Spinat mit Spiegelei und Erdäpfel wird in Österreich nach wie vor am Gründonnerstag gerne gegessen. Nicht immer aber wuchs das Kraut auf den heimischen Feldern.
Heute bietet sich die Gelegenheit am Teller an: kein Fleisch, dafür ein frischgekochter Spinat. Wer sich der österlichen Tradition anschließt isst höchstwahrscheinlich ein grünes Gemüse aus der Heimat. Satte 95 Prozent der bundesweiten Spinat-Anbaufläche liegen im Marchfeld im Bezirk Gänserndorf. Jeder Österreicher aß im Jahr 2025 im Schnitt 1,5 Kilo Spinat, heißt es jedenfalls von der Organisation „Land schafft Leben“ zum Gründonnerstag. Doch die grünen Blätter sind nicht nur ein lokaler Star, sondern globales Gemüse.Ein antikes GemüseUrsprünglich stammt es vermutlich aus dem Westasiatischen Kaukasus. Über Spanien kam es Nachforschungen zufolge schon in der Antike nach Europa. Heute sprießt das Blatt überall aus der Erde. China ist mit jährlich 28 Millionen produzierten Tonnen Spinat-Hochburg. Innerhalb der EU liegt Italien an der Spitze.Spinat hat tatsächlich nur circa 4 Milligramm Eisen pro 100 Gramm Spinat und nicht 35 Milligramm wie ursprünglich angenommen. Zum Vergleich: Rindfleisch pro 100 Gramm hat zwar 2,3 Milligramm Eisen – kann aber vom Körper besser aufgenommen werden. Doch nicht so viel EisenUnd in Österreich? Knapp die Hälfte der gesamten Jahresmenge an Tiefkühlspinat wird laut einer Umfrage im Lebensmitteleinzelhandel demnach vor Ostern verkauft. Laut Marke „Iglo“ handelt es sich bei ihnen dabei um 4,4 Millionen Packungen. Doch egal wie viel Spinat während des restlichen Jahres gegessen wird: So stark wie die Comicfigur Popeye macht uns das „Grün“ wohl doch nicht – mangels Eisen ist es dem Rindfleisch zum Beispiel unterlegen. Gesund ist es trotzdem!
Spinat-Zeit – Wie das grüne Blatt nach Niederösterreich kam 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-02 04:37:06
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