Nordkorea stationiert ein neues Artilleriesystem nahe der südkoreanischen Grenze. Machthaber Kim Jong Un inspizierte kürzlich die 155-Millimeter-Haubitze mit über 60 Kilometern Reichweite.
Von dem neuen Artilleriesystem existieren bislang nur Fotos aus nordkoreanischen Staatsmedien. Machthaber Kim Jong Un habe am Mittwoch einen Rüstungsbetrieb besucht und dort die Produktion einer „neuartigen 155-mm-Selbstfahrhaubitze“ begutachtet, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Freitag.Drei Bataillone einer Langstreckenartillerie-Einheit an der südlichen Grenze sollen demnach mit dem Geschütz ausgerüstet werden. Fotoserie: Kim Jong Un bei der Besichtigung der neuen HaubitzeUnmittelbare Bedrohung für SüdkoreaLaut Staatsmedien sollen die großkalibrigen Geschütze eine Reichweite von mehr als 60 Kilometern haben. Genug, um große Teile der Metropolregion Seoul ins Visier zu nehmen. Obwohl die Artillerie-Geschütze nicht das Drohpotential ballistischer Raketen haben, sind sie für Südkorea dennoch eine unmittelbare Bedrohung.Bereits jetzt hat das Regime zahlreiche Geschütze entlang der Grenze stationiert. Von dort sind es nur rund 40 bis 50 Kilometer bis in die Zehn-Millionen-Metropole Seoul. Damit können Wohngebiete, Militärbasen und kritische Infrastruktur ins Visier genommen werden.„Rapide Erweiterung“Kim Jong Un spricht von einer „rapiden Erweiterung“ der Schlagkraft an Land. Neben den neuen Haubitzen sollen auch zusätzliche Raketen- und Mehrfachraketenwerfer an der Front stationiert werden. Beobachter werten das als weiteren Schritt in der militärischen Eskalationsspirale auf der koreanischen Halbinsel.Immer wieder Provokationen Noerdkoreas mit RaketentestsNach südkoreanischen Angaben hatte Nordkorea erst am frühen Morgen des 18. Aprils eine ballistische Rakete getestet. Das ist dem Land laut Resolutionen des UN-Sicherheitsrats grundsätzlich untersagt. Das Geschoss wurde in östliche Richtung abgefeuert, teile das Militär in Seoul mit. Auch Japans Verteidigungsministerium meldete zu dem Zeitpunkt den Start einer mutmaßlichen ballistischen Rakete. Bereits am 8. April hatte Nordkorea nach dem Abschuss mehrerer Kurzstreckenraketen einen Flugkörper getestet – trotz UN-Resolutionen, die diese Tests verbietet.Kims neues 5000-Tonnen-Kriegsschiff In einer separaten Meldung berichtete KCNA, Kim habe am Donnerstag das 5000 Tonnen schwere Kriegsschiff Choe Hyon besucht und vor dessen Indienststellung einen Navigationstest im Gelben Meer beobachtet. Das Schiff solle bis Mitte Juni an die Marine übergeben werden. Begleitet wurde Kim laut Yonhap von seiner Tochter Ju-ae.
Seoul in Reichweite – Erste Bilder zeigen neue nordkoreanische Haubitze 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-05-08 10:10:57
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