Nach wochenlangen Rettungsverseuchen ist Buckelwal „Timmy“ nun in der Nordsee freigesetzt worden. Doch unmittelbar nach der Aktion herrscht erhebliche Unklarheit darüber, wie genau die Freilassung ablief – und wo sich das Tier derzeit befindet.
Der Lastkahn, der den Wal zuletzt transportierte, befand sich laut Beteiligten rund 70 Kilometer von Skagen im Skagerrak entfernt. Gegen 9.00 Uhr sei das Tier nicht mehr an Bord gewesen, sagte Jens Schwarck aus dem Team der privaten Initiative.Widersprüchliche Angaben zur FreisetzungBesonders brisant sind Berichte über den Ablauf selbst. Die deutsche „Bild“ zitiert erste Informationen mit den Worten: „Kapitän soll Freilassung angeordnet haben.“ Demnach soll der Wal nicht an der ursprünglich geplanten Position ins offene Meer entlassen worden sein.Damit bleibt offen, ob die Freisetzung kontrolliert im Sinne der Initiative erfolgte oder kurzfristig an Bord entschieden wurde.„Timmy“ im offenen Meer – Tracker bleibt stummLaut „Bild“ schwimmt der Wal seit dem Morgen im offenen Wasser. Ein am Freitag angebrachter Peilsender sollte eigentlich seine Route dokumentieren, liefert bislang jedoch keine Daten.Initiatorin Karin Walter-Mommert sagte dazu: „Wir warten darauf, dass der Tracker anspringt.“ Als Gründe wurden unter anderem fehlende Feuchtigkeit sowie technische Probleme mit dem Netz genannt.Die Infografik stellt die Rettungsaktion eines Buckelwals dar, der von der Wismarbucht in Deutschland in die Nordsee transportiert wurde. Ein Teil zeigt das Tier in einem speziellen, mit Wasser gefüllten Lastkahn, der etwa 50 Meter lang ist. Der Wal war 12 Meter lang und wurde mit einem Schiff zur Nordsee gebracht. Eine Karte zeigt den Transportweg durch Dänemark, wobei der Wal am 2. Mai freigelassen wurde. Quelle: APA.if(!window.apaResc)window.apaResc=e=>{window.addEventListener(„message“,a=>{const s=a.data;if(s[e])Array.from(document.getElementsByClassName(e)).forEach(a=>{a.style.height=s[e]+“px“})})};apaResc(„apa-0549-26-SLIDES“);Auch Jens Schwarck bestätigte, dass bislang keine verwertbaren Daten vorliegen. Die Öffentlichkeit wird den möglichen Weg des Tieres ohnehin nicht nachvollziehen können, da die Positionsdaten nur der Initiative und dem Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern zugänglich sind.Zustand des Tieres weiter unklarZur gesundheitlichen Verfassung des Buckelwals gibt es weiterhin keine Angaben. Schon vor der Freisetzung hatten Fachleute den Zustand des Tieres als kritisch eingeschätzt – unter anderem wegen langer Liegezeiten in Flachwasserzonen und möglicher Beeinträchtigungen bei der Nahrungsaufnahme.Auch nach Einschätzung der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) ist eine Rettung erst dann gegeben, wenn der Wal langfristig im Nordatlantik überlebt, wieder selbstständig Nahrung aufnimmt und an Gewicht zunimmt.Der Sender NEWS5 dokumentiert die Freilassung des Wals live:Minister spricht von historischem EinsatzMecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus bezeichnete den Einsatz laut „Bild“ als außergewöhnlich. Man habe den Versuch „nach bestem Wissen und Gewissen“ begleitet und damit „ein Stück Geschichte geschrieben“.Zugleich drängt er darauf, die Daten des Peilsenders schnell auszuwerten, um die weitere Entwicklung des Tieres nachvollziehen zu können.Offene Zukunft eines geschwächten TieresOb der Wal tatsächlich stabil schwimmt oder erneut in Gefahr gerät, bleibt vorerst ungeklärt. Experten hatten bereits zuvor gewarnt, dass geschwächte Großwale auch nach Freisetzungen wieder in Küstennähe geraten können.Fest steht damit vor allem eines: Die spektakuläre Rettungsaktion ist vorerst abgeschlossen – die entscheidende Frage, wie es dem Tier jetzt geht, bleibt jedoch unbeantwortet.
Wo schwimmt er hin? – „Timmy“ ist frei, aber Tracker sendet kein Signal 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-05-02 11:32:08
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