Stillstand auf der S6 am Montag Richtung Wien – und bei manchen Lenkern offenbar auch der Hausverstand. In einer Baustellenzone wendeten gleich drei Fahrzeuge trotz doppelt (!) durchgezogener Linie und fuhren auf der Gegenfahrbahn davon – und das sind nur jene, die unsere „Krone“-Leserreporterin erwischt hat …
Kilometerlanger Stau, blank liegende Nerven: Weil auf der S6 auf der Höhe Neunkirchen nichts mehr voranging, griffen einige Lenker zu einem gefährlichen Manöver. Die Szenen sorgten bei der „Krone“-Leserreporterin für Entrüstung: „Der hinter mir hat gerade über die doppelte Sperrlinie umgedreht“, schilderte sie das gefährliche Unterfangen.„Über doppelte Sperrlinie umgedreht“Auffällig: Bei den dokumentierten Verkehrssündern handelte es sich überwiegend um SUV-Lenker. Den Anfang machte ein Audi-Fahrer, der seelenruhig die gelb markierte Fahrbahnbegrenzung überquerte, ausholte und mitten auf der Straße wendete. Dass ihm auf der Gegenfahrbahn Farhzeuge entgegenkommen, schien ihn wenig zu kümmern.Nur kurze Zeit später bot sich dasselbe Bild einige Meter weiter hinten: Ein BMW-Lenker machte ebenfalls kehrt und fuhr auf der Gegenfahrspur zurück. Entgegenkommende Fahrzeuge mussten teils kräftig in die Eisen steigen, wie die rot aufleuchtenden Bremslichter zeigen. Auch ein Dritter schloss sich dem Verhalten der SUV-Lenker an und machte ebenfalls kehrt.Hohe Strafen drohenOb die Verkehrssünder nun mit Konsequenzen rechnen müssen, bleibt vorerst offen. Sollten die Lenker jedoch von der Polizei ausgeforscht werden, könnte die Ungeduld teuer werden.Ähnliche Szenen auch auf AutobahnDabei sind sie nicht die Ersten: Bereits am Samstag hatten sich im Urlaubsrückreiseverkehr ähnliche Szenen abgespielt. Nach dem Unfall eines Wohnmobils kurz hinter der Salzburger Grenze in Bayern staute sich der Verkehr kilometerweit bis zum Walserberg zurück. Während die meisten Autofahrer geduldig ausharrten und eine Rettungsgasse für die Einsatzkräfte bildeten, riss einigen Lenkern der Geduldsfaden. Sie wendeten mitten auf der Autobahn (!) und fuhren entgegen der Fahrtrichtung zurück.Geisterfahrer auf RettungsgasseBesonders dreist: Mehrere Verkehrssünder nutzten dafür nicht einmal den Pannenstreifen, sondern missbrauchten die Rettungsgasse als Fahrspur. Damit wurden sie zu Geisterfahrern auf jenem Korridor, der eigentlich für Polizei, Rettung und Feuerwehr freigehalten werden muss. Die bayrischen Beamten kannten allerdings kein Erbarmen: Sie stoppten mehrere Fahrzeuge – es drohen Geldstrafen, Punkte im Fahreignungsregister sowie Fahrverbote.
Stau-Frust auf S6 – Video: Dreistes Wendemanöver auf Schnellstraße 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-06-08 15:15:31
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