Der erfreulich positive Rechnungsabschluss, den Pflegerin Karin Schnetz den Kirchbürgern vorstellte, war dem um 88 575 Franken höher als budgetiert ausgefallenen Steuerertrag zu verdanken.
Personalkosten und Hagelschäden
Die Vorjahressteuern schenkten am meisten ein: die erfreuliche Folge der abgearbeiteten Rückstände beim Steueramt in Appenzell. Höher als budgetiert fielen die Gehälter aus, auch Bildung und Unterricht waren etwas teuerer als veranschlagt und Hagelschäden an Linde und Kirche sorgten ebenfalls für Mehraufwand. Bei einem Ertrag von 681’367 Franken (Budget: 592 684) und Aufwand von 680’890 Franken (Budget: 635’020) schloss die Rechnung statt mit dem veranschlagten Rückschlag von 42’336 Franken mit 476 Franken im Plus. Womit das Eigenkapital per 31. Dezember 2025 sich auf 815’308 Franken belief. Die Rechnung wurde ebenso einstimmig abgenommen wie das Budget für das Jahr 2026, das ausgehend von einem Ertrag von 647’184 Franken und Aufwendungen von 656 620 Franken mit einem Rückschlag von 9436 Franken rechnet. Einstimmig beibehalten wurde auch der Steuersatz von 19 Prozent für die Kirchbürger in Oberegg beziehungsweise 0,57 Einheiten für die Kirchbürger in Reute.
Friedhof und Pfarrhaus
Präsident Tobias Sonderegger hob in seinem Jahresbericht die erfreuliche Jugendarbeit von Blauring und Jungwacht hervor, zu der im vergangenen Jahr auch der Jungbürgeranlass gehörte. Die Einführung in die Kunst des Möschlens durch Möschelmeister Rico Roncoroni fand ebenso Anklang wie die Kirchturmbesteigung mit Mesmer Rolf Hochreutener. Erfreulich war auch, dass in der Seelsorge-Einheit 15 junge Erwachsene sich auf den Firmweg begeben.
Erfreut zeigte sich der Präsident auch über die Fortschritte der Friedhofsgestaltung. Die Weiterverfolgung des Projektes Pfarrhaus verzögerte sich durch die Situation um den Ochsen-Neubau. Sonderegger setzt auf eine gut koordinierte Zusammenarbeit und möchte auf die Kapazitäten der Oberegger Bauwirtschaft Rücksicht nehmen.
Pflegeheim und Austritte
Unter «Wünsche und Anträge» zeigte sich Sonderegger nochmals erfreut über die gelungene Jungbürgerfeier, welche die Kirche auch nächstes Jahr wieder ausrichten wird, und über den grossen Zulauf, welcher der Vortrag über die «Hochschule St. Anton» genoss, der vom Lindensaal in die Kirche verlegt werden musste. Aus der Mitte der Versammlung fragte ein Kirchbürger nach dem Projekt eines Altersheims auf den Grundstücken des Pfarrhauses und der Kaplanei. Tobias Sonderegger beschied ihm, nach gründlichen Abklärungen sei der Kirchenverwaltungsrat zum Schluss gekommen, dass Bau und Betrieb eines Alters- und Pflegeheimes auf den beiden Parzellen wirtschaftlich sich nicht rechnen könne. Nach den Kirchenaustritten befragt, erklärte Sonderegger, nach der grossen Austrittswelle vor zwei Jahren im Zusammenhang mit der Publikation der Pilotstudie zum Missbrauch in der katholischen Kirche habe sich die Situation beruhigt. Jeder Austritt schmerze, und er suche stets das Gespräch mit den Austrittswilligen. Hierbei merke er oft, dass die Meinungen schon gemacht sind.
Wiederwahl und Segen
Der Kirchenverwaltungsrat und die Revisorinnen wurden alle einstimmig bestätigt. Mit einem Überraschungssegen von Seelsorgerin Cornelia Callegari, die sich Beamer oder Leinwand für die Kirche wünscht, konnte Tobias Sonderegger exakt 364 Tage nach der letzten Kirchbürgerversammlung seine dritte Versammlung um Viertel nach acht schliessen. Im Anschluss gab Armin Bürki einen Einblick in die Holzernte und die Verjüngung der drei Waldungen der Kirchgemeinde.
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Besserabschluss, Jungbürgerfeier und Holzertrag 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-03-29 07:22:00
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