert Fritsche als Hauptmann in den Bezirksrat Appenzell. Den Kandidaten reizt das Amt. «Etwas anpacken, gemeinsam entwickeln», sagte der 63-Jährige. Als Zeithorizont sieht er vier bis fünf Jahre.
Das Veloweggesetz bewegt
Für die Sachgeschäfte der Landsgemeinde – vorgestellt von Frau Landammann Angela Koller und Bauherr Hans Dörig – gab es drei Ja-Parolen. Bis auf eines gaben die Geschäfte wenig zu reden. Dieses eine war, genau: das Einführungsgesetz über die Velowege. Hier hatte der Bauherr verschiedenste Fragen zu beantworten. Es zeigt sich: Das Gesetz bewegt die Menschen. Es betrifft viele, ob als Grundstückbesitzer, Bikerin oder Landwirt. Es ist mit gewichtigen politischen Themen verbunden, der regionalen und interkantonalen Zusammenarbeit etwa: Ein attraktives Velowegnetz kann nur gemeinsam geknüpft werden. Wichtig ist auch das Vertrauen in die Behörden: «Kann ich ihnen vertrauen? Habe ich Mitsprache- oder Einspruchsmöglichkeiten?» Für den Bauherrn ist vor allem wichtig, dass das neue Gesetz die Zuständigkeiten für Bau und Unterhalt der Velowege regelt und den Behörden die Möglichkeit gibt, sich bei Einsprachen zu wehren. Er verwies zudem auf die Bedeutung von «Verstand und Respekt» auch in diesem Bereich und meinte: «Wenn alle Leute vernünftig wären, bräuchte es viele Gesetze nicht.»
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Stimmfreigabe für Landammann-Kandidat Federer 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-06 11:04:00
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