Die Kantone St. Gallen, Thurgau und die beiden Appenzell verbuchen es als politischen Erfolg: Jahrelang haben sie darauf gedrängt, dass die besondere Lage der Region Ostschweiz stärker in der Raumplanung des Bundes berücksichtigt wird. Nun anerkenne das aktualisierte Raumkonzept die Realität der internationalen Bodenseeregion als zusammenhängenden Lebens- und Wirtschaftsraum mit grossem Entwicklungspotenzial stärker als bisher, schreiben die vier Kantone in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Damit erhalte die Ostschweiz eine bessere Sichtbarkeit in der gesamtschweizerischen Raumentwicklung.
Das Raumkonzept ist die strategische Leitlinie für die räumliche Entwicklung der Schweiz. Es legt fest, wie sich das Land entwickeln soll. So bestimmt es, wie Siedlungen wachsen, Verkehrsnetze geplant und Landschaften geschützt werden. Die von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden nun gutgeheissene Überarbeitung reagiert auf neue Herausforderungen.
Der Raum rund um den Bodensee sei eng mit den Nachbarregionen in Deutschland, Österreich und Liechtenstein verbunden. Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Verkehr und Bildung seien grenzüberschreitend organisiert, heisst es in der Mitteilung weiter. Mit der Aktualisierung des Raumkonzeptes werde diese Entwicklung auf nationaler Ebene berücksichtigt. Darin sehen die Kantone St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau einen wichtigen Schritt, «um die Ostschweiz langfristig als innovativen und international vernetzten Raum weiterzuentwickeln und seine naturräumlichen Stärken zu erhalten».
Die Verankerung im Raumkonzept eröffne neue Perspektiven: bessere internationale Erreichbarkeit, eine koordinierte Entwicklung von Siedlung und Verkehr sowie eine gezielte Stärkung des Innovations- und Wirtschaftsstandortes.
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Ostschweiz erhält mehr Beachtung 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-03 09:21:00
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