Neue Eskalation im Iran-Krieg: Nachdem der Iran einen US-Kampfhubschrauber abgeschossen hatte, kündigte Präsident Donald Trump Vergeltung an. Diese erfolgte nur kurze Zeit später – auch wenn das „U.S. Central Command“ auf X von „Selbstverteidigungsangriffen gegen den Iran“ sprach.
Der hochmoderne Hubschrauber vom Typ Apache sei „während einer Patrouille“ über der Straße von Hormuz auf Patrouillenflug gewesen, bestätigte Trump am Dienstag. Die Piloten seien in Sicherheit und es gehe ihnen gut. Außerdem sei niemand verletzt worden, sagte der Staatschef. Trotzdem „müssen die Vereinigten Staaten gezwungenermaßen reagieren“, kündigte Trump Vergeltung an. Der „Selbstverteidigungsangriff gegen den Iran“, der daraufhin folgte, sei die „verhältnismäßige Antwort auf die ungerechtfertigte iranische Aggression“, hieß es auf X.Irans Parlamentspräsident und Verhandlungsführer Mohammed Baqer Qalibaf wiederum hatte die USA gewarnt, ihre „Verpflichtungen“ zu brechen: „Wir bevorzugen die Sprache der Diplomatie, aber andere Sprachen beherrschen wir weitaus besser. Wenn ihr eure Verpflichtungen nicht einhaltet, werden wir zu der Sprache wechseln, die wir am besten beherrschen.“Außenminister Abbas Araqchi forderte ausländische Streitkräfte zum Verlassen der Straße von Hormuz und der umliegenden Gebiete auf. Bei einem Verbleib liefen sie ständig Gefahr, ins Kreuzfeuer zu geraten, erklärte Araqchi auf X.„Soldaten in stabilem Zustand“Vor Trumps Erklärung am Dienstag hatte das für die Region zuständige US-Regionalkommando CENTCOM erklärt, dass zwei US-Soldaten eines Apache AH-64 nach dem Absturz ihres Hubschraubers nahe der Küste des Oman gerettet worden seien. „Die Soldaten wurden binnen etwa zwei Stunden sicher gerettet und befinden sich in einem stabilen Zustand“, erklärte CENTCOM im Onlinedienst X (siehe Posting unten).Bei dem Rettungseinsatz kam demnach eine See-Drohne zum Einsatz, laut zwei US-Offiziellen war der Helikopter von einer iranischen Drohne vom Himmel geholt worden. Es sei aber nicht gänzlich klar, ob der Abschuss beabsichtigt war.Spektakuläre Rettungsaktion nach Kampfjet-AbschussEs handelt sich bereits um den zweiten Abschuss einer bemannten US-Militärmaschine durch den Iran, den die US-Regierung bestätigt hat. Im April war ein US-Kampfjet vom Typ F-15 abgeschossen worden. Auch hier wurden beide Piloten gerettet, davon einer in einer besonders spektakulären Rettungsaktion.Nach dem Ausstieg aus der F-15E verbarg sich der Offizier zuletzt in einer Felsspalte, sein genauer Standort war anfangs unbekannt. Der Jet wurde in einer regierungsfeindlichen Region abgeschossen. Es entwickelte sich ein Wettlauf um die Zeit, denn auch iranische Soldaten suchten nach dem Mann. Um diese Suchtrupps zu täuschen, startete die CIA laut „New York Times“ eine Desinformationskampagne. Sie sollte die Iraner glauben lassen, der Pilot sei bereits mit einem Bodenkonvoi außer Landes gebracht worden. Schließlich fand die CIA sein Versteck und gab die Information an das Pentagon, das die Rettung einleitete.An der Mission waren Hunderte Spezialkräfte sowie Dutzende Kampfflugzeuge und Helikopter beteiligt. US-Jets bombardierten iranische Konvois, um sie vom Versteck fernzuhalten. Als die US-Kommandos sich näherten, hielten sie die Verfolger mit gezieltem Feuer auf Abstand. Kurz vor Schluss kam es noch zu einer Panne: Zwei Transportflugzeuge blieben nach der Bergung des US-Soldaten auf einem Stützpunkt im Iran stecken. Das Kommando ließ drei neue Maschinen einfliegen, um alle Beteiligten zu evakuieren, und sprengte die havarierten Flugzeuge, um sie dem Iran nicht zu überlassen.
Trump: „Vergeltung“ – Nach Hubschrauberabschuss US-Angriffe auf den Iran 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-06-09 22:58:45
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