Weil die Miete zu hoch wurde, schafft eine Alleinerziehende für sich und ihre zwei Kinder jetzt zwischen Blechwänden ein neues Zuhause. Für die kleine Familie ein Lichtblick in einer schwierigen Situation.
„Wir schlafen jetzt alle in meinem alten Kinderzimmer. Ich teile mir mit den Kindern das Bett“, sagt Magdalena Maikisch. „Wir“, das sind sie und ihre zwei kleinen Buben. Der Große ist acht Jahre alt, der Kleine gerade einmal drei. Ihr aktuelles Zuhause ist in Güssing bei der Mutter der 31-Jährigen. Die Platzverhältnisse sind beengt. Denn in dem Haus leben auch noch der Lebensgefährte ihrer Mutter sowie ein Pflegebedürftiger. Doch mehr ist derzeit nicht möglich.Miete für Wohnung schoss in die HöheSie habe vorher in einer Wohnung gelebt, erzählt Maikisch. Doch dann sei die Miete massiv erhöht worden – mit ihrem 20-Stunden-Job als Pflegeassistentin schwer zu finanzieren. Zumal bei der Wohnung kein Garten dabei war. Doch genau das würden ihre zwei Buben brauchen, meint sie. Besonders der Große, der an ADHS, einer Hyperaktivitätsstörung, leidet. „Er muss Medikamente nehmen, sonst hält er es in der Schule nicht aus“, erzählt die 31-Jährige. Nach dem Unterricht müsse er in den Garten, um die aufgestaute Energie und Anspannung irgendwie abzubauen. „Er muss laufen können.“ Zusätzlich braucht er eine therapeutische Begleitung.Der Vater der Kinder lebt nicht mehr. Für den Achtjährigen sei der Papa ein Tabuthema. Der Kleine hingegen verstehe das Ganze noch nicht.Aus Büro wird ZuhauseDoch es gibt auch einen großen Lichtblick für die kleine Familie: Ein Container, der auf einem Grundstück gleich beim Elternhaus steht. Dort wollen sie in absehbarer Zeit wohnen. „Schlafen könnten wir jetzt schon dort, aber nicht aufs Klo gehen“, sagt die Alleinerziehende. Rund 80 Quadratmeter Wohnfläche bietet die Unterkunft. Sie habe den Container gebraucht bekommen. Dieser sei früher als Büro verwendet worden.Das Containerhaus will sie möglichst kostengünstig einrichten. Sie hatte Glück: Eine Küche und eine Badewanne hat sie sogar geschenkt bekommen. Wenn alles gut geht, werden sie bis zum Sommer einziehen können. Sie hoffe, dass die Wände gut gedämmt sind, damit es nicht zu heiß und auch nicht zu kalt darin wird, sagt Maikisch. Heizkörper und Ventilatoren sind jedenfalls für den Ernstfall vorhanden.Humor trotz schwieriger SituationDie Kinder würden sich schon freuen, so die junge Mama. Für sie das eine Sorge weniger. „Sie haben schon ihr Spielzeug eingeräumt.“ Für die kleine Familie wird es für längere Zeit ihr Zuhause sein. Die Containerlösung sei für die nächsten fünf bis zehn Jahre gedacht. Dass sie einmal in einem Container leben werde, sei jedenfalls nicht auf ihrer Liste gestanden, lacht Maikisch. Aber sie nimmt es mit Humor: „So ein Haus hat nicht jeder.“Unterstützung notwendigWeil aber das Geld bei der jungen Mutter und ihren zwei Halbwaisen knapp ist, haben sie sich jetzt an den Verein „Alleinerziehend – aber nicht allein“ gewandt. „Diese Mutter trägt ihre Familie durch eine schwere Zeit und baut gleichzeitig ein neues Zuhause. Jetzt braucht sie Unterstützung, damit ihre Kinder wieder Halt im Alltag finden können“, sagt Vereinsobfrau Anika Karall. Spendenkonto: Verein Alleinerziehend – aber nicht alleinAT28 5100 0900 1730 0700Kennwort: „Container“
Teure Wohnung – Mutter mit zwei Kindern muss in Container ziehen 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-26 08:21:19
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