Er spricht vom nahen Ende – und droht gleichzeitig mit noch härteren Angriffen: US-Präsident Donald Trump zeichnet in seiner jüngsten Rede ein widersprüchliches Bild des Kriegs gegen den Iran. Während er die „strategischen Ziele“ als fast erreicht bezeichnet, kündigt er für die kommenden Wochen massive Militärschläge an. Was bleibt, ist vor allem eine Frage: Was hinterlässt dieser Krieg wirklich?
Die „New York Times“ beschreibt die Lage deutlich nüchterner als der US-Präsident. Demnach versucht die Regierung in Washington seit Wochen, den Eindruck zu vermitteln, man habe die eigenen Ziele weitgehend erreicht. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich ein anderes Bild: Wichtige Kernziele seien weiterhin unerfüllt – und in einem entscheidenden Punkt sei die Weltlage sogar deutlich schlechter geworden.Atomprogramm: Problem ungelöstEin zentrales Ziel des Kriegs war es, Irans Atomprogramm entscheidend zu schwächen. Doch laut dem Blatt gibt es bislang „keine Belege“, dass die USA oder Israel die Vorräte an hoch angereichertem Uran zerstört haben. Diese sollen weiterhin ausreichen, um mehrere Atombomben zu bauen.Trump selbst hatte zu Beginn des Konflikts erklärt: „Sie haben jede Gelegenheit abgelehnt, ihre nuklearen Ambitionen aufzugeben, und wir können das nicht länger hinnehmen.“ Nun klingt er anders: Das tief unter der Erde gelagerte Uran interessiere ihn nicht mehr. „Das ist so weit unter der Erde, das ist mir egal“, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.Das Liniendiagramm zeigt die Entwicklung der pessimistischen und optimistischen Erwartungen für die kommenden 12 Monate in Prozent von 2023 bis März 2026. Der Anteil der Pessimistischen steigt stark an und erreicht im März 2026 mit 65 % den Höchstwert. Der Anteil der Optimistischen sinkt im gleichen Zeitraum auf 17 %. Quelle: Market.if(!window.apaResc)window.apaResc=e=>{window.addEventListener(„message“,a=>{const s=a.data;if(s[e])Array.from(document.getElementsByClassName(e)).forEach(a=>{a.style.height=s[e]+“px“})})};apaResc(„apa-0325-26“);Analysten warnen jedoch, dass genau das gefährlich sein könnte: Sollte das Material ungesichert bleiben, könnte der Iran stärker denn je motiviert sein, möglichst rasch eine Atomwaffe zu entwickeln.Regimewechsel? Eher nichtAuch politisch bleibt die Lage unklar. Zu Beginn des Kriegs hatte die US-Regierung offen zu einem Umsturz in Teheran aufgerufen. Später änderte sich die Linie mehrfach. Trump erklärte zuletzt: „Wir hatten bereits einen Regimewechsel, wenn man hinsieht, weil das eine Regime zerstört wurde.“ Viele Experten widersprechen.Laut „New York Times“ bleibt die Machtstruktur im Iran weitgehend unverändert: Die Revolutionsgarden dominieren weiterhin, die Führung wurde lediglich personell ersetzt. Ein Experte spricht von einem „Personalaustausch, nicht von einem Regimewechsel“ – also „andere Männer mit derselben Ideologie“.Straße von Hormuz: Das neue RisikoWährend viele Probleme schon vor dem Krieg bestanden, hat sich eine Lage dramatisch verschärft: die Situation in der Straße von Hormuz, einer der wichtigsten Energierouten der Welt. Der Iran nutzt seine Kontrolle über die Meerenge zunehmend als Druckmittel.Der Schiffsverkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen, viele Tanker stecken fest. Gleichzeitig arbeitet Teheran daran, Gebühren für sichere Durchfahrten einzuführen – eine Einnahmequelle, die es vor dem Krieg nicht gab.Trump sieht andere Staaten in der Pflicht: „Wir werden helfen, aber sie sollten die Führung übernehmen, um das Öl zu schützen, von dem sie so abhängig sind.“ Europäische Länder forderte er sogar auf: „Holt euch euer eigenes Öl!“Ölpreise steigen – auch Europa betroffenDie Folgen sind bereits spürbar: Nach Trumps Rede in der Nacht auf Donnerstag sind die Ölpreise deutlich gestiegen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent kletterte im frühen Handel um mehr als sechs Prozent auf 107,48 US-Dollar (93,17 Euro). Noch am Vortag hatte Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende die Preise kurzfristig unter 100 Dollar gedrückt.Das Liniendiagramm zeigt die Entwicklung des Ölpreises der Nordseesorte Brent in US-Dollar je Barrel von April 2024 bis April 2026. Der Preis bleibt zunächst unter 80 US-Dollar, fällt zeitweise unter 60 US-Dollar und steigt ab März 2026 stark an. Quelle: APA.if(!window.apaResc)window.apaResc=e=>{window.addEventListener(„message“,a=>{const s=a.data;if(s[e])Array.from(document.getElementsByClassName(e)).forEach(a=>{a.style.height=s[e]+“px“})})};apaResc(„apa-0431-26“);Obwohl die USA mittlerweile Nettoexporteur von Öl und Gas sind, wirken sich solche Entwicklungen global aus – auch auf Europa. Steigende Energiepreise treffen Haushalte und Wirtschaft gleichermaßen.Krieg vor dem Ende – und neue UnsicherheitTrump kündigte an, die USA würden ihre „Aufgabe sehr bald beenden“ und seien bereits „sehr nahe dran“. Gleichzeitig stellte er weitere massive Angriffe in Aussicht: „Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen.“ Einen konkreten Zeitplan für das Ende des Kriegs nannte er jedoch nicht. Und während Washington von Erfolgen spricht, zeigt sich: Viele der ursprünglichen Probleme bestehen weiter – und neue sind hinzugekommen. Sollte der Iran die Kontrolle über die Straße von Hormuz behalten, könnte am Ende vor allem eines bleiben: eine instabilere Weltlage – und ein Konflikt, dessen Folgen weit über die Region hinausreichen.
Trumps Chaos im Iran – Ein Krieg ohne Gewinner – die Rechnung zahlen alle 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-02 08:46:36
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