Die Bilder, die an der 73. Kirchgemeindeversammlung der katholischen Pfarrei Herisau-Waldstatt-Schwellbrunn präsentiert wurden, gaben einen Eindruck von der Notwendigkeit: Viele Teile des Aussenbereichs der katholischen Kirche sind veraltet, einige Einrichtungen entsprechen nicht mehr den Anforderungen. «Wir mussten sogar einzelne Bereiche absperren», sagte Markus Alder, im Kirchenverwaltungsrat Verantwortlicher für das Ressort Liegenschaften. Die Sanierung von Treppenaufgängen, Mauern und Fassaden, Geländer und Mauerbrüstungen, Abdichtungen und Belägen sei unabdingbar. An der Versammlung von 2025 hatten die Pfarreimitglieder dem Kirchenverwaltungsrat den Auftrag erteilt, die Erneuerungsarbeiten vorzubereiten. Dies ist unterdessen mit Einbezug von Fachleuten und Denkmalschutz geschehen. Auf rund 600’000 Franken belaufen sich die Kosten.
Die 70 stimmberechtigten Mitglieder aus der Pfarrei Herisau-Waldstatt-Schwellbrunn sprachen sich im Pfarreisaal von Herisau einstimmig für die Sanierung aus. Sie wird die Jahresrechnungen von 2026 und 2027 nicht belasten, weil die Finanzierung durch Entnahmen aus den Reserven des Liegenschaftsfonds erfolgen wird.
Positiver Rechnungsabschluss
Zum zehnten Mal präsentierte Kassier Peter Schraner die Jahresrechnung. Diese schloss bei einem Aufwand von rund 2,22 Millionen mit einem Einnahmenüberschuss von rund 15’000 Franken, wobei zusätzlich 450’000 Franken in den Liegenschaftsfonds überwiesen wurden. Das positive Ergebnis sei auf Kostendisziplin und höhere Steuereinnahmen zurückzuführen. Das Budget für 2026 weist einen Gewinn von rund 26’000 Franken auf, wobei erneut eine grössere Einlage in den Liegenschaftsfonds vorgesehen ist. Der Steuerfuss bleibt bei 0,47 Einheiten.
«Die finanzielle Situation ist aktuell erfreulich. Aber es sind ‹Regenwolken› vorhanden», sagte Präsident Roland Reutemann. Er nannte den anhaltenden Mitgliederschwund oder die Ungewissheit bei den Steuereinnahmen. Und in baulicher Hinsicht würden wohl bald weitere Massnahmen nötig – zum Beispiel am Turm und im Innenraum der Kirche, in der Unterkirche, beim Flachdach des Pfarreiheims, beim Dach der Kirche Waldstatt.
Kündigungen im Seelsorgeteam
Es war jüngst bekannt geworden, dass mit Rebeka Jäger, Birgit Müller und Juliane Schulz drei Mitglieder des Seelsorgeteams ihre Stelle per Sommer gekündigt hatten. «Nach Stellenprozenten ist dies etwa die Hälfte», sagte Cristina Miguel, die Personalverantwortliche im Kirchenverwaltungsrat. Man bedaure dies. Im Zusammenhang mit diesen Rücktritten gab es an der Versammlung einzelne Wortmeldungen. Es seien unterschiedliche persönliche Gründe oder neue berufliche Ausrichtungen, die eine Rolle spielen würden, gab Miguel bekannt.
«Wir wollen nach vorne blicken, müssen unsere Strukturen vielleicht anpassen. Es ist möglich, dass es zu gewissen Einschränkungen in den Angeboten kommen wird», meinte Miguel. Die Nähe zu den Menschen und die Qualität in der Seelsorge würden aber weiter wichtig bleiben.
Beste Werbung: «Das Leben selbst»
Ilda Frehner wurde aus dem Pfarreirat verabschiedet. Sein Präsident Florian Erny machte Werbung. «Wir sind jetzt noch zu viert. Es wäre wichtig, dass wir in diesem Gremium Zuwachs bekommen.» Präsident Roland Reutemann gratulierte dem Pfarradministrator Pater Kiran zu seiner eben erfolgten Wahl als Vizeprovinzial der Schweizer Pallotiner für die Amtsdauer 2026 bis 2029. Pater Kiran richtete sich zum Abschluss der Versammlung auch noch an die Gemeinde. Seine Gedanken fasste er so zusammen: «Wir können für unsere Pfarrei viel auf der Website, in sozialen Medien und mit Flyern machen. Aber die beste Werbung ist das Leben selbst.»
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Versammlung sagt einstimmig Ja 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-02 07:38:00
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